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Seneca lobt Lucilius dafür, dass er nicht von einem Platz zum anderen strebe und Abwechslung suche. Er mahnt, dass die parallele Lektüre vieler Autoren ebenso wenig förderlich sei wie häufiges Reisen: Reisende haben oft viele Bekannte, aber keine echten Freunde. Lucilius möge immer die bewährten Autoren lesen und auch wenn er vieles durchgehe, sich eine Aussage auswählen, auf die er sich an diesem Tag konzentrieren solle.
Diesen Gedanken nimmt Seneca zum Anlass, ein Epikurzitat zu analysieren, nachdem glückliche Armut eine anständige Sache sei. Seneca argumentiert, dass Armut keine Armut sei, wenn man in ihr glücklich sei, da allein die Geisteshaltung arm macht.
Dem Text sind drei Aufgaben beigegeben, die auf die Analyse der zwei zentralen Aussagen des Briefes zielen. Die dritte Aufgabe fordert zum Vergleich mit Martial II, 7 auf (der Text ist mit abgedruckt): Martial kritisiert Atticus, der zwar vieles recht gut (belle) könne, aber nichts wirklich gut (bene).
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