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Leid und Gewalt werfen die Frage nach der Existenz und dem Nichteingreifen Gottes auf und stehen im Widerspruch zur Vorstellung eines gütigen und allmächtigen Gottes. Bereits Epikur wies auf die Unvereinbarkeit Gottes mit dem Leid der Welt hin: Müsse ein solcher Gott, mit all seinen wohltätigen Attributen, nicht die Fähigkeit zur Vermeidung allen Übels haben und die Welt damit frei von allem Leid sein? Offensichtlich leben wir nicht in so einer Welt. Wie also können wir damit umgehen?
Mit diesem Material kann das Heranführen in das komplexe Thema der Theodizee vorgenommen werden. Der Einstieg zur Sensibilisierung kann so angelegt werden, dass zunächst im Lehrervortrag (auditiv) auf den Bericht von Elie Wiesel zurückgegriffen wird - visuell unterstützt durch eine abstrakte Kohlezeichnung. Die Überlieferung von Elie Wiesel, einem ehemaligen Auschwitz-Überlebenden, rückt unsagbares, erlebtes Leid in den Vordergrund und gestattet den Übergang zu Epikur, der die Frage aufwirft, ob man angesichts von Leid und Ungerechtigkeit in der Welt an einen guten und allmächtigen Gott glauben kann und warum dieser Gott das Übel nicht „wegnimmt“. Dies dient einer ersten Orientierung und Selbstvergewisserung.
Von diesem Einstieg ausgehend, kann das Thema der Theodizee nun thematisch vertiefend aufgebrochen werden.
Im Paket befindet sich ein Arbeitsblatt, das in die Lerngruppe gereicht werden kann, bei Bedarf aber auch als Präsentationsmedium dient. Zudem unterstützen zwei Arbeitsaufträge, die in Einzel- oder Partnerarbeit erarbeitet werden können, das Vorgehen. Auch die Kohlezeichnung ist als separates Dokument enthalten.
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