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Diese vollständige Unterrichtsreihe umfasst 7 ausgearbeitete Unterrichtsstunden zu Lerntheorien und ihren pädagogischen Implikationen für Erziehungswissenschaft/Pädagogik in der Oberstufe.
Die Reihe beginnt mit der grundlegenden Frage „Was ist Lernen?“ und führt den lernpsychologischen Lernbegriff, die Abgrenzung zu Reifung, Ermüdung und Substanzwirkung sowie die Unterscheidung von Lernen und Leistung ein.
Die 7 Stunden:
Was ist Lernen? · Klassische Konditionierung · Operante Konditionierung · Lernen am Modell · Kognitive und konstruktivistische Ansätze · Lerntheorien im Vergleich · Selbststeuerung und Urteil
Die Stunde erklärt, wie Menschen Verhaltensweisen erwerben, ohne sie selbst ausgeführt und ohne selbst Konsequenzen erfahren zu haben. Lernen am Modell wird von klassischer und operanter Konditionierung abgegrenzt und in seine Teilprozesse gegliedert: Aneignung mit Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozessen, Ausführung mit motorischen Reproduktions- und Motivationsprozessen. Am Grundaufbau des Bobo-Doll-Experiments wird der Unterschied von Lernen und Leistung sichtbar; stellvertretende Verstärkung, Selbstverstärkung, Modell- und Beobachtermerkmale sowie Selbstwirksamkeit werden fachsprachlich bestimmt.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Die Stunde stellt zwei Ansätze vor, die Lernen als aktive innere Verarbeitung verstehen. Das Mehrspeichermodell mit sensorischem Register, Arbeits- bzw. Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis erklärt, warum die begrenzte Kapazität des Arbeitsgedächtnisses für Unterricht bedeutsam ist; Enkodierung, Elaboration, Organisation und Abruf erklären Behalten und Vergessen. Der pädagogische Konstruktivismus fasst Wissen als von Lernenden aktiv aufgebaut; Vorwissen, Assimilation und Akkommodation nach Piaget und die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleitung werden bestimmt.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Die Stunde fragt, wie ein neutraler Reiz – ein Raum, eine Person, eine Situation – die Macht gewinnt, Angst auszulösen. Die klassische Konditionierung wird am Grundaufbau des Experiments von Pawlow eingeführt: unkonditionierter Reiz und unkonditionierte Reaktion, neutraler Reiz, konditionierter Reiz und konditionierte Reaktion, Kontiguität. Reizgeneralisierung, Reizdiskrimination, Löschung, Spontanremission und Gegenkonditionierung werden an Beispielen erläutert; das Experiment zum „kleinen Albert" wird im Grundaufbau und in seiner ethischen Problematik behandelt.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
Die Stunde fragt, wer das Lernen steuert. Im Mittelpunkt steht das Modell des selbstregulierten Lernens mit den Phasen Planung, Überwachung und Reflexion sowie die Unterscheidung kognitiver, metakognitiver und ressourcenbezogener Lernstrategien. Selbststeuerung wird mit Banduras Konzepten der Selbstverstärkung und der Selbstwirksamkeit erklärt und von äußerer Steuerung durch Verstärkung abgegrenzt.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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