Vorschau - Arbeitsblätter - Latein 1. Lernjahr: Wer tut was? - Deckblatt
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Arbeitsblätter - Latein 1. Lernjahr: Wer tut was? - Die Rabenkiste - Deckblatt
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Beschreibung

„Puella nautam laudat.“ und „Nautam puella laudat.“ bedeuten dasselbe. Wer im Deutschen gelernt hat, dass der Platz im Satz die Rollen vergibt, übersetzt den zweiten Satz falsch — und merkt es nicht, weil auch die falsche Fassung einen Sinn ergibt. Das ist die Stelle, an der deutschsprachige Anfängerinnen und Anfänger zuerst scheitern.

Diese Einheit übt den Satzkern und sonst nichts: Wer das t am Ende findet, hat das Prädikat. Wer -a oder -ae findet, hat den, der handelt. Wer -am oder -as findet, hat den, den es trifft. Und nach „est“ steht kein Akkusativ, sondern ein zweiter Nominativ — die eingeübte Frage „wen oder was?“ läuft dort ins Leere. Der Merksatz der Einheit lautet: Erst die Endung fragen. Dann den Satz.

Sechzehn Seiten, dreizehn Aufgaben, zu jeder eine kommentierte Lösung. Alle Übungssätze sind selbst gebildet und verwenden ausschließlich die 30 Wörter, die auf Seite 15 stehen.

Was enthalten ist

Seite 2 und 3 sind für die Lehrkraft. Zuerst die Einordnung: was A, B und C hier heißen, wie man mit den drei Stufen arbeitet, und was zur Differenzierung im Lateinunterricht belegt ist. Dann die Stolperstellen: eine Tabelle der Endungen dieser Einheit mit der Spalte, was aus jeder von ihnen später wird — -a wird ab Einheit 2 auch Ablativ, -ae bekommt vier Werte. Mehrdeutig ist jetzt nur -as.

Seite 4 ist das Merkplakat, in A3 kopierbar: Die Endung sagt die Rolle. Es zeigt dasselbe Satzpaar mit vertauschten Wörtern und gleicher Bedeutung, die vier Endungen mit ihrer Frage und den Satz, dass nach „est“ und „sunt“ kein Akkusativ kommt. Seite 5 ist die Formentafel mit der vollständigen a-Deklination und dem Präsens der a-Konjugation, dazu „esse“ und „dare“. Kräftig steht, was diese Einheit braucht, blass der Rest.

Seite 6 bis 10 sind die fünf Arbeitsseiten: zwei auf Stufe A, zwei auf Stufe B mit denselben Sätzen ohne Hilfen, eine auf Stufe C. Geübt werden vier Gegenstände — Nominativ gegen Akkusativ, die Wortstellung, die Personalendung und „esse“ ohne Akkusativ.

Seite 11 ist die Übersetzungsseite: sechs selbst gebildete Sätze, der Wortschatz am Rand zum Ankreuzen und zwei Wege durch einen Satz nebeneinander — vom Prädikat aus oder von links nach rechts. Welchen man nimmt, entscheidet die Lehrkraft; das Heft empfiehlt keinen.

Seite 12 bringt zwölf Karten zum Ausschneiden: vier Wortkarten, sechs Endungskarten, zwei Merkkarten. Sie sind der Anfang eines Stapels, der bis Einheit 5 auf 60 Karten wächst.

Seite 13 und 14 sind die Lösungen, und zwar nicht als Liste: Zu jeder Form stehen vier Felder da — die Form, ihre Bestimmung, das Erkennungsmerkmal und die Verwechslungsgefahr. Zu „nautae“ heißt das: Nominativ Plural, erkennbar an -ae und am Prädikat auf -ant, zu verwechseln ab Einheit 2 mit Genitiv und Dativ Singular.

Seite 15 sind die dreißig Wörter mit Nennform, jeweils mit einer Beispielform aus dem Satz, dazu der Selbstkontrollbogen zum Ankreuzen. Seite 16 ist die Quellenseite mit Ampel, Abrufdatum und den Angaben zum Urheberrecht.

Wie differenziert wird

A, B und C arbeiten am selben Gegenstand. Sie sind Grade der Unterstützung, keine Grade der Schwierigkeit — deshalb werden alle drei ausgelegt und niemand einer Stufe zugeteilt.

Aufgabe 1 auf Stufe A gibt vier Formen in einer Tabelle vor, dazu die Spalten für Fall und Zahl, den Wortschatz am Rand und die Angabe, dass vier Lösungen erwartet werden. Unter einer Faltkante steht ein Hilfekasten mit zwei Stufen. Aufgabe 5 auf Stufe B stellt dieselben vier Formen — ohne Tabelle, ohne Hilfekasten, ohne Anzahl.

