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Das Bilderbuch „Steinsuppe“ von Anais Vaugelade thematisiert Vorurteile und zeigt, mit welcher Bürde es einhergehen kann. Der Wolf wird als Stereotyp von allen zwar allgemein als ein gefährliches Raubtier und Bösewicht gesehen, doch ist dieses Rollenklischee wirklich auf alle übertragbar? Mit dieser Idee spielt diese Geschichte, bei der die Auflösung am Ende gänzlich fehlt.
Der Wolf klopft an die Tür einer Henne und bittet um Einlass, um sich aufwärmen und eine Steinsuppe kochen zu dürfen. Die Henne zögert anfangs, denn schließlich sind sie natürliche Feinde. Der Wolf beteuert, dass er schon alt und lediglich einen Zahn habe, sodass er für sie gänzlich ungefährlich ist. Mit Skepsis gesellen sich nun auch die anderen Tiere aus dem Dorf. Jeder bringt für die Steinsuppe eine andere Gemüsesorte mit. Nach dem gemeinsamen Schmaus verabschiedet sich der Wolf höflich und geht.
Neben der Thematisierung von Vorurteilen, wurden hier stets Denkanstöße unterbreitet, die textanalytische Denkprozesse herauskitzeln. Es gilt stets zwischen den Zeilen zu lesen und manche Szenen und Äußerungen deuten zu lernen. Der Einsatz des Materials ist sowohl im Deutsch- als auch im Ethikunterricht denkbar. Die Lehrkraft ist entsprechend frei, die für ihre Lerngruppe passende Arbeitsblätter zusammen zu stellen. Lösungsblätter liegen dem Material bei.

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