Autismus, Grundschule, Förderschule: Arbeitsblätter in 3 Stufen, Pläne, Bildkarten · Psychologe (M.Sc.)
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Fasching und Karneval: acht Kostüm-Wahlkarten (auch „gar nicht verkleiden“), Masken-Vorwarnung und Reizplan in 3 Stufen. Klasse 1–2, Förderschule.
Verkleiden ist ein Angebot, kein Muss. Hier wählt jedes Kind vorher, wie viel Fasching es mitmacht, und sieht auf einem Plan, was an dem Tag kommt: wann es laut ist, wann leise, wo die Ruheinsel ist und was mit dem Konfetti gilt. Alle acht Karten sind gleich groß und gleich bunt, „gar nicht verkleiden“ und „Ich entscheide am Tag“ sind echte Wahlen. Keine Musik zum Vorspielen, keine Anleitung für Kostüme, Schminke oder Konfetti.
Zwei Lehrkraftseiten: Auf einen Blick, Lernziele, „So erklären Sie es der Klasse“, Ablauf in 30 Minuten, drei Stufen, Selbstbestimmung, Förderschule und Autismus, Achtsam bleiben, „Warum so?“
8 Kostüm-Wahlkarten zum Ausschneiden (92 × 54 mm): ganzes Kostüm, Teil-Kostüm, nur Hut, nur Schminke, Schminke nein, gar nicht verkleiden, „Ich entscheide am Tag“ und eine leere Karte „meine Idee“. Die Rückseiten mit Wort (Stufe II) und Satz (Stufe III) stehen auf einer eigenen Seite zum doppelseitigen Drucken.
Masken-Vorwarnung: sechs Karten „So sieht … heute aus“ (Tier, Umhang, Hut, Maske, geschminkt, wie immer) mit Platz für den Namen. Das Kind entscheidet, ob seine Karte aushängt; Masken nehmen die Personen auf Bitte ab. Auch verkleidete Erwachsene füllen eine Karte aus.
Reizplan für den Faschingstag in drei Stufen: vier Zeitschritte mit Pfeilen (Ankommen, leise Zeit, laut (Musik), Ende) und daneben ohne Pfeil Ruheinsel und Konfetti-Regel, die den ganzen Tag gelten; Stufe I mit Bildern, Stufe II mit Wort, Stufe III mit Uhrzeit. Sie füllen ihn für Ihren Tag aus; weicht Ihre Reihenfolge ab, kleben Sie die Felder in Ihrer Reihenfolge auf.
„Mein Fasching-Plan“ (Kinderseite, Stufe I bis III): Meine Karte, Meine Ruheinsel, Das nehme ich mit, Wer ist bei mir?, Das brauche ich danach
8 Gesprächskarten „Wie war dein Fasching?“ für danach, die weder Verkleiden noch Dabeisein voraussetzen; „weiß nicht“ ist eine Antwort, und jedes Kind darf passen
Elternkarte zum Ankreuzen und Ausschneiden: die Wahl des Kindes in Kurzform, mit Brief an die Eltern (Verkleiden ist freiwillig) und einem Feld für das Ja der Eltern zur Schminke (Kreuz und Unterschrift)
Was dieses Material nicht verspricht, Quellen, Herkunft und Werkzeuge
Etwa 30 Minuten (Schätzung) vor dem Faschingstag: Karten wählen (10 Minuten), Plan ansehen (10 Minuten), Fasching-Plan füllen (10 Minuten); die Gespräche danach brauchen weitere 10 Minuten. Drucken: A4, Originalgröße; je Kind (oder je zwei Kinder) ein Kartensatz, doppelseitig gedruckt (Seite 4 und 5; Seite 5 ist die Rückseite von Seite 4), Wenden an der langen Kante; je Kind Seite 8, auf Wunsch eine Karte von Seite 6; Seite 7 einmal je Stufe (von Ihnen ausgefüllt) und Seite 9 einmal je Klasse; je Familie die Elternkarte (Seite 10 kopieren, die Karte ausschneiden). Vorbereitung: Reizplan für Ihren Tag ausfüllen, streichen, was nicht vorkommt, und die Ruheinsel einrichten; Karten vorschneiden oder vor Schritt 1 schneiden lassen (nicht in den 10 Minuten); vorher ein Probedruck. Stufe I arbeitet mit Bildern, Stufe II mit Wörtern, Stufe III mit Sätzen; die Kinder wählen mit Ihnen und dürfen wechseln. Vorher lesen: Seite 3 (Förderschule, Achtsam bleiben).
