leidenschaftlicher Lehrer, Materialentwickler, Autor und Medienpädagoge.
263 Materialien
515 Follower
86 Following
eduki Qualität
43 Seiten






KURZBESCHREIBUNG Dass eigenes Mikroskopieren mehr Verständnis erzeugt als eine gute Abbildung, ist nicht belegt. de Jong, Linn und Zacharia (2013, Science) finden in kontrollierten Vergleichen keinen Unterschied, Brinson (2015) findet in 89 Prozent von 56 Studien gleiche oder bessere Ergebnisse für virtuelle Labore. Dieses Material schreibt das hin — und begründet das Praktikum stattdessen mit dem, was es tatsächlich leistet.
19 Seiten zum Themenfeld E.1 des hessischen Kerncurriculums: prokaryotische und eukaryotische Zellen, pflanzliche und tierische Zellen, zwei lichtmikroskopische Praktika mit vollständigen Protokollseiten. Handgezeichnet gesetzt, mit eigenen Illustrationen, farbig und in einer echten Graustufenfassung. Der rote Faden ist die Auflösungsgrenze von rund 200 Nanometern. Sie entscheidet, worüber im Praktikum überhaupt gesprochen werden kann — und sie erklärt die Enttäuschung, die nach jedem Mikroskopieren kommt: „Da war ja gar nichts drin.“ Es war viel drin. Nur nichts davon auflösbar.
WAS DRIN IST Teil A — Grundlagen für die Lehrkraft, Seiten 2 bis 6 – Sechs-Stunden-Raster mit Seitenverweisen, Sozialform und Zeitangabe, dazu eine Variante für nur eine Doppelstunde – Prokaryot und eukaryot: beschriftete Vergleichszeichnung, Endosymbiontentheorie mit Beleglage, vier Ausnahmen von der Regel (Thiomargarita magnifica, ultrakleine Bakterien, Cyanobakterien-Thylakoide, Anammoxosom) – Neun Merkmale im Tabellenvergleich, mit einer vierten Spalte, die im Schulbuch fehlt: Was davon kommt im Okular überhaupt an? – Pflanzenzelle und Tierzelle: drei echte Unterschiede und drei, die keine sind – Die Auflösungsgrenze: Abbe-Formel mit zwei Rechenbeispielen, förderliche Vergrößerung, logarithmische Größenskala und eine ehrliche Liste „das seht ihr / das seht ihr nicht“ Teil B — Praktikum, Seiten 7 bis 9 – Zwiebelhaut in acht Minuten: Vierschritt-Anleitung und eine Tabelle mit sechs Stolperfallen samt Sofortmaßnahme – Wangenabstrich: Rechtslage und Sicherheit, sechs Auflagen als Checkliste, Gefahrstofftabelle zu Methylenblau, Lugolscher Lösung, Essigsäure und Karminessigsäure mit CLP-Einstufung – Die Befundseite zur Frage, ob es das echte Mikroskop sein muss, gegliedert nach belegt, uneinheitlich und nicht belegt Teil C — Für die Klasse, Seiten 10 bis 15 – Zwei Protokollseiten mit Sehfeld zum Zeichnen und Feldern für Objektiv, Okular und Gesamtvergrößerung – Drei Aufgabenseiten zu Pflanze und Tier, zu Prokaryot und Eukaryot sowie zu Größen und Maßstab, alle von AFB I bis AFB III – Zwölf Organellkarten zum Ausschneiden, dreifach sortierbar: nach Zelltyp, nach Sichtbarkeit im Lichtmikroskop, nach eigenem Genom Lösungen und Quellen, Seiten 16 bis 19 – Zwei Lösungsseiten mit Erwartungshorizont; bei den offenen Aufgaben steht, woran eine vollständige Antwort zu erkennen ist – Quellenseite mit Rechtsstand und einem eigenen Abschnitt „Was in diesem Heft nicht belegt ist“ – Paketübersicht, Druck- und Lizenzhinweise
WAS DIESES MATERIAL UNTERSCHEIDET Jede Zahl hat eine Quelle, und jede Zahl ohne belastbare Quelle steht als solche gekennzeichnet im Heft. Drei Beispiele, die sich beim Nachprüfen nicht halten ließen und deshalb ausdrücklich benannt werden: – Die Schulangabe „Pflanzenzellen 50 bis 100 Mikrometer, Tierzellen 5 bis 50 Mikrometer“ hat keinen fachliterarischen Beleg. Belastbar sind nur Einzelwerte. – Planctomyceten sind keine „Bakterien mit Zellkern“. Boedeker et al. (2017) belegen einen gramnegativen Bauplan mit stark vergrößertem Periplasma; ein Kernäquivalent ließ sich nicht bestätigen. – Die verbreiteten Auflagen zum Wangenabstrich stammen nicht aus der RiSU, sondern vom Portal „Sichere Schule“ der Unfallkasse NRW. Fachlich unstrittig, aber keine RiSU-Zitate. Dazu die Zwiebelhaut-Pointe, die im Unterricht sofort trägt: Ausgerechnet das häufigste Schulpräparat hat keine Chloroplasten, weil die Zwiebel als unterirdisches Speicherorgan nie Licht sieht. Ihre Plastiden bleiben farblose Leukoplasten.
