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Ist unsere Weltkarte falsch? Wie groß ist Afrika wirklich – und warum wirkt Grönland auf vielen Weltkarten fast genauso groß?
Dieses Unterrichtsmaterial führt Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt an das Thema Kartenprojektionen heran. Ausgangspunkt ist eine vertraute Mercator-Weltkarte, deren Darstellung zunächst mit den tatsächlichen Flächen verschiedener Länder und Kontinente verglichen wird. Die dabei entstehenden Überraschungen bilden den Ausgangspunkt für die Frage, warum eine kugelförmige Erde überhaupt nicht vollständig unverzerrt auf einer ebenen Karte dargestellt werden kann.
Die Lernenden beschäftigen sich mit Flächentreue, Winkeltreue und Längentreue, untersuchen die Eigenschaften und den ursprünglichen Zweck der Mercator-Projektion und vergleichen sie anschließend mit der modernen, flächentreuen Equal-Earth-Projektion.
Einen aktuellen Bezug erhält die Reihe durch die im September 2026 verabschiedete UN-Resolution „Correct the Map“. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich damit auseinander, warum die Darstellung Afrikas auf Weltkarten nicht nur eine kartografische, sondern auch eine Frage der Wahrnehmung sein kann. Zum Abschluss beurteilen sie begründet, ob Mercator-Weltkarten im Geographieunterricht durch flächentreue Projektionen ersetzt werden sollten.
Das Material verbindet Kartenkompetenz, aktuelle Geographie und Urteilsbildung und führt von ersten Vermutungen über fachliches Erklären bis hin zu einer differenzierten Bewertung.
Enthalten sind 6 Arbeitsblätter, passende Musterlösungen sowie Hinweise für den Einsatz im Unterricht. Geeignet insbesondere für die Klassen 7–10 und für etwa 2–3 Unterrichtsstunden. Die optionale Recherche zur Eckert-IV-Projektion bietet zusätzlich eine Möglichkeit zur Differenzierung.
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