Lernziele: Die Kinder können eine Kostüm-Karte wählen, auch „gar nicht verkleiden“ oder „Ich entscheide am Tag“, am Plan zeigen oder sagen, wann es laut wird und wo ihre Ruheinsel ist, und ihren Fasching-Plan füllen und, wenn sie möchten, mit einer erwachsenen Person besprechen.
Spielen Sie keine Musik vor und lassen Sie keine Faschingsgeräusche nachmachen. Auch ohne Lautsprache: Das Kind zeigt auf Karte oder Feld. Manchen Kindern fällt es schwer, jemanden unter einer Maske zu erkennen, oder eine Maske erschreckt sie: Die Masken-Karten kündigen vorher an, wer wie aussieht, und wenn ein Kind „Maske ab“ sagt oder zeigt (Hand vor das eigene Gesicht oder Zeigen auf die Maske-Karte an der Wand), nimmt die Person ihre Maske ab. Kopfhörer oder Gehörschutz sind ein Angebot, nie Pflicht, und das Material nennt keine Marke; die Ruheinsel ist ein Ort zum Ausruhen, kein Strafplatz. Tanzen und Umzug gehen auch mit Abstand. Konfetti und andere Kleinteile können verschluckt werden: Kinder, die Dinge in den Mund nehmen, bekommen die Karten nur mit Begleitung; für sie gilt „gar kein Konfetti“. Das Material enthält keine Kostüme, die Kulturen, Herkunft, Berufe mit Klischee, Behinderung oder psychische Krankheit nachahmen; Schminke gibt es nur mit Einwilligung des Kindes und der Eltern; die Eltern stimmen auf der Elternkarte zu (Kreuz und Unterschrift). Jedes Kind darf passen; Kostüme werden nicht vorgeführt, und es gibt keine Abstimmung in der Gruppe; die Masken-Karte hängt nur aus, wenn das Kind es möchte. Was am Tag möglich ist, entscheidet die Schule; sagen Sie den Kindern vorher, dass sich der Ablauf ändern kann. Das Material „Reizüberflutung erkennen“ („Erst verstehen.“ Nr. 06, kostenlos) hilft, wenn Lärm und andere Reize oft zu viel werden.
Echte Wahlmöglichkeiten gingen in kleinen Einzelfallstudien (13 Studien, 30 Personen) mit weniger herausforderndem Verhalten einher (Shogren et al., 2004) und stärkten in einer Übersichtsarbeit die Motivation, bei Kindern stärker als bei Erwachsenen (Patall et al., 2008). Leitlinien empfehlen Strukturierung mit visuellen Hilfen (AWMF, 2021, Empf. 3); in einer Studie mit zwei Kindern half das Vorab-Kennenlernen von Unterrichtsaufgaben (Koegel et al., 2003), Abläufe betraf sie nicht; eine Ankündigung allein verhindert Überforderung nicht sicher (Kim et al., 2026). Deshalb stehen leise Zeiten und eine Ruheinsel im Plan; das Kostüm wählt das Kind. Zur Selbstbestimmungstheorie bei autistischen Kindern haben wir nur wenige Studien gefunden; für dieses Material gibt es keine Untersuchung.
Grenzen: Das Material verspricht nicht, dass ein Kind am Faschingstag ruhig bleibt oder keine Angst hat, und es verhindert weder Überforderung noch Meltdowns. Die Karten sagen nichts über ein Kind: Das Material ist weder Test noch Diagnostik. Ob eine Kostüm-Wahl oder der Reizplan am Tag etwas ändert, ist nicht untersucht; die Übersichtsarbeit zur Wahl betrifft Kinder und Erwachsene, nicht eigens autistische Kinder (Patall et al., 2008). Zu Kostüm-Wahl und Faschingsvorbereitung liegt uns keine Studie vor. Es macht keine Aussage zum Gehörschutz (Dämpfung, Marke) und zur Hautverträglichkeit von Schminke, ist keine ärztliche Beratung und enthält keine Anleitung dazu; die Aussagen zu diesem Tag sind Praxiswissen.
Idee und Herausgabe: ein Psychologe (M.Sc.) mit Schwerpunkt Autismus. Gestaltet und gebaut mit KI (Claude, Anthropic), von getrennten KI-Prüfern gegen die Quellen geprüft. Keine Diagnose, keine Therapie. Für den eigenen Unterricht. Weitergabe bitte nur über den Link zum Material.
Passt dazu: Fasching und Karneval ohne Schreck | Erklärgeschichte, Elternbrief (Fasching, kostenlos) · Fasching-Werkstatt | Stationen in 3 Stufen: Mathe, Deutsch, Klasse 1–2 (Fasching, 3,99 €) · Reizüberflutung erkennen: Beobachtungsbogen bei Autismus für die Schule („Erst verstehen.“ Nr. 06, kostenlos).
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