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Klassenstufe: 7–8 | Fach: Deutsch
Thema: Reportage, journalistische Textsorten, Beobachten, Recherchieren, Quellen prüfen, Interviews führen & eigene Reportagen schreiben
Aufgabentyp: Unterrichtsreihe, Arbeitsblätter, Modellreportage, Rechercheaufgaben, Interviewtraining, Schreibwerkstatt, Schulreportage, Redaktionskonferenz, Portfolio & Lösungen
Umfang:100 Seiten – vollständige Reportagenwerkstatt mit 9 Modulen für etwa 14–18 Unterrichtsstunden.
Die Reportagenwerkstatt „Mitten im Geschehen“ führt Schülerinnen und Schüler der Klassen 7/8 Schritt für Schritt von den Grundlagen journalistischen Schreibens bis zur selbstständig recherchierten und verfassten eigenen Schulreportage.
Im Mittelpunkt steht die Besonderheit der Reportage: Sie verbindet überprüfbare Fakten mit anschaulichen Szenen, konkreten Beobachtungen und den Stimmen beteiligter Personen. Die Lernenden unterscheiden zunächst Nachricht, Bericht und Reportage und untersuchen anschließend, wie Fakten, Szenen und Stimmen zu einem glaubwürdigen journalistischen Text verbunden werden.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem genauen Beobachten. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Sinneseindrücke, ersetzen allgemeine Aussagen durch konkrete Details, arbeiten mit präzisen Verben und lernen den „Kamerablick“ vom Überblick bis zum bedeutsamen Detail kennen. Dabei wird konsequent zwischen Beobachtung und Vermutung unterschieden. Ein eigenes Beobachtungsprotokoll führt schließlich zur ersten Mini-Reportage mit 120–150 Wörtern.
Darauf folgt ein umfangreicher Rechercheteil. Die Lernenden entwickeln präzise Recherchefragen, unterscheiden verschiedene Quellenarten, führen einen Quellencheck durch, dokumentieren Fakten und lernen mit widersprüchlichen Informationen umzugehen. Auch Zahlen, direkte Zitate, indirekte Wiedergabe und systematische Notizen werden gezielt trainiert.
Lehrkraft-Guide
Kompetenzen und Lernziele
Diagnose vor dem Start
Reihenverlauf aller neun Module
Hinweise zu Material und Vorbereitung
Differenzierung und Inklusion
journalistische Fairness und Persönlichkeitsrechte
Aufgaben-ID- und Lösungssystem
Modul 1: Reportagen entdecken
Nachricht, Bericht und Reportage unterscheiden
Reportage-Dreieck: Fakten – Szenen – Stimmen
szenische Einstiege untersuchen
Fakt und Eindruck unterscheiden
zweiteilige Modellreportage „Vor dem ersten Gong“
Modellreportage systematisch analysieren
Modul 2: Beobachten und beschreiben
mit verschiedenen Sinnen beobachten
allgemeine Aussagen konkretisieren
treffende Verben verwenden
Vergleiche angemessen einsetzen
Kamerablick: Totale, Halbnah, Nah und Detail
Szenenkarte „Der Pausenkiosk“
Menschen respektvoll beschreiben
Beobachtung und Vermutung unterscheiden
Beobachtungsprotokoll
Mini-Reportage mit 120–150 Wörtern
Modul 3: Recherchieren und prüfen
von der Neugier zur Recherchefrage
Quellenlandkarte
Primär-, Sekundär- und Orientierungsquellen
systematischer Quellencheck
Faktenblatt
Zahlen verständlich in Texte einbauen
direktes Zitat oder Zusammenfassung
Notizensystem für Beobachtung, Fakt, Zitat und offene Frage
Übungsdaten zur Schulbibliothek
widersprüchliche Quellen untersuchen
eigener Rechercheplan
Modul 4: Interviews führen
offene, verständliche und neutrale Fragen
offene und geschlossene Fragen unterscheiden
Fragetrichter vom Einstieg bis zum Ausblick
Interviewregeln
Interviewpartner vorbereiten
sinnvoll nachfragen
aktiv zuhören und protokollieren
direkte und indirekte Rede
Zitate korrekt setzen
Interviewauszug „Die Schülerfirma“
Interviewmaterial auswerten
eigenes 6–8-minütiges Praxisinterview
Modul 5: Aufbau einer Reportage
Überschrift und Vorspann
szenisch einsteigen
