Die Schüler lesen Moritz Rinkes Drama »Café Umberto« aus dem Jahr 2005 und lernen damit ein Stück aus der zeitgenössischen Dramenproduktion kennen.
Sie erschließen und erarbeiten Grundlinien der aktuellen theoretischen Diskussion über die Möglichkeiten des Dramas, speziell der Theorie des »postdramatischen« Theaters.
Sie analysieren und diskutieren Figurenkonzeption und -konstellation des Dramas, die im Wesentlichen aus drei miteinander verschränkten Paarbeziehungen bestehen, und erfassen eine eigenartig zwischen Empathie und Parodie wechselnde Darstellungsweise.
Sie deuten die Handlung als gesellschaftskritisch angelegtes soziales Experiment, in dem unter anderem Geschlechter- und Beziehungsklischees dargestellt sind.
Sie erkennen, dass das Stück konkrete Probleme einer bestimmten Gesellschaftsschicht, des sogenannten »akademischen Prekariats«, thematisiert, und diskutieren die Relevanz dieses Themas für die Gesellschaft und die eigenen Zukunftsperspektiven.
Sie beziehen Figurenkonzeption und (im Grunde fehlende) Handlungsführung auf das theoretische Konzept des »postdramatischen« Theaters zurück.
Bewertungen und Kommentare