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Urteilsbildung im Geschichtsunterricht ist die „Königsdisziplin“ historischer Sinnbildung. Ein profundes Werturteil im historischen Kontext anzubahnen ist ein herausfordernder, umfassender Prozess.
Das Arbeitsmaterial soll den Einstieg in den Urteilsprozess und damit in den Anforderungsbereich III erleichtern, indem es Kriterien für ein gelungenes Sach- und Werturteil herausstellt und eine klare Unterscheidung beider Urteilsformen vornimmt.
Anschaulich wird aufgezeigt, wie im Urteilsprozess vorgegangen werden kann: Kategorien, Betrachtungsebenen und Perspektiven werden angeführt und anhand eines Beispiels verdeutlicht.
Auch werden erste Formulierungshilfen an die Hand gegeben, die eine mögliche sprachliche Struktur der jeweiligen Urteilsform vereinfacht abbildet. Bewährt hat sich auch, gemeinsam mit den SchülerInnen weitere Formulierungshilfen zu ergänzen.
Ist den SchülerInnen die Unterscheidung klar und wurde im ersten Schritt ein Sachurteil in Angriff genommen, kann folgend geklärt werden, was Werte (und Normen) sind, bzw. welche Werte den SchülerInnen wichtig sind. Damit kann, aufbauend auf dem Sachurteil, ein erstes Werturteil vorgenommen werden.
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