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Wunder Jesu Werkstatt
Gibt es Wunder? Hat Jesus Wunder getan? Von keiner anderen Gestalt seiner Zeit sind so viele Wunder überliefert wie von Jesus. Auch für das antike Weltbild waren Wundertaten ungewöhnlich. Deshalb erzählen die Wundergeschichten des Neuen Testaments immer wieder von Erschrecken und Erstaunen. Sie werden schon zur Zeit Jesu als überraschende Wendungen verstanden, die die allgemeinen Erwartungen durchbrachen.
Uns aufgeklärte Menschen befremden und verblüffen die Wunder Jesu immer wieder. Die moderne Wirklichkeit rechnet deutlich eher mit chaotischen Ereignissen und unberechenbaren Wendungen. Dementsprechend häufig wird das echte Wunder als ein Durchbrechen der Naturgesetze angezweifelt und hinterfragt. Versteht man Wunder auch als ein Durchbrechen von existenziellen Gesetzmäßigkeiten, dann ist ein Wunder z. B. nicht nur das Wiederherstellen von Augenlicht, sondern auch das neue Sehen, das neue Verstehen von alten Dingen und Gesetzmäßigkeiten, das neues Handeln und Denken hervorbringt.
Es ist anzunehmen, dass Jesus vor allem Exorzismen, Therapien und Normenwunder vollbracht hat. Es gab zu allen Zeiten Menschen, die eine besondere Heilungsgabe besaßen. Auch Jesus war davon abhängig, dass man ihm vertraut und ihm Wunder zutraut.
Jesu Wundertaten sind mit der Botschaft vom Reich Gottes untrennbar verbunden. In den Wundern zeigt Jesus, was in der Zukunft erhofft wird: das Ende von Krankheit, Hunger und Ausgrenzung. Deshalb sind die Wundertaten auch Geschichten gegen die Resignation und für die Hoffnung auf eine neue andere Welt.
Das Material ist für Schüler der Jahrgangsstufen 4-6 konzipiert.
In den Stationen 1 und 2 beschäftigen sich die Kinder damit, den Begriff Wunder ins alltägliche Leben einzuordnen. Was sich oft wie eine Floskel anhört, kann neu überdacht und mit Inhalt gefüllt werden.
In den Stationen 3 und 4 nähern sich die Kinder dem Thema Wunder quasi wissenschaftlich, denn sie lernen, woher das Wort kommt, was es bedeutet und wie die Wunder Jesu eingeteilt werden.
Die Wunder Jesu, die am emotionalsten sind, sind jene, die mit Heilung zu tun haben. Deshalb erfahren die Kinder in den Stationen 5-7 was die Menschen zur damaligen Zeit über Gesundheit und Krankheit wussten und wie sie darauf reagierten.
An Station 8 kommt Jesu selber zu Wort und die Kinder erfahren, was Jesus mit seinen Wundern bewirken will und was nicht.
Erläuterungen zu den einzelnen Stationen und zusätzlich benötigte Materialien
Für Station 1 sollten die Kärtchen auf dem 2. Arbeitsblatt auseinander geschnitten und eventuell zur besseren Haltbarkeit laminiert werden.
Bei Station 4 sollen die Kinder die durcheinander gewirbelten Buchstaben zu verschiedenen Wundertaten Jesu zusammensetzen. Da die Lösungen zur Selbstkontrolle bereits auf dem Arbeitsblatt vorhanden sind, muss das Material vor Benutzung durch die Lehrperson vorbereitet werden: Dazu werden die vier Karten auseinandergeschnitten und die Lösungen nach hinten umgeklappt. Laminiert man die Karten, so können die Schüler mit wasserlöslichen Stiften auf den Karten schreiben und diese können wiederverwendet werden.
An Station 6 benötigen die Kinder farbige Stifte oder einen Malkasten.
Für das Entziffern der Spiegelschrift in Station 8 empfiehlt es sich, kleine Spiegel bereitzustellen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Einsatz der Werkstatt!

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