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Das 1912 erschienene Gedicht „Morgue“ von Gottfried Benn ist Teil des gleichnamigen Zyklus, der zu den bekanntesten expressionistischen Werken zählt. Es schildert in schockierenden, drastischen Bildern Szenen aus dem Leichenschauhaus und bricht radikal mit traditionellen Vorstellungen von Lyrik. Benn verbindet medizinische Präzision mit poetischer Verdichtung und erzeugt eine verstörende Ästhetik des Hässlichen.
Mit diesem Arbeitsblatt lernen Schülerinnen und Schüler, die Bildsprache und den provozierenden Ton des Gedichts zu analysieren, die Verbindung von medizinischer Beobachtung und dichterischer Gestaltung zu verstehen und die zentrale Thematik von Verfall, Tod und Großstadterfahrung zu deuten. Sie erkennen typische Merkmale des Expressionismus: Schockwirkung, Übersteigerung, Großstadtmotive, Auflösung traditioneller Schönheitsvorstellungen.
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