Dasselbe beim Kern der Einheit. Aufgabe 2 auf Stufe A zeigt „Puella nautam laudat.“ und „Nautam puella laudat.“ nebeneinander und sagt dazu, dass beide dasselbe bedeuten; einzukreisen sind die Endungen. Aufgabe 6 auf Stufe B zeigt dieselben Sätze ohne diesen Hinweis. Aufgabe 9 auf Stufe C verlangt, aus „puella“, „nauta“ und „laudare“ zwei Sätze zu bilden, die etwas Verschiedenes bedeuten, beide zu übersetzen und dann aufzuschreiben, was geändert werden musste — und was nicht.

Stufe C bringt keinen neuen Stoff. Dieselben Wörter, dieselben Formen, gefragt ist die Begründung. Aufgabe 10 lautet zum Beispiel: Warum kann man in „Nauta poeta est.“ nicht nach „wen oder was?“ fragen?

Was dieses Material von anderem unterscheidet

Jede lateinische Form dieses Hefts ist maschinell aus der Nennform erzeugt, keine ist getippt. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist keine: In einem Heft, das vom Unterschied zwischen kurzem und langem a handelt, entscheidet ein verrutschtes Längenzeichen über richtig und falsch. Die Paradigmen stehen auf zwei unabhängigen Quellen.

Die zweite Prüfung sieht man dem Heft nicht an: Jede Übung ist gegen den Wortschatz und den Grammatikstand der Einheit gehalten worden. In allen Übungen kommt kein Wort vor, das nicht auf Seite 15 steht — keine Ausnahme, auch kein Eigenname. Und keine Aufgabe verlangt eine Form, die nicht auf Seite 4 oder 5 abgedruckt ist. Die Klasse kann das Heft allein lösen.

Zu jeder der dreizehn Aufgaben steht die Lösung im Heft, mit Erkennungsmerkmal und Verwechslungsgefahr. Das ist der Grund, warum das Heft auch in einer Vertretungsstunde und in der Nachhilfe funktioniert.

Und dann die unbequeme Seite. Zur Wirksamkeit von Binnendifferenzierung im Lateinunterricht gibt es keine Wirksamkeitsstudie. Kein Suchversagen, sondern der Befund: Die einschlägige Übersicht zur Sekundarstufe schloss zwölf Studien ein und kam auf d = 0,51 — kein Fremdsprachenfach war darunter (Smale-Jacobse u. a. 2019). Individualisierung hat dort die schlechtesten Werte, zwischen −0,092 und +0,266. Die Übertragung auf Latein ist eine begründete Annahme und keine gemessene Tatsache; genau so steht sie auf Seite 2.

Belegt ist etwas anderes, und das Heft nutzt es: Wortschatzangaben zum Ankreuzen wirken auf das Wortlernen — 45,3 gegen 26,6 Prozent gelernte Wörter in der Sofortmessung, verzögert 33,4 gegen 19,8, aus 42 Studien mit 359 Effektstärken und N = 3.802. In derselben Arbeit ist die im Lateinunterricht übliche Randglosse die schwächste der untersuchten Formen (Yanagisawa u. a. 2020). Gemessen wurde an modernen Sprachen und am Lesen, nicht am Übersetzen — auch das steht auf Seite 16.

Dasselbe Maß gilt für die Fehlerbehauptungen. Von den sechs Fehlertypen, die in Handreichungen zum ersten Lernjahr genannt werden, ist keiner durch eine veröffentlichte Fehleranalyse mit Zahlen belegt; die Tabelle auf Seite 3 sagt zu jedem, was er ist. Und der Befund, der einem Formenlehre-Heft querliegt, steht daneben statt zu fehlen: Der größere Teil der Übersetzungsfehler ist Wortschatz, nicht Formenlehre — etwa die Hälfte bis knapp zwei Drittel, eine Spanne und kein Punktwert, weil die eine Quelle kein dokumentiertes Erhebungsverfahren hat und die andere nur sekundär greifbar ist. Deshalb steht in diesem Heft auch Wortschatzarbeit.

Für wen und wann

Für Latein im ersten Lernjahr am Gymnasium: Klasse 6, wenn Latein die zweite Fremdsprache ist, Klasse 5, wenn es die erste ist. In Hessen setzt die zweite Fremdsprache in der Regel ab Jahrgangsstufe 6 ein (Paragraf 31 VOBGM).

Lehrwerksunabhängig einsetzbar. Vorausgesetzt wird nichts: Alle Formen, die eine Aufgabe verlangt, stehen auf Seite 4 und 5, alle Wörter auf Seite 15. Das Heft eignet sich für die ersten Wochen des Lateinunterrichts, für die Wiederholung vor der ersten Klassenarbeit, für Freiarbeit und Wochenplan und für eine Vertretungsstunde, weil die Lösungen beiliegen.

