Auf die Bühne

Mein Jugendbuch Asmarom und die Superhelden erschien 2018 und stand unter den Eindrücken der Flüchtlingskrise. Als 2015 viele Menschen nach Deutschland kamen, begleiteten meine Familie und ich junge Männer aus Eritrea. Sie waren vor dem (lebenslangen) Militärdienst geflohen. Unsere Hilfe war: WLAN-Zugang und Badezimmer anbieten, gemeinsam Essen und Deutsch lernen. Mir war klar, dass uns die Menschen und das Thema noch lange beschäftigen wird.

Jetzt, zehn Jahre später, gehen Kinder syrischen oder eritreischen Eltern in deutsche Schulen. Kinder, die noch nie in der Heimat ihrer Eltern waren, sich aber sorgen, abgeschoben zu werden (Leitfaden der GEW zum Umgang mit Abschiebung in Schulen). Regelmäßig bin ich in Münchner Schulen mit meinen Schreibworkshops, arbeite mit den jungen Menschen und bin oft von ihrer Tiefe überrascht. Krieg, Rassismus und Diskriminierung sind Teil ihrer Welt. Schwere Themen! Zu schwer, um sie alleine zu tragen, und deswegen bin ich froh, wenn wir Ausdrucksformen finden – ein Text, ein Bild, ein Dialog.

Im letzten Jahr führte eine Schule in Sachsen Asmarom und die Superhelden als Theaterstück auf. Es war ein klassen- und fächerübergreifendes Projekt. Die Fachschaften Deutsch, Religion, Ethik und Musik waren am Start und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie haben eine Theaterfassung geschrieben, Rollen gekürzt, Kulissen gebaut, Figuren verändert und eigene Songs geschrieben. An ihrer Schule gibt es kaum Kinder mit Migrationshintergrund. So mussten sie sich damit beschäftigen, wie sich Flucht und Ausgrenzung anfühlen könnten und wie man sich dazu  positioniert. Im AFD-starken Sachsen ist das durchaus mutig, wenn man sich offen für Geflüchtete einsetzt.

Ich war bei der Premiere dabei und platze vor Freude und Stolz. DAS war Bildungsarbeit an Herz und Hirn. Tiefer kann nicht in einen Text steigen, als ihn zu spielen oder zu vertonen.

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Und was bleibt übrig von Buch und Theaterstück? Das weiß ich nicht. Mitgefühl lässt sich nicht in Noten messen, aber ich weiß, dass nichts von unserer Arbeit, ob Unterricht oder Kunst, vergeblich ist. 

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Das Material zum Buch Asmarom und die Superhelden (inkl. Handreichungen für Lehrer_innen, Material pro Kapitel, Anregungen für interaktive Übungen) ist im Shop erhältlich.
Für alle, die das Buch als Lektüre nutzen möchten, eine Lesung als Kick-off, hat sich bewährt.

  • Schulrabatt für Klassensätze
  • Geeignet für Klassen 7 und 8 in Realschule und Gymnasium, in Mittelschulen für Klasse 9
  • Anfragen zu Lesungen, Theaterstück oder Klassensätze am besten direkt bei mir: post@susanne-ospelkaus.de

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Und darum geht es im Buch: Schicksalsgenossen mit Handicaps treffen sich auf der Krankenstation: da wo niemand sein will! Sie alle sind scheinbar auf sich allein gestellt und isoliert. Aber um ein Leben zu retten, überwinden sie ihre Grenzen. Fünf Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten, werden zu unzertrennlichen Freunden.
Ben, ein Mathe-Freak und Comic-Fan, träumt von Superkräften und Heldentaten. Doch seine Fettleibigkeit und sein asoziales Umfeld halten ihn in der tristen Realität. Als er im Krankenhaus behandelt wird, lernt er eine neue Welt kennen. Eine Welt, in der niemand der Norm entspricht, aber in der auch nichts echt ist, weder Leben, Licht noch Luft. Ben teilt das Patientenzimmer mit dem durch Brandwunden entstellten Tobias und dem Flüchtlingsjungen Asmarom aus Eritrea.

Für Aufregung sorgt eine neuartige Gentherapie, die an der schwerkranken Elena angewendet wird und sie zum Forschungsobjekt macht. Die Jugendlichen werden vermessen und auf Norm getrimmt. Als bei Asmarom mysteriöse Symptome auftauchen, wollen die Drei helfen. Aus einem Versteck heraus beobachtet Asmaroms Schwester Noemi die Station. Und hat eine verwegene Idee. Überraschende Unterstützung bekommen die fünf Jugendlichen von einer polnischen Putzfrau und einem afrikanischen Arzt.

 

Tags: theaterstuck, deutsch, meinungsbildung, kreativ, sekundarstufe 1, musik

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Autor Susanne Ospelkaus bietet 17 Materialien für Religion, Ethik & Werte und Normen und 2 weitere Fächer an - zum Beispiel:

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