





Die Gruppenarbeit behandelt das Ermächtigungsgesetz von 1933 als zentralen Einschnitt in der deutschen Geschichte und zeigt anhand verschiedener Perspektiven, wie die Gewaltenteilung in der Weimarer Republik de facto aufgehoben wurde. Die Schülerinnen und Schüler analysieren vier längere, fiktive, aber historisch fundierte Zeitzeugenberichte, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen die Ereignisse rund um die Verabschiedung des Gesetzes schildern. Jeder Bericht enthält zudem drei Inhaltsfragen zur Texterschließung sowie Musterantworten zur fachlichen Orientierung.
Die vier Gruppenperspektiven:
Gruppe 1: Ein sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter beschreibt die Atmosphäre der Einschüchterung, die politischen Repressionen und die isolierte Ablehnung des Gesetzes durch die SPD.
Gruppe 2: Eine Politikerin der Zentrumspartei berichtet von inneren Konflikten, politischen Versprechen der NS-Regierung und den Motiven der Zustimmung zum Gesetz.
Gruppe 3: Ein Jurist im Reichsjustizministerium erläutert die juristischen Konsequenzen des Gesetzes, insbesondere die Aushöhlung der Verfassung und die Ausschaltung der föderalen Strukturen.
Gruppe 4: Ein Berliner Bürger schildert die Wahrnehmung der Ereignisse im Alltag, die frühe Gleichschaltung und den zunehmenden Abbau demokratischer Freiheiten.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten mithilfe dieser Perspektiven, wie das Ermächtigungsgesetz die demokratischen Kontrollmechanismen außer Kraft setzte und den Übergang zur nationalsozialistischen Diktatur ermöglichte.
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