





Die Unterrichtseinheit untersucht die Methoden, mit denen das nationalsozialistische Deutschland 1938 seine außenpolitischen Ziele durchsetzte, insbesondere den Anschluss Österreichs und die Ereignisse rund um das Münchner Abkommen. Im Mittelpunkt stehen die Kombination von politischem Druck, militärischer Drohung und Propaganda sowie deren Auswirkungen auf die Bevölkerung und die internationalen Akteure.
Die Schüler:innen arbeiten mit vier fiktiven Zeitzeugenberichten, die unterschiedliche Perspektiven darstellen:
Gruppe 1 – Wiener Bürgerin „Angst und Euphorie in den Straßen Wiens“: Beobachtungen der Bevölkerung, Wirkung von Propaganda und militärischem Druck auf die Stimmung in Wien.
Gruppe 2 – Österreichischer Politiker „Diplomatie unter Druck“: Einblick in die politischen Verhandlungen, die Isolation Österreichs und die subtile Kombination von Drohungen und Diplomatie.
Gruppe 3 – Britischer Journalist „Hitlers Image als Friedensführer“: Darstellung der internationalen Reaktionen, Appeasement-Politik und Wirkung deutscher Propaganda auf die öffentliche Meinung in Großbritannien.
Gruppe 4 – Tschechoslowakischer Soldat „Verlassen an der Grenze“: Perspektive der bedrohten tschechoslowakischen Truppen, militärischer Druck und psychologische Wirkung der Propaganda.
Die Arbeit ermöglicht den Schüler:innen, die Verknüpfung von Propaganda, politischem Kalkül und militärischer Bedrohung zu analysieren, ohne dass die Ergebnisse vorgegeben werden. Sie schärft das Verständnis für die Mechanismen der Machtpolitik in der Vorkriegszeit.
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