Autismus, Grundschule, Förderschule: Arbeitsblätter in 3 Stufen, Pläne, Bildkarten · Psychologe (M.Sc.)
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Ein neues Kind in der Klasse: Erklärgeschichte in 3 Stufen, Wahlkarten, Planstreifen und Elternbrief für Grundschule und Förderschule (Autismus). Mit Anleitung für Lehrkräfte, Schulbegleitung und Eltern.
Ein neues Gesicht, eine neue Stimme, ein anderer Platz im Raum, viele Fragen: Für manche Kinder ist es viel auf einmal, wenn ein neues Kind in die Klasse kommt. Die Erklärgeschichte erzählt aus der Sicht eines Kindes in der Klasse, was dann passiert, in sechs Bildern (Ansage, Ankunft, Name, Platz, Unterricht, Hofpause), damit das Kind vorher weiß, was kommt. Das Kind darf mit Karten zeigen, was es braucht: im Plan sehen, wann das neue Kind kommt (nur wenn der Plan vorher zu sehen ist), winken oder den eigenen Namen sagen, erst nur zuschauen, eine Pause machen (mit einer erwachsenen Person kurz an einen ruhigen Ort) oder Bescheid sagen, wenn etwas zu viel wird. Die Geschichte schreibt nichts vor, und keine Karte ist die richtige. Das Heft erzählt nichts über das neue Kind (nicht über Herkunft, Sprache oder Aussehen) und macht kein Kind zum Paten oder Helfer: Fragen ist eine Möglichkeit, keine Aufgabe, und das neue Kind darf nein sagen.
Die Geschichte in drei Stufen: Stufe I mit sechs Bildern und je einem Wort (S. 5), Stufe II mit kurzen Sätzen (S. 6), Stufe III als Text in zwei Spalten, links neutral, rechts in der Ich-Form (S. 7); das Kind darf die Stufe wechseln. In Stufe II und III trägt eine Zeile „Bei uns“ Zeitpunkt, Platz, Pause und die Ansprechperson ein.
Was ich tun kann (S. 8): vier Wahlkarten (im Plan sehen, wann das neue Kind kommt; winken oder den eigenen Namen sagen; erst nur zuschauen; Pause), die Karte „Ich sage Bescheid“ mit Namenslinie und eine Leerkarte für einen eigenen Wunsch; dazu ein Planstreifen (Zeile A: Vorher, Karte „Neues Kind“, Danach mit Jetzt-Pfeil; Zeile B: die sechs Schritte)
Lehrkraftseiten (S. 3 und 4): „In fünf Strichen“, wörtlicher Anfang zum Vorlesen, Lernziele zum Beobachten, wann und wie Sie vorlesen, was Sie vorher klären (Ansage, das neue Kind, Ablauf, Name, Platz, was neu für das Kind ist, Plan, Hallo sagen, Pause, Bescheid sagen, Schule), Selbstbestimmung
Vorlage zum Anpassen (S. 9), Elternbrief zum Ausfüllen und Kopieren (S. 10), Warum so?, Was dieses Material nicht verspricht, Quellen, Herkunft und Werkzeuge (S. 11), Letzte Seite mit Hinweisen auf weitere Materialien (S. 12); S. 2 zeigt nur, wie die Geschichte aussieht
Vorlesen etwa 5 Minuten; Vorbereitung 20 bis 30 Minuten (drucken, ausschneiden, eintragen; geschätzt), dazu die Absprache im Team. Eine vertraute Person liest in den Tagen, bevor das neue Kind kommt, und kurz davor vor, insgesamt zwei- bis dreimal, öfter nur auf Wunsch des Kindes (Praxiswissen, nicht belegt). Das Kind muss nichts sagen: Zeigen genügt. Den Elternbrief füllen Sie zuerst aus und schneiden ihn dann am Rahmen aus; er sagt den Eltern, dass ein neues Kind kommt, und nennt keine Daten über dieses Kind.