DAS WACHSENDE PAKET Dieses Heft ist Teil 1 der Reihe Zellbiologie kompakt. Ebenfalls erschienen sind Teil 2 „Zellorganellen im elektronenmikroskopischen Bild“ und Teil 3 „Biomembran und Transport“, jeweils 19 Seiten.
Zusammen decken die drei Hefte das Themenfeld E.1 des hessischen Kerncurriculums vollständig ab. Wer ein Heft kauft, bekommt jede Erweiterung kostenlos; der Paketpreis steigt mit jedem neuen Teil. Die Paketübersicht liegt in jedem Einzelmaterial bei.
Drei Hefte, 57 Seiten, ein Themenfeld: Zusammen decken sie E.1 „Struktur und Funktion von Zellen“ der hessischen Einführungsphase vollständig ab — von der ersten Zwiebelhaut bis zur Grenzplasmolyse. Alle acht Wochen des Themenfelds, mit Stundenrastern, Praktikumsanleitungen, fünfzehn Schülerseiten und Lösungen.Was diese Reihe von anderem Material unterscheidet: Jede Zahl hat eine Quelle, und was sich beim Nachprüfen nicht belegen ließ, steht nicht drin — sondern wird ausdrücklich benannt. Jedes Heft hat dafür einen eigenen Abschnitt „Was in diesem Heft nicht belegt ist“. Das ist kein Kleingedrucktes, sondern das Verkaufsargument.Handgezeichnet gesetzt, mit ausschließlich eigenen Illustrationen, jedes Heft farbig und in einer echten Graustufenfassung.WAS IM PAKET ISTTeil 1 — Zelltypen, 19 SeitenProkaryotische und eukaryotische Zellen, pflanzliche und tierische Zellen, zwei lichtmikroskopische Praktika mit vollständigen Protokollseiten. Roter Faden ist die Auflösungsgrenze von 200 Nanometern: Sie entscheidet, worüber im Praktikum überhaupt gesprochen werden kann. Enthält die Gefahrstofftabelle und die Rechtslage zum Wangenabstrich sowie zwölf Organellkarten zum Ausschneiden.Teil 2 — Zellorganellen im elektronenmikroskopischen Bild, 19 SeitenWie ein EM-Bild entsteht, was die Präparation mit der Zelle macht, und drei Schulbuchmodelle, die revidiert wurden. Dazu Endosymbiontentheorie nach belegt, offen und nicht bestätigt getrennt, die Organisationsstufen vom Einzeller zum Vielzeller, ein gezeichnetes Schnittbild zum Auswerten und zwölf Befundkarten zum Sortieren.Teil 3 — Biomembran und Transport, 19 SeitenFünf Membranmodelle in 120 Jahren, das Flüssig-Mosaik-Modell mit seinen heutigen Korrekturen, Lipid Rafts als Befundlage, vier Transportwege mit Kennzahlen und Osmose ehrlich erklärt. Praktikum: Plasmolyse mit der roten Zwiebel, dazu die Grenzplasmolyse als echte Messung. Zwölf Transportkarten zum Sortieren.WAS DIESES PAKET UNTERSCHEIDETDrei Befunde, einer aus jedem Heft, die in kaum einem Schulmaterial stehen:– Dass eigenes Mikroskopieren mehr Verständnis erzeugt als eine gute Abbildung, ist nicht belegt. de Jong, Linn und Zacharia (2013, Science) finden keinen Unterschied, Brinson (2015) findet in 89 Prozent von 56 Studien gleiche oder bessere Ergebnisse für virtuelle Labore. Teil 1 sagt das — und begründet das Praktikum mit dem, was es tatsächlich leistet.