Monday, Monday, ... und dazu die richtige Melodie im Kopf. Beschwingten Schritts geht's ins Lehrerzimmer, um nochmal kurz den KollegInnen ein fröhliches "Guten Morgen" zuzuwerfen, bevor es in die erste Stunde geht.
Moment mal - kurzer Schnitt. Wo ist der Fehler? Zumindest in meinem Kollegium wäre das eher die Freitags- als die Montagssituation. Dabei tun wir dem Montag Unrecht, denn was kann er denn dafür, dass es quasi zum guten Ton gehört, am Montag morgen ein bisschen muffelig durch die Welt zu stapfen?
Im Gegenteil, der Montag hat ungemein unterschätztes Potenzial! Denn an keinem anderen Tag der Woche bietet es sich so leicht an, die Schüler im Fremdsprachenunterricht zum Reden zu bringen...
... über ihre Aktivitäten am Wochenende (WIederholung der Zeiten der Vergangenheit)
... über ihre Gefühle (wie war das Wochenende? wie geht's dir jetzt? was muss passieren, damit es dir ... geht?)
... über ihre Pläne für die Woche und das Wochenende zu reden (Anwendung des Futur)
... über eine lustige / peinliche / motivierende Begebenheit am Wochenende zu berichten und dabei en passant die Adjektive und Adverbien zu wiederholen.
In diesem Sinne: Gewähren wir dem Montag den Minderheitenschutz, der ihm zusteht! Vielleicht bringt das ja auch ein wenig Schwung ins Lehrerzimmer, und wenn es nur ist, dass wir uns freuen, wieder mit jemandem über den Tatort fachsimpeln zu können.
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