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In diesem Material werden drei Quellen angeboten, welche die deutsche Perspektive bei der Gründung von Kolonien zwischen 1884 und 1900 zeigen.
Einerseits wird der Alldeutsche Verband zitiert, der von dem verbrecherischen Kolonialherren Carl Peters gegründet worden war, um die von ihm als zu langsam vorangehende Kolonialisierung zu forcieren. In ihm lobbyierten Unternehmer und Kolonialisten für die Einrichtung weiterer Kolonien.
In seiner berühmten Äußerung (des späteren) Reichskanzlers v. Bülow forderte er den sogenannten "Platz an der Sonne", den seiner Meinung nach vergleichbare Nationen wie Frankreich und Englang schon längst ihr eigen nannten, weswegen das Reich aus dieser Perspektive einen gewissen Anspruch darauf gehabt hat. Dabei sagt er auch, dass man niemanden zurücksetzen wolle.
In der letzten Quelle propagiert der Deutsche Flottenverein den Bau einer Flotte und die Eroberung von Kolonien aufgrund der wachsenden Bevölkerung. Es handelte sich bei dem Flottenverein um eine Massenbewegung.
Alle drei Quellen eignen sich für eine quellenkritische Einordnung. Dafür können entweder eigene Analyseapparate mit ausgewählten Schritten verwendet werden oder z.B. Analyseschritten der Methodenseiten des Schulbuchs.
Vorwissen oder ergänzendes Wissen sind dabei natürlich hilfreich (z.B. bezüglich der Flottenpolitik u.v.m.).
Die abschließenden drei Fragestellungen sollen problemorientiert bei der Erarbeitung der Fragestellung helfen, ob der "Platz an der Sonne" eine vermessene Forderung gewesen ist, oder ob man der Forderung eine gewisse Berechtigung nicht absprechen konnte; hier bietet sich ggfs. eine Abschlussdiskussion mit Tafelbild (Pro - Contra Kriterien) an.
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