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Zu den wohl unangenehmsten Aufgaben im Lehreralltag zählen die am Ende eines jeden Quartals fälligen Notengespräche.
Häufig konfrontieren allzu forsche SchülerInnen nach dem Motto "Man kann's ja malversuchen!" den Lehrer mit überzogenen Notenerwartungen, die zumeist auf einer fehlenden Reflexion der eigenen Leistungen im vergangenen Quartal basieren.
Um diese problematische Situation zu entlasten, nutze ich seit einigen Jahren daher diesen Reflexionsbogen zur Vorbereitung der Notengespräche. Folgendes Vorgehen hat sich bewährt:
Teilen Sie den Bogen mit den Notendefinitionen und Kriterien bereits in der Vorstunde der Notengespräche aus und lassen sie die SchülerInnen zuhause in Ruhe ihre Leistungen des vergangenen Quartals reflektieren.
Auf der Basis der ausgefüllten Reflexionsbögen, auf denen die SchülerInnen einen eigenen Vorschlag für die mündliche Note begründet formulieren, können Sie dann in zielführenden Gesprächen Selbst- und Fremdwahrnehmung miteinander vergleichen und auf der Basis klarer Kriterien ihre Einschätzung begründen.
Häufig ergeben sich aus dem Gespräch klarere Vorstellungen darüber, woran die SchülerInnen im nächsten Quartal arbeiten sollten, um eine Verbesserung zu erzielen. Diese können ebenfalls zusammen mit konkreten Umsetzungsideen auf dem Reflexionsbogen festgehalten und vor den nächsten Quartalsnotengesprächen wiederum ausgewertet werden.
Ich habe in der Vergangenheit ausschließlich positive Erfahrungen mit diesem Verfahren gemacht, da die SchülerInnen sich tatsächlich kritischer mitihren Leistungen auseinandersetzen und es seltener zu Abweichungen und daraus resultierenden Konflikten zwischen den Einschätzungen kommt. Zudem konnte ich bei einigen SchülerInnen eine größere Motivation zur Verbesserung der SoMi-Note im nächsten Quartal erkennen.
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