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Das Lesetheater ist eine neue und gleichzeitig altbekannte Form des Lesens. Ein Text wird in Dialogform in unterschiedliche Rollen gesplittet und auf verschiedene Personen aufgeteilt. Er kann nun wie ein Theaterstück mit unterschiedlichen Stimmen, unterschiedlicher Intonation, Mimik und Gestik gelesen und damit auch interpretiert werden.
Diese Form ist nicht neu, wird sie bereits in Theaterstücken, aber auch in Hörspielen eingesetzt. Und doch hat die Form des Lesetheaters einen ganz eigenen ungemein praktischen und für den Unterricht besonders wertvollen Charakter. Das Lesen und Einstudieren ist nämlich schnell und ohne große Vorübung und Vorbereitung möglich. Lediglich die Rollen müssen verteilt werden, dann kann man mit Lesetheater beginnen.
Gleichzeitig ist eine Vertiefung möglich, wenn man die Dialoge zu einem Theaterstück oder zu einer Hörspielfassung erweitern möchte. Requisiten wie Kostüme und Kulissen können hinzugefügt werden, Instrumente können die Dialoge klangvoll untermalen, technische Medien ermöglichen es, die einzelnen Szenen des Lesetheaterstückes als Film oder Hörspiel aufzunehmen und festzuhalten.
Im Vordergrund steht aber zunächst das Lesetheater in seiner Schlichtheit der einzelnen Dialoge, in denen oft eine Rolle mit der Rolle des Sprechers besetzt ist, der das Geschehen erklärt und den Zuhörer durch die Szenen führt. Die einzelnen Dialoge spiegeln die Charaktere der Personen wieder. Sie sind emotionaler, mal frech, mal witzig, mal ängstlich, je nachdem wie sich die einzelne Person präsentiert.
Durch das Lesetheater ergibt sich für das Lesen eine neue Dimension. Zum einen werden die Schüler, die eine Rolle erhalten, zum genauen interpretativen Lesen aufgefordert. Sie müssen genau hinschauen, müssen eine Stimme für ihre Person finden und die Situation, in der sich die Person befindet, durch ihre Stimme wiedergeben.
Ist eine andere Person an der Reihe, sind sie aufgefordert, auch diese Stimme zwar passiv, aber doch konzentriert mitzulesen, um ihren eigenen Einsatz nicht zu verpassen.
Auf diese Art und Weise sind viele verschiedene Personen in den Leseprozess eingebunden, wodurch ein gemeinschaftliches Literaturerlebnis stattfindet. Gleichzeitig aber ist niemand mit einer langen Rolle überfordert. Kurze Sätze und Dialoge machen das Lesen überschaubar. So haben auch Schüler mit mangelnder Lesekompetenz die Möglichkeit, sich handelnd einzubringen, ohne dass die Mitschüler die sonst vielleicht eher schwächere Leseleistung bemerken.
Für den zuhörenden Schüler, der vielleicht gerade keine Rolle erhalten hat, präsentiert sich nun ein echtes Leseerlebnis, dem er sicherlich interessierter folgen wird, als wenn ein einzelner einen Text liest.
Das Vorlesen steht in einem echten Lesezusammenhang. Die Leselust und die Freude an der Literatur werden so auf neue Art und Weise geweckt. Insgesamt ergibt sich für alle die Möglichkeit, wichtige Lesestrategien zu entwickeln und dadurch die Lesekompetenz zu steigern, gleichzeitig aber auch die Freude an der Literatur auszuweiten und zu fördern.
Um die Geschichte noch zu vertiefen, bietet sich die Erarbeitung des Arbeitsblattes an.
Das Lesetheater (Dialogtheater) ist ein Text in Dialogform, in dem unterschiedliche Rollen gesplittet und auf verschiedene Personen aufgeteilt werden. Es kann nun wie ein Theaterstück mit unterschiedlichen Stimmen, unterschiedlicher Intonation, Mimik und Gestik gelesen und damit auch interpretiert werden. In diesem Text werden verschiedene Märchen der Gebrüder Grimm in verschiedene Rollen aufgeteilt, die das Märchen in Dialogform wiedergeben. Durch das Lesetheater ergibt sich für das Lesen eine neue Dimension. Zum einen werden die Schüler, die eine Rolle erhalten, zum genauen interpretativen Lesen aufgefordert. Sie müssen genau hinschauen, müssen eine Stimme für ihre Person finden und die Situation, in der sich die Person befindet, durch ihre Stimme wiedergeben. Ist eine andere Person an der Reihe, sind sie aufgefordert, auch diese Stimme zwar passiv, aber doch konzentriert mitzulesen, um ihren eigenen Einsatz nicht zu verpassen. Auf diese Art und Weise sind viele verschiedene Personen in den Leseprozess eingebunden, wodurch ein gemeinschaftliches Literaturerlebnis stattfindet. Gleichzeitig aber ist niemand mit einer langen Rolle zu sehr beansprucht. Kurze Sätze und Dialoge machen das Lesen überschaubar und niemand wird beim Lesen überfordert. Der Text kann zu einem Theaterstück oder einem Hörspiel erweitert werden.
Klassenstufen: 2-4. Klasse
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