Das sphärisch-geometrische Rechnen schult das räumliche Vorstellungsvermögen und es birgt sogar eine überraschende Deutung des Bauplans von Stonehenge als Sinnbild für die Himmelskugel unter gewissen astronomisch-geodätischen Voraussetzungen. Die Gestirnspositionen an der Himmelssphäre, die Auf- und Untergangsorte, Kulminationshöhen und die Koordinaten der Sterne im Äquator- und Horizontsystem lassen sich ohne die Verwendung der trigonometrischen Funktionen Sinus und Kosinus auch auf graphischem Weg ermitteln. Man betrachtet verschiedene Schnitte durch die Himmelskugel, bringt diese durch Umklappungen in geeigneter Weise zu Deckung und entnimmt diesen trickreichen Darstellungen die gesuchten Winkel. Das Verfahren stellt die räumlichen Verhältnisse ohne Informationsverlust in der Ebene dar und setzt nur Zirkel, Lineal und Winkelmaß voraus.
Das zeichnerische sphärische Rechnen im Mathematik- und Astronomieunterricht ...und eine überraschende neue Deutung des Stonehenge-Bauplans
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