Die Reihenfolge der Grammatikthemen folgt der Progression der verbreiteten Lehrwerke; das hessische Kerncurriculum ordnet keinen Sprachstoff einzelnen Jahrgangsstufen zu. Das Heft nennt keine Wochenstundenzahl und behauptet nicht, die Bildungsstandards zu erfüllen — die gelten für das Ende der Sekundarstufe I.

Einordnung in die Reihe

Einheit 1 von fünf. Sie legt den Satzkern und damit das Verfahren fest, auf das die vier folgenden Hefte aufbauen: erst die Endung fragen, dann den Satz. Aufgabe 11 ist ausdrücklich der Übergang — bis hierher verrät die Endung den Fall eindeutig, ab Einheit 2 verrät sie eine Auswahl.

Es folgen: Einheit 2 mit Genitiv, Dativ, Ablativ und den Präpositionen, Einheit 3 mit der dritten Deklination, Einheit 4 mit dem Adjektiv, Einheit 5 mit Imperfekt, Perfekt und dem Erschließen eines Satzes. Die drei Maskulina der a-Deklination, die hier nur nebenbei auffallen — „nauta“, „poeta“, „agricola“ —, sind ab Einheit 4 die häufigste Kongruenzfalle des Lernjahres.

Jede Einheit ist für sich einsetzbar. Zusammen ergeben die fünf das erste Lernjahr, zusammen 80 Seiten. Die Reihe ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile.



eduki Qualität

Latein 1. Lernjahr: Wer tut was?

4,99 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    5-6. Klasse
  • Umfang:
    33 Seiten
  • Materialtyp:
    Arbeitsblätter
  • Format:
    PNG, PDF

