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In dieser ausgearbeiteten Unterrichtsstunde analysieren die Schüler:innen den zentralen Beziehungskonflikt zwischen Tara und Alún aus Katharina Bendixens Jugendroman Taras Augen. Im Mittelpunkt steht nicht nur ein einzelner Streit, sondern die biografisch gewachsene Eskalation aus Verbot, Heimlichkeit, Verletzung, Rache und Schuld, die die Beziehung der beiden Figuren nachhaltig prägt.
Die Lernenden arbeiten mit konkreten Schlüsselszenen des Romans (Verbot durch Alúns Eltern, Nacht im Wald, Rachehandlungen, Funkstille, offene Begegnung am Ende) und untersuchen mithilfe der Methode der Konfliktlinien die inneren Motive beider Figuren. So erkennen sie, dass der Konflikt nicht oberflächlich, sondern tief in der Vorgeschichte der Beziehung verankert ist.
In einer anschließenden kreativen Vertiefungsphase (innerer Monolog, ungeschriebener Brief oder „Gericht der Gefühle“) übernehmen die Schüler:innen die Perspektive der Figuren und entwickeln Empathie für beide Seiten. Der Fokus liegt darauf, Widersprüche, Schuldgefühle, Sehnsucht und Verletzungen literarisch angemessen darzustellen.
Abgerundet wird die Stunde durch eine gemeinsame Sicherung, in der das offene Romanende gedeutet wird: Die Begegnung in der Roten Zone eröffnet eine Möglichkeit – aber keine Lösung. So wird der Konflikt als bewusst offen gestaltetes Beziehungsmoment reflektiert.
Analyse eines literarischen Beziehungskonflikts
Figurencharakterisierung (Gefühle, Motive, Werte)
Arbeit mit Konfliktlinien
Perspektivübernahme und kreatives Schreiben
Deutung eines offenen Endes
Klassenstufe 9/10
Gymnasium, Gesamtschule, Sekundarstufe I
Lektürearbeit zu Taras Augen
strukturierter Stundenverlauf
Arbeitsblatt „Konfliktlinien“
szenisch-kreative Aufgaben
Leitfragen zur Auswertung
Sicherung / Tafelbild-Vorlage
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Klassenstufen: 9-10. Klasse
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