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Philipp Scheidemanns Rede zur Ablehnung des Versailler Vertrags eignet sich hervorragend zur Redenanalyse auf hohem Niveau. Weiterhin bringt die Rede zum ausruck, wie weit verbreitet die Ablehnung des Versailler Vertrags war und wie weit nationale Gesinnungen das Mind Set der Deutschen durchdrungen hatten, wie Scheidemann in dieser Rede eindrücklich unter Beweis stellt. Dabei war die Annahme des Vertrags unausweichlich, wie auch eine Mehrheit des Reichstages, der dafür stimmte, erkannte (siehe Argumente z.B. von Erzberger).
Somit eignet sich die Rede auch hervorragend zur Unterscheidung der Operatoren (NRW) beurteilen und bewerten; die von Scheidemann unterstellte Absicht, Deutschland durch den Vertrag zu vernichten, hält einer historischen Beurteilung nicht stand, auch wenn eingedenk der psychischen Situation der Deutschen nach dem Krieg die Sichtweise verstehbar erscheint. In der Realität waren die Auflagen zwar hart, aber nicht unerwartet; so wäre Deutschland seinerseits ähnlich mit den Unterlegenen verfahren (siehe "Septemberprogramm" oder auch die Auflagen nach dem Krieg 1871) und weiterhin verhinderte der Vertrag offensichtlich nicht den Wiederaufbau Deutschlands.
Die Klausuraufgaben orientieren sich an den Operatoren des Landes NRW. Die Kopfzeile muss gemäß der Klausurumstände umgestaltet werden.
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