Lernziele: Das Kind kennt die sechs Schritte, wenn ein neues Kind in die Klasse kommt, und weiß, dass es mit den Karten zeigen kann, was es braucht. Zum Beobachten, nicht als Test.
Ohne Lautsprache zeigt das Kind auf Bild oder Karte oder legt sie hin. Das Heft zeigt keine Gesichter, keinen Körperkontakt und keine echten Namen. Ein neues Gesicht, eine neue Stimme, ein anderer Platz und Fragen der anderen können viel sein; Sie kennen das Kind besser als dieses Heft. Sagen Sie vorher an, dass ein neues Kind kommt und wann, wenn Sie es wissen, und zeigen Sie es im Plan. Bieten Sie nur Karten an, die an dem Tag gelten, und nur Zusagen, die Sie halten können: Ist der Plan vorher nicht zu sehen oder kann niemand das Kind kurz hinausbegleiten, überkleben Sie die Karte auf dem Blatt. Ob das neue Kind seinen Namen selbst sagt oder Sie ihn sagen, klären Sie vorab mit dem neuen Kind und den Eltern; niemand muss etwas sagen. Erklären Sie das neue Kind nicht vor der Klasse. Aufnahme neuer Kinder und Auskünfte über sie hängen vom Bundesland und von der Schule ab; das Heft gibt keine Rechtsauskunft. Gesundheitliches klärt die Schule vorab mit den Eltern; der Elternbrief fragt keine Gesundheitsdaten ab.
Die Forschung zu Erklärgeschichten ist gemischt: Eine Meta-Analyse fand insgesamt geringe bis fragliche Wirksamkeit (Kokina & Kern, 2010); eine große Schulstudie fand keine nachweisbare Veränderung bei Angst und sozialer Reaktionsfähigkeit und nur schwache Hinweise auf häufiger erreichte Ziele (Einschätzung der Lehrkräfte, nicht verblindet; Wright u. a., 2024). Deshalb hat diese Geschichte ein konkretes Ziel, kein Wirkversprechen. Das Wählen orientiert sich an der Selbstbestimmungstheorie (Ryan & Deci, 2000; Patall u. a., 2008). Zur Selbstbestimmungstheorie bei autistischen Kindern kennen wir nur wenige Studien; für dieses Material gibt es keine Untersuchung.
Grenzen: Das Material verspricht nicht, dass das Kind weniger Angst hat, ruhig bleibt oder sich „richtig“ verhält. Es ist kein Test des Kindes; es erzählt nichts über das neue Kind, ist keine Anleitung, es zu betreuen, und keine Zusage, dass sich ein Kind mit ihm anfreundet; die Karten gelten nur, wenn die Erwachsenen sie einhalten. Es ersetzt kein Gespräch mit dem Kind und keine Absprache mit Schule, Eltern und Schulbegleitung und gibt keine Rechtsauskunft.
Herausgabe: ein Psychologe (M.Sc.) mit Schwerpunkt Autismus. Idee, Gestaltung und Bau mit KI (Claude, Anthropic). Für die eigene Gruppe oder Klasse; Ausdrucke für die Kinder Ihrer Gruppe und Kopien des Elternbriefs für deren Eltern sind erlaubt. Weitergabe darüber hinaus nur über den Link zum Material.
Aus der Reihe „Dann handeln.“ von Fünf Striche: Werkzeuge für den Schulalltag in 3 Stufen (Autismus, Förderschule).
Passt dazu: Planänderung im Tagesplan | Änderungsfeld & Karten, 3 Stufen, Autismus („Dann handeln.“ Nr. 05, 3,99 €): Änderungen im Plan zeigen · Ich darf wählen | Wahlkarten & Wahl-Rahmen, 3 Stufen, Autismus („Dann handeln.“ Nr. 06, 2,99 €): mehr Karten zum Wählen · Pausenkarte „Ich brauche eine Pause“ („Erst verstehen.“ Nr. 02, kostenlos).
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