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Durch das Rollenspiel erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsverhältnisse von Kindern während der Industrialisierung, wobei die Multiperspektivität im Mittelpunkt steht. Es werden verschiedene Interessengruppen und unterschiedliche Standpunkte berücksichtigt. Die Aufgabe besteht darin, Argumente sowohl für als auch gegen Kinderarbeit zu entwickeln und diese während einer öffentlichen Anhörung überzeugend vorzutragen.
Das Rollenspiel startet mit einer kurzen Einstiegsgeschichte, in der der Unfall eines Jungen im Bergwerk im 19. Jahrhundert geschildert wird. Anschließend leitet der Bürgermeister eine öffentliche Anhörung ein, um zu entscheiden, ob Kinderarbeit in der Stadt verboten werden sollte. Vertreter der Unternehmer, Eltern und Kinder, Arbeiter und Sozialreformer werden eingeladen, ihre Argumente darzulegen. Die Diskussion erfordert von den Schülerinnen und Schülern, flexibel auf die Beiträge der Vorredner einzugehen und ihre Gedanken zu äußern.
Die Gruppen, bestehend aus 3-4 Schüler/innen, erarbeiten wesentliche Argumente mithilfe der Rollenkarten, die entweder für oder gegen Kinderarbeit ausgerichtet sind. Für die Vorbereitung der Rolle des Bürgermeisters reichen 2 Schüler/Innen oder die Lehrperson übernimmt die Rolle.
Nach der Erarbeitung präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse in einer öffentlichen Anhörung. Jede Gruppe wählt einen Vertreter für die Diskussion aus. Ein freier Stuhl wird bereitgestellt, damit jeder Schüler aus jeder Gruppe an der Diskussion teilnehmen kann.
Während der Diskussion/Anhörung erhalten die anderen Schüler/Innen einen Bewertungsbogen. Im Anschluss an die Anhörung wird mithilfe des Beobachtungsbogens das Rollenspiel reflektiert.
Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern deutlich zu machen, warum Kinderarbeit heute verboten werden sollte.
Der Lehrer nimmt eine beobachtende Rolle ein und kann bei Fragen oder "unbekannten Wörtern" helfen.
Dieses Materialpaket bietet eine abwechslungsreiche Sammlung von Rollenspielen für den Geschichtsunterricht. Die Szenarien sind historisch fundiert, methodisch klar aufgebaut und regen Schülerinnen und Schüler dazu an, sich aktiv mit historischen Persönlichkeiten, Ereignissen und Konflikten auseinanderzusetzen. Die Rollenkarten enthalten Hintergrundinformationen, klare Arbeitsaufträge und Differenzierungsmöglichkeiten, sodass die Materialien direkt im Unterricht einsetzbar sind. Sie fördern nicht nur das historische Wissen, sondern auch Perspektivübernahme, Argumentationsfähigkeit und Kreativität. Dieses Paket wird fortlaufend ergänzt: Weitere Rollenspiele und Szenarien zu unterschiedlichen Epochen kommen nach und nach hinzu.
Klassenstufen: 7-9. Klasse
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