– Die chemische Fixierung kostet dem Gewebe rund 30 Prozent seines Volumens und lässt Synapsen 38 Prozent dichter erscheinen, als sie sind (Korogod, Petersen und Knott 2015). Ein EM-Bild ist ein Messergebnis mit bekannten Fehlern, keine Fotografie.– „Osmose ist die Diffusion von Wasser“ hält der Nachprüfung nicht stand: Der gemessene osmotische Fluss ist zwei- bis sechsmal größer, als ein Wasserkonzentrationsgefälle hergibt (Kramer und Myers 2012, 2013). Teil 3 liefert eine Formulierung, die trägt.Dazu vier Korrekturen an Aussagen, die in vielen Materialien noch anders stehen: Planctomyceten sind keine Bakterien mit Zellkern. Peroxisomen sind nicht endosymbiontisch entstanden. Mitochondrien der Tiere, Pilze und Pflanzen teilen sich nicht mit FtsZ, Chloroplasten dagegen schon. Und das Verhältnis von Bakterien zu Körperzellen im Menschen beträgt 1,3 zu 1, nicht 10 zu 1.WIE DIE DREI HEFTE ZUSAMMENSPIELENTeil 1 klärt, was ein Lichtmikroskop zeigen kann, und lässt die Klasse zwei Präparate selbst herstellen. Teil 2 nimmt dort auf, wo die Auflösung endet, und macht aus dem Elektronenbild einen Gegenstand der Kritik. Teil 3 kehrt ins Praktikum zurück: Die Plasmolyse ist der einzige im Schullabor praktikable Weg, die Plasmamembran indirekt sichtbar zu machen — und liefert nebenbei einen echten Messwert.Jedes Heft funktioniert einzeln. Zusammen ergeben sie eine durchgehende Sequenz über acht Wochen, mit Querverweisen zwischen den Teilen.FORMAT UND DRUCKDrei PDF-Hefte à 19 Seiten DIN A4, jeweils in einer farbigen und einer echten Graustufenfassung — konvertiert, nicht gerastert, damit sie an jedem Schulkopierer sauber druckt. Alle Schülerseiten funktionieren in Schwarzweiß vollständig. Die drei Kartenblätter gewinnen auf 160-Gramm-Papier.Alle Abbildungen sind eigene Zeichnungen. Die Schnittdarstellungen in Teil 2 sind gezeichnete Schemata im Stil elektronenmikroskopischer Aufnahmen, keine Fotografien. Die verwendeten Schriften stehen unter der SIL Open Font License.MATERIAL FÜR DIE PRAKTIKAFür Teil 1 eine Küchenzwiebel, Objektträger, Deckgläser, Pipetten, Einwegholzspatel und Methylenblau 0,1 Prozent. Für Teil 3 eine rote Küchenzwiebel, Filterpapierstreifen und eine Saccharose-Verdünnungsreihe. Für Teil 2 nichts — dort erklärt das Heft, warum es zu diesem Thema kein Schulpraktikum geben kann. Saccharose und Kochsalz sind keine Gefahrstoffe.EINSATZ UND RECHTSSTANDKonzipiert für die Einführungsphase am Gymnasium in Hessen, Themenfeld E.1. Der fachliche und didaktische Teil ist bundesweit einsetzbar; Teil 1 ab Klasse 9, Teil 2 und 3 ab Klasse 10. Nur die Sicherheits- und Rechtsseiten in Teil 1 und Teil 3 beziehen sich ausdrücklich auf Hessen.Rechtsstand August 2026. Das Material ist eine Arbeitshilfe und ersetzt weder eine Gefährdungsbeurteilung noch eine Rechtsberatung. Verbindlich sind die jeweils geltende Fassung der RiSU, das Sicherheitsdatenblatt des konkret verwendeten Produkts und die Stoffliste in DEGINTU.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
Bewertungen und Kommentare