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Die Frage nach dem Leid in der Welt - die klassischeTheodizeefrage - gehört zu den zentralen, aber auch herausforderndsten Themen des Religions- und Ethikunterrichts der Oberstufe. Wie lässt sich ein allgütiger und allmächtiger Gott mit dem existentiellen Leid der Menschen vereinbaren?
Diese Unterrichtsreihe wählt dazu einen unkonventionellenZugang: Über die dänische Komödie Adams Äpfel (Adams Æbler,Regie: Anders Thomas Jensen), die mit tiefschwarzem Humor und Sarkasmus arbeitet, werden Schülerinnen und Schüler an die vielschichtige Theodizee-Problematik herangeführt. Im Zentrum des Films steht der Pfarrer Ivan, der als moderne Typologie der biblischen Hiob-Figur gelesen werden kann. Konfrontiert mit absurd anmutenden Schicksalsschlägen und dem scheinbar rein Bösen in Form des Neonazis Adam, schwankt Ivan zwischen radikaler psychischer Verdrängung und unerschütterlichem Glauben.
Ziel dieser Unterrichtsreihe ist es,
den Lernenden eine Brücke zwischen der biblischen Tradition (Buch Hiob) und der Lebenswelt moderner Filmkultur zu schlagen,
verschiedene philosophische und theologische Bewältigungsstrategien von Leid (Verdrängung, Nihilismus, Gottvertrauen, Verantwortungsübernahme) kritisch zu analysieren und
die Theodizeefrage nicht nur als theoretisches Gedankenspiel zu begreifen, sondern nach ihrer Relevanz für den eigenen Umgang mit Schicksalsschlägen und Sinnkrisen zu fragen.
Durch die vergleichende Arbeit mit dem biblischen Text und dem Film und bietet die Reihe einen motivierenden, multiperspektivischen und tiefgründigen Einstieg in eine der ältesten Menschheitsfragen.
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