Die Sache mit den Doppelkonsonanten


Die Regeln für die Konsonantendopplung sind im Grunde kurz und knackig:

- Nach einem langgesprochenen Vokal wird nie gedoppelt. ?
- Höre ich nach einem kurzgesprochenen Vokal nur einen Konsonanten, wird dieser gedoppelt. ?
- Höre ich nach einem kurzgesprochenen Vokal zwei verschiedene Konsonanten, bleiben beide einfach. ?
- Und eine Rechtschreibfalle kann sowieso nur hinter dem betonten Vokal des Wortes lauern. ?


Dennoch ist dieser Bereich der Rechtschreibung für viele meiner Trainingskinder ein Graus.  Sie setzen Doppelkonsonanten oft (scheinbar) wahllos und auch Dehnungs-Hs tauchen an Stellen auf, wo sie rein logisch betrachtet gar nicht stehen KÖNNEN.

Das Positive daran: Sie wissen meist, dass irgendwo im Wort gedoppelt werden muss oder irgendwo ein H hingehört - sie können "lediglich" nicht sagen wo. An dieser Stelle arbeite ich mit dem erhobenen Zeigefinger, d.h. 

1. Wie viele Silben hat das Wort?

2. Bei welcher der Silben ist es für Auge und Ohr stimmig, wenn der erhobene Zeigefinger mitschwingt?

    Beispiel: Gi-raf-fe 

    Während ich das Wort spreche, halte ich meinen Zeigefinger in der Luft. Wenn ich das Wort betont ausspreche, schwingt mein Zeigefinger automatisch  bei der zweiten Silbe mit - in den beiden anderen Silben fühlt es sich für das Zusammenspiel von Auge und Ohr weniger stimmig an.

3. Nur hinter dem Vokal in dieser Silbe kann überhaupt gedehnt oder gedoppelt werden. 

4. Wird der Vokal langgesprochen bzw. kann ich ihn vor mir herschieben? -> Dann passiert meistens gar nichts. (Das Dehnungs-H bearbeite ich unter dem Aspekt Ausnahmen/Merkwörter.)

     Wird der Vokal kurzgesprochen bzw. komme ich beim Schieben nur ein ganz kleines Stückchen voran? -> Dann wird gedoppelt (2x der gleiche Konsonant oder 1+1 unterschiedliche Konsonanten).

    Kinder, die mit dem "Schieben" mit der Hand nichts anfangen können, lasse ich die Wörter laufen. Passt die Silbe in einen schnellen Schritt, ist der Vokal  kurz. Schwebt die Silbe noch in der Luft, aber der Fuß ist schon zurück auf dem Boden, ist die Silbe lang. Für diese Methode brauchte ich allerdings selbst  etwas Übung, da man dazu neigt, die eigene Sprechmelodie an die Schnelle des Gehens anzupassen. Den Unterschied zwischen langen und kurzen  Vokalen hört man allerdings nur dann deutlich, wenn die Sprechgeschwindigkeit immer gleich ist.

Wichtig ist, dass die Kinder verinnerlichen, dass auf einen kurzgesprochenen Vokal ZWEI Konsonanten folgen.


Mein Material "Die Sache mit den Doppelkonsonanten" (ID 24724) bearbeitet sehr kleinschrittig und basal den Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen und welche Bedeutung sie für die Schreibweise von Wörtern haben.


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Autor Diana Rohrbeck - Wachsenlernen bietet 1599 Materialien für Deutsch, DaZ/DaF und 15 weitere Fächer an - zum Beispiel:

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