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Im großen Lernzielbereich „Sprache als Zeichen- und Regelsystem“ werden vorwiegend in den hier unterzuordnenden Bereichen „Rechtschreibung“, „Zeichensetzung“ und „Grammatik“ Klassenarbeiten, Tests oder ähnliche Leistungsüberprüfungen durchgeführt. Für diese „Teillernzielbereiche“ (Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung) steht eine Fülle von Übungsmaterial zur Verfügung. Kein Sprachbuch verzichtet hier auf die Darstellung vielfältiger Übungsformen, Sonderhefte zu den einzelnen Bereichen stellen qualifizierte Programme vor und selbst große Supermarktketten werden genutzt, Profundes aus berufenem Mund zu veröffentlichen. Es ist schon überwältigend, was sich hier der Lehrerschaft und auch den Rat suchenden Eltern darbietet – und das meist in hervorragender fachlicher wie auch methodischer Qualität. In all diesen qualifizierten Darstellungen, Konzepten, Vorschlägen, Programmen etc. wird selten die Frage erörtert, wie viel Zeit für die Verwirklichung der (durch die Darstellungen implizierten) Forderungen denn angesetzt werden muss. Ganz von der Hand zu weisen ist die Befürchtung nicht, dass, wenn man all das hier sinnvoll Dargestellte realisieren wollte, keine Zeit mehr für die Behandlung anderer Lernzielbereiche zur Verfügung hätte. Die nachfolgend aufgeführten Beispiele zu „Rechtschreibung“, „Grammatik“ und „Zeichensetzung“ sollen nicht als Teile eines in sich abgeschlossenen Programms angesehen werden. Sie sollen nur zeigen, dass es möglich und nötig ist, in engerem Bezug zu den Unterrichtsreihen der „anderen“ Lernzielbereiche Schwerpunkte der Behandlung zu bilden. Dafür ein Beispiel: Wenn Schüler in Klasse 7 z.B. einen Vorgang beschreiben sollen, müssen sie Aktiv- und Passivformen bilden können. Um das zu beherrschen, sollten sie in Klassen zuvor die Zeitstufen behandelt haben. Dieses Wissen ist dann wieder die Basis für das Verständnis des Konjunktivs, der sinnvoll in Klasse 8 behandelt werden könnte, wenn hier etwa Zeitungsnachrichten mit ihren typischen Distanzierungsformulierungen behandelt werden. So lassen sich parallel zu fast allen Lernzielbereichen für den Bereich „Regelsystem“ kleinere Sequenzen bilden, die die Arbeit in den anderen Lernzielbereichen vorbereiten helfen, ergänzen oder vertiefen.
Klassenstufen: 5. Klasse
Methodische Hinweise Der Grammatikstoff aus Klasse 5 sollte in Klasse 6 wiederholt und gefestigt werden. Darüber hinaus könnten die „vollendeten Zeiten“ behandelt werden. In Klasse 6 werden dann bei einer solchen Schwerpunktsetzung die Grundlagen für die Behandlung von Satzgliedern, von Aktiv- und Passivformen und für Nachschlagübungen im Duden für den Bereich „Rechtschreibung“ in Klasse 7 geschaffen. Die „vollendeten Zeiten“ Wenn Schüler verstehen sollen, was „vollendete“ Zeit bedeutet, ist dies am deutlichsten am Beispiel von „Zukunft“ und „vollendeter Zukunft“ zu erklären, da hier die Zusammenhänge sich schnell in ihrer Folgerichtigkeit erschließen lassen. Ein Beispiel mit Skizze, das diese Zusammenhänge verdeutlichen soll, ist beigefügt. Die Beispiele für vollendete Gegenwart und vollendete Vergangenheit haben sich im Unterricht bewährt. Auf ein systematisches Einüben der Zeiten sollte aber neben der wichtigen Vermittlung von Einblicken in die Funktion der Formen nicht verzichtet werden. Die Tabellen verlangen ein solches systematisches Vorgehen. Der Grammatiktest Der Grammatiktest nach der Gesamtwiederholung des Unterrichtsstoffes aus Klasse 5 und nach der Behandlung der vollendeten Zeiten macht noch einmal deutlich, was an Basiswissen am Ende der Klasse 6 erreicht sein sollte. Die Schüler sollten vor diesem Test zuerst einmal einen unbenoteten „Probetest“ schreiben. Nach diesem Probetest könnte dann der eigentliche Test, der durch den Probetest in seinem Aufbau den Schülern bekannt ist, durchgeführt werden.
Klassenstufen: 6. Klasse
In dieser Unterrichtseinheit festigen die Lernenden Regeln der Grammatik und vertiefen ihre Kenntnisse zu Adverb und Präposition, im Umgang mit Satzgliedern sowie zu Aktiv und Passiv. Sinnvoll ist es sicherlich, wenn die Behandlung besonderer Bereiche in die zuvor dargestellten Unterrichtsreihen integriert werden können. Zum Beispiel ist die Behandlung von Aktiv/Passiv besonders wichtig, wenn Vorgangsbeschreibungen gefordert sind.
Klassenstufen: 7. Klasse
Wie in den vorausgegangen Klassen wird auch hier auf die Vorstellung in sich abgeschlossener Unterrichtsreihen verzichtet. Es wird nur auf bestimmte Schwerpunkte hingewiesen und hier und da für Themen, die bisher noch nicht behandelt wurden, Unterrichtsmaterial beigefügt, das sich bewährt hat. Schwerpunkte der Behandlung: ➢ Attribut und adverbiale Bestimmung ➢ Partizip ➢ Konjunktiv ➢ Konjunktionalsätze➢ Zeitverhältnisse im Temporalsatz Beigefügt sind im Anschluss an die o.g. Schwerpunktbereiche einige Übungsbeispiele. Aus diesem Übungsmaterial lassen sich schnell kleinere Grammatiktests zusammenstellen. Beispiele solcher Tests sind angegeben.Themenfelder Rechtschreibung:1. Behandlung von Fremdwörtern 2. Arbeit mit dem Fehlerbeispiel Voraussetzung für die Durchführung beider Reihen ist der schon recht sichere Umgang mit Nachschlagewerken.
Klassenstufen: 8. Klasse
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