Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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Isomerie lässt sich an Modellen zeigen.
Interessant wird sie erst, wenn die Molekülgestalt etwas erklärt, das vorher niemand erklären konnte.
Der Kontext dieses Materials ist ein Satz, der falsch ist:
„In der Garage darf mehr Benzin als Diesel stehen.“
Tatsächlich sind es 20 Liter Benzin — und 200 Liter Diesel.
Aus dieser Differenz entstehen zwei vollständig ausgearbeitete Unterrichtsgänge zum selben Inhalt.
Die Klasse bekommt Daten, aber keine Frage.
Sie ordnet Siedetemperaturen und Flammpunkte, sucht ein Muster und stellt selbst eine Regel auf.
Dann kommt der Bruch: Bei den Isomeren versagt die eigene Regel.
Gleiche Summenformel, andere Siedetemperatur — die Kettenlänge kann das nicht erklären.
So entsteht die zweite Regel, und mit ihr die Isomerie.
Rund 70 Minuten, ruhig zu führen, ohne Vorkenntnisse zur Hypothesenbildung.
Eine Variante für 45 Minuten mit konkreten Kürzungen steht dabei.
Die Klasse bekommt die falsche Behauptung aus einem Heimwerkerforum.
Sie sammelt Hypothesen, wählt eine aus und leitet daraus eine prüfbare Vorhersage ab.
Und zwar in beide Richtungen: Was müssten wir beobachten, wenn die Hypothese stimmt — und was, wenn sie falsch ist?
Beides wird aufgeschrieben, bevor der Versuch läuft.
Genau dieser Schritt verhindert, dass das Ergebnis hinterher passend gedeutet wird.
Rund 90 Minuten, also eine Doppelstunde, mit Demonstrationsversuch, geeignet für den Unterrichtsbesuch.
Zwei Stundenverläufe mit Minutenangaben.
Sieben Phasen für Weg A, neun für Weg B, jeweils mit Sozialform und Material.
Dazu je eine Lehrkraftseite mit den Antworten, die tatsächlich kommen, und den Stellen, an denen es hakt.
Sechs Kopiervorlagen.
Datenblatt M1 mit vier Tabellen, Materialblatt M2 mit der Behauptung, drei Arbeitsblätter und ein gemeinsamer Transfer zur Octanzahl.
Ein Demonstrationsversuch mit vollständigen Sicherheitshinweisen.
Flammpunktvergleich im Abzug, mit Mengenangaben, Reihenfolge und Löschmittel.
Dazu eine Variante ohne Feuer, falls der Versuch nicht möglich ist.
Erwartungshorizont zu jeder einzelnen Aufgabe.
Mit erwarteter Antwort, drei Niveaustufen — Basis, Erwartet, Darüber hinaus — und einem Hinweis, worauf beim Korrigieren zu achten ist.
Eine Seite Voraussetzungen und Material.
Welches Vorwissen die Klasse mitbringen muss, was für die Stunde bereitliegen soll, wo die Stunde in der Reihe steht und welche Lernziele sie erreicht.
Zwei Sachanalyseseiten für die Lehrkraft.
Flammpunkt gegen Zündtemperatur, und der Weg von der Kettenlänge zur Molekülgestalt.
Erstens: das Argument wird zu Ende geführt.
Viele Darstellungen erklären den Isomerie-Effekt mit „weniger Berührungsfläche“.
Das trifft die richtige Physik, lässt aber den entscheidenden Satz aus: Isomere haben gleich viele Elektronen und sind deshalb gleich gut polarisierbar — der Unterschied kann also nur an der Form liegen.
Erst damit ist die Erklärung zwingend statt nur plausibel.
Zweitens: das Gegenbeispiel steht mit im Heft.
Beim Schmelzen läuft es genau umgekehrt: 2,2-Dimethylpropan siedet am niedrigsten, schmilzt aber am höchsten.
Wer „Berührungsfläche“ als Universalerklärung anbietet, wird hier widerlegt.
Genau deshalb ist das Beispiel im Transfer enthalten.
Zu Schülervorstellungen speziell zur Isomerie gibt es keine empirische Untersuchung.
Zu Fehlvorstellungen über Flammpunkt und Zündtemperatur ebenfalls nicht.
Und einen direkten Vergleich induktiver und hypothetisch-deduktiver Unterrichtsgänge im Chemieunterricht gibt es auch nicht — verglichen wurden immer Anleitungsgrade.
Das steht so im Heft, auf einer eigenen Seite, statt dass eine Zahl erfunden wird.
Ebenso offengelegt: Für das Mengenverhältnis 20 zu 200 gibt es keine amtliche Begründung.
Die Verordnung nennt die Zahlen, nicht den Grund.
Chemielehrkräfte in der Einführungsphase, Klasse 10 oder 11.
Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, die einen Unterrichtsentwurf brauchen, der den Erkenntnisweg begründet.
Ausbilderinnen und Ausbilder, die beide Wege am selben Inhalt gegenüberstellen wollen.
Der Inhalt folgt den Bildungsstandards Chemie für die Allgemeine Hochschulreife und ist bundesweit einsetzbar.
Die Rechtsangaben zur Garagenlagerung sind für vier Bundesländer mit Fundstelle belegt und für die übrigen als Suchraster nutzbar.
Beide Stundenverläufe, alle sechs Kopiervorlagen und die drei Erwartungshorizonte liegen zusätzlich als bearbeitbare Word-Datei bei.
So lassen sich Aufgaben an die eigene Lerngruppe anpassen oder in einen Unterrichtsentwurf übernehmen.
Die Sachanalyse und die Quellenseite sind in der Word-Datei bewusst nicht enthalten.
An Stoffdaten und Paragrafenangaben soll niemand versehentlich schrauben.
PDF in Farbe, 22 Seiten, A4
PDF in Schwarzweiß, 22 Seiten, A4, für den Kopierer
Word-Datei mit Verläufen, Kopiervorlagen und Erwartungshorizonten
alle Schriften eingebettet, direkt druckbar ohne Zusatzsoftware
Der Demonstrationsversuch setzt eine Gefährdungsbeurteilung nach der RiSU und nach der Regelung der eigenen Schule voraus.
Er ist ausdrücklich als Lehrerversuch ausgewiesen, mit Mengenangaben, Reihenfolge und Löschmitteln.
Stand der Recherche: September 2026.
Verordnungen und Normen werden geändert; maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung.
Alle Strukturformeln, Modelle und Diagramme sind eigene Zeichnungen.
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