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die Frage nach der eigenen Identität,der Zukunft und der persönlichen Freiheit gehört zu den drängendsten existenziellen Fragen von Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenenleben.Besonders in der Oberstufe stehen Schüler:innen vor einem spürbaren Wendepunkt: Der Druck, funktionierende Biografien vorzulegen, die richtige Berufswahl zu treffen und in einer hochkompetitiven, digitalisierten Welt keine Fehler zumachen, ist allgegenwärtig.
Genau an dieser Schnittstelle setzt diese kompakte Unterrichtsreihe an. Sie schlägt eine Brücke von der lebensweltlichen Realität der Jugendlichen hin zu tiefenphilosophisch-theologischen Grundfragen.
Der Popsong „Unwritten“ als lebensweltlicher Türöffner
Als roter Faden und moderner Impulsgeber dient der Pop-Klassiker „Unwritten“ von Natasha Bedingfield. Mit seinen starken Metaphern liefert der Song eine mitreißende Hymne auf die Selbstbestimmung und ermutigt dazu, sich von gesellschaftlichen Konditionierungen und der Angst vor Fehlern frei zu machen.
In Modul 1 dieser Unterrichtsreihe wird dieser Song genutzt, um den Blick der Schüler:innen für den subtilen und direkten Leistungs- und Optimierungsdruck zu schärfen, dem sie in Schule, Familie undsozialen Medien ausgesetzt sind.
Vom Pop-Klassiker zum theologischen Paradoxon
Doch die absolute Freiheit wirft sofort neue, existenzielle Fragen auf: Wenn mein Leben komplett ungeschrieben ist und ich allein den Stift halte – bricht dann nicht eine erdrückende Last der Selbstverantwortung über mir zusammen? Was ist, wenn ich mich verschreibe?
In Modul 2 weitet sich die Unterrichtsreihe und konfrontiert die Lernenden mit einer klassischen Frage der Religionsphilosophie und der christlichen Dogmatik: Wie verhält sich meine Freiheit zur Allmacht und Allwissenheit Gottes?
Dabei erarbeiten die Schüler:innen, dass Gottes Allwissenheit nicht in Zusammenhang mit der Vorstellung von menschlichem Determinus gebracht werden kann, sondern vielmehr als einzeitloser Blick aus der Ewigkeit, der die freien Entscheidungen der Menschen sieht, ohne sie kausal zu erzwingen, zu verstehen ist.
Abschließend wird dann die befreiende Dimension des christlichen Glaubens erfahrbar gemacht, indem die Schüler:innen erarbeiten, dass im Lichte der Gnadenlehre die Allwissenheit Gottes als eine Art Sicherheitsnetz verstanden werden kann, da sich der Mensch trotz seiner Fehlerhaftigkeit, die Gott von Anbeginn bereits kennt, der bedingungslosen Liebe Gottes sicher sein kann.
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