Szene, Fakt, Stimme und Übergang verknüpfen
Übergänge gestalten
Zeit sinnvoll ordnen
Nähe und Perspektive
Fakten in Szenen einbauen
informative Bildunterschriften
Absätze und Zwischenüberschriften
wirkungsvolle Schlüsse
vollständiger Schreibplan einer Reportage
Modul 6: Sprache und Wirkung
starke und präzise Verben
Adjektive mit beobachtbarem Beleg
Sinneseindrücke dosiert einsetzen
wahrheitsgetreue Sprachbilder
Geräusche anschaulich beschreiben
Präsens und Präteritum sinnvoll einsetzen
Satzrhythmus und Erzähltempo
Spannung ohne Erfindung
Stilcheck und Textüberarbeitung
Nachricht, Bericht und Reportage unterscheiden
typische Merkmale einer Reportage erklären
Fakten, Beobachtungen und Eindrücke unterscheiden
Situationen präzise und anschaulich beschreiben
Sinneseindrücke gezielt auswählen
wertende Aussagen durch beobachtbare Details ersetzen
Recherchefragen entwickeln
Quellen unterscheiden und kritisch prüfen
Fakten mit Quellen und Datum dokumentieren
widersprüchliche Informationen transparent behandeln
Zahlen verständlich in Texte integrieren
direkte und indirekte Wiedergabe unterscheiden
offene und neutrale Interviewfragen formulieren
Interviews vorbereiten, durchführen und auswerten
Zitate korrekt einbauen
Szenen, Fakten und Stimmen sinnvoll miteinander verbinden
Perspektive journalistisch verantwortungsvoll gestalten
Reportagen strukturiert planen und schreiben
sprachliche Anschaulichkeit mit journalistischer Genauigkeit verbinden
eigene Texte anhand konkreter Kriterien überarbeiten
100 Seiten als vollständige Reportagen-Unterrichtsreihe
9 aufeinander aufbauende Module
für etwa 14–18 Unterrichtsstunden konzipiert
verbindet Lesen, Schreiben, Sprechen, Zuhören, Recherchieren und Medienkompetenz
hoher Praxisanteil durch echte Beobachtungen und Interviews
klare Progression vom Modelltext zur eigenen journalistischen Arbeit
journalistische Fairness wird ausdrücklich berücksichtigt: Fakten prüfen, Beobachtung und Meinung trennen, Personen schützen und Einwilligungen klären
differenzierbar durch Wortbanken, Satzstarter, Strukturkarten und gekürzte Schreibaufträge
Erweiterungen durch Perspektivwechsel, zusätzliche Quellen und komplexere Dramaturgie
inklusiver Einsatz durch Rollenverteilung und alternative Notizformen
keine heimlichen Aufnahmen; Interviews, Fotos und Tonaufnahmen nur mit geklärter Zustimmung
zahlreiche direkt einsetzbare Recherche-, Interview- und Schreibvorlagen
systematisches Aufgaben-ID- und Lösungssystem
Den Kern der zweiten Hälfte bildet ein umfangreiches Reportageprojekt. Die Schülerinnen und Schüler wählen ein reales Thema ihrer Schule – beispielsweise Mensa, Schülervertretung, Schulbibliothek, Theaterprobe, Sportturnier oder einen Blick hinter die Kulissen – und entwickeln dazu eine eigene Leitfrage.
Anschließend klären sie Erlaubnisse, erstellen ein Recherche-Dossier, entwickeln einen Interviewleitfaden, führen Beobachtungen durch und sichern ihre Aussagen mithilfe einer Beleg-Matrix aus Behauptung, Beobachtung, Quelle/Fakt und Zitat. Daraus entsteht eine vollständige Schulreportage mit 600–900 Wörtern.
Die Reportage wird anschließend in einer Schreibkonferenz auf roten Faden, Fakten, Quellen, Fairness, Szenen, Stimmen, Sprache und Schluss überprüft. Ein abschließender Faktencheck verhindert erfundene Details und ungeklärte Quellen. Der Bewertungsbogen umfasst 8 Kriterien mit insgesamt 24 Punkten.
Zum Abschluss arbeiten die Lernenden in einer Redaktionskonferenz mit Rollen wie Chefredaktion, Faktencheck, Sprache, Layout und Bildredaktion. Die fertigen Reportagen können als Klassenausstellung, Lesegalerie oder Klassenzeitung präsentiert werden. Portfolio und Zertifikat schließen die Werkstatt ab.
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