In folgendem Paket enthalten

5 Materialien

Latein Grammatik 1. Lernjahr – fünf Hefte

Im Deutschen entscheidet der Platz im Satz, im Lateinischen die Endung. Wer das nicht verinnerlicht hat, übersetzt „Nautam puella laudat.“ der Reihe nach und merkt den Fehler nicht — der Satz ergibt ja einen Sinn. Und kaum ist diese Hürde genommen, wird die Endung mehrdeutig: -ae hat ab der zweiten Einheit vier Werte, -is vier, -ō drei. Die Endung nennt von da an eine Auswahl. Welcher Fall es ist, entscheidet der Satz.Diese fünf Hefte üben genau dieses Verfahren, von der ersten Stunde bis zum Ende des ersten Lernjahres. Einheit 1 klärt den Satzkern aus Nominativ, Akkusativ und Prädikat. Einheit 2 nimmt Genitiv, Dativ und Ablativ dazu und die vier Präpositionen, die einen Fall verlangen. Einheit 3 geht in die dritte Deklination, wo der Nominativ den Stamm nicht mehr verrät. Einheit 4 bindet das Adjektiv an sein Bezugswort. Einheit 5 bringt Imperfekt und Perfekt und ein Verfahren, mit dem man einen Satz Schritt für Schritt aufschließt.Zusammen sind das 80 Seiten, 71 Aufgaben mit je einer kommentierten Lösung, 60 Karten zum Ausschneiden und 150 Wörter mit Nennform. Jede Einheit ist für sich einsetzbar. Die Reihe ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile.Was enthalten istAlle fünf Hefte sind gleich gebaut, damit man sich beim zweiten nicht mehr zurechtfinden muss. Sechzehn Seiten DIN A4, und jede Seite hat ihren festen Platz.Seite 2 und 3 sind für die Lehrkraft: die Einordnung, die drei Stufen, die Stolperstellen dieser Einheit in einer Tabelle der Endungen, die zusammenfallen — und daneben, was dazu belegt ist und was nicht.Seite 4 ist das Merkplakat, in A3 kopierbar, für die Wand. Seite 5 ist die Formentafel mit den vollständigen Paradigmen: Kräftig steht, was diese Einheit braucht, blass der Rest. Die Längenzeichen stehen auf der Tafel, im Übungstext nicht — wie in einem Originaltext.Seite 6 bis 10 sind fünf Arbeitsseiten in drei Stufen, Seite 11 ist die Übersetzungsseite mit einem selbst gebildeten Text und gestuften Hilfen. Seite 12 bringt zwölf Karten zum Ausschneiden mit drei Einsatzideen; über die fünf Hefte wächst daraus ein Stapel von 60 Karten.Seite 13 und 14 sind die Lösungen. Zu jeder Aufgabe stehen vier Felder da: die Form, ihre Bestimmung, das Erkennungsmerkmal und die Verwechslung, die als Nächstes droht. Seite 15 ist der Wortschatz der Einheit mit Nennform und Selbstkontrollbogen, Seite 16 die Quellenseite mit der Ampel belegt, uneinheitlich, nicht belegt.Der Wortschatz wächst von Heft zu Heft: 30 Wörter in Einheit 1, dann 35, 40, 25 und 20 — zusammen 150 Nennformen. Eine Übung verwendet nur Wörter der eigenen und der früheren Einheiten, keine Ausnahme, auch keinen Eigennamen.Wie differenziert wirdA, B und C sind in dieser Reihe Grade der Unterstützung, keine Grade der Schwierigkeit. Alle drei arbeiten am selben Gegenstand. Deshalb heißen sie A, B und C und nicht leicht, mittel und schwer, und deshalb wird kein Kind einer Stufe zugeteilt: Die drei Seiten werden ausgelegt, an der Tafel steht der Gegenstand und nicht die Stufe.Stufe A gibt Vorentlastung: eine Tabelle mit Spaltenüberschriften, die erste Zeile ausgefüllt, den Wortschatz am Rand zum Ankreuzen, die Zahl der erwarteten Lösungen und einen Hilfekasten zum Wegklappen mit zwei oder drei Stufen. Stufe B stellt dieselben Sätze noch einmal — ohne Tabelle, ohne Hilfekasten, ohne Anzahl. Stufe C nimmt dieselben Wörter und dieselben Formen und verlangt die Begründung.Ein Beispiel aus Einheit 1. Auf Stufe A steht „Puella nautam laudat.“ neben „Nautam puella laudat.“, mit der Anweisung, in beiden Sätzen die Endungen einzukreisen, und mit dem Hinweis, dass beide dasselbe bedeuten. Auf Stufe B stehen dieselben zwei Sätze ohne diesen Hinweis. Auf Stufe C lautet die Aufgabe, aus „puella“, „nauta“ und „laudare“ zwei Sätze zu bilden, die etwas Verschiedenes bedeuten, beide zu übersetzen und dann aufzuschreiben, was geändert werden musste und was nicht.So ist es in allen fünf Heften. In Einheit 3 heißt derselbe Gegenstand auf Stufe A: Streiche im Genitiv die Endung -is, übrig bleibt der Stamm, Zeile 1 ist gefüllt. Auf Stufe C heißt er: Begründe, warum der Nominativ den Stamm nicht verrät, und schreibe zu „rex“, „corpus“, „urbs“ und „nox“ auf, was er verschweigt.Was dieses Material von anderem unterscheidetKeine lateinische Form in diesen Heften ist getippt. Alle Formen sind aus der Nennform erzeugt — Stamm plus Endung, aus geprüften Paradigmentabellen — damit kein Längenzeichen verrutscht und keine Form an einer Stelle anders aussieht als an der anderen. Die Paradigmen stehen auf je zwei unabhängigen Quellen; die dritte Deklination und die beiden neuen Konjugationen in Einheit 3 sind drei- bis fünffach abgeglichen. Für die vollständigen makronisierten Verbtabellen der Einheit 5 stand nur eine Quelle zur Verfügung, und genau das steht im Heft, mit der Empfehlung, vor der Drucklegung an einer gedruckten Schulgrammatik gegenzulesen.Dazu kommt eine zweite Prüfung, die man dem Heft nicht ansieht: Jede Übung ist gegen den Wortschatz und den Grammatikstand ihrer Einheit gehalten worden. Keine Aufgabe verlangt eine Form, die nicht auf Seite 4, 5 oder 15 desselben Hefts steht, und kein Übungssatz verwendet ein Wort, das die Klasse noch nicht hat. Das ist der Unterschied zwischen einem Arbeitsblatt, das die Klasse allein lösen kann, und einem, bei dem am Ende doch wieder vorn erklärt werden muss.Alle Übungssätze sind selbst gebildet: kein Lehrwerkstext, kein Ausschnitt aus einer geschützten Edition. Didaktisierte Texte sind Sprachwerke, und Paragraf 60a Absatz 3 UrhG nimmt Unterrichtsmaterial für Schulen ausdrücklich von der Unterrichtsschranke aus. Diese Angaben sind Information und keine Rechtsberatung.Und dann die unbequeme Seite. Zur Wirksamkeit von Binnendifferenzierung im Lateinunterricht gibt es keine Studie. Das ist kein Suchversagen, sondern der Befund: Die einschlägige Übersicht zur Sekundarstufe schloss zwölf Studien ein und kam auf d = 0,51 — kein Fremdsprachenfach war darunter, Latein gar nicht (Smale-Jacobse u. a. 2019). Unbequem auch dies: Individualisierung schneidet dort am schlechtesten ab, mit Werten zwischen −0,092 und +0,266. Die Übertragung auf Latein ist eine begründete Annahme und keine gemessene Tatsache. Genau so steht sie in jedem der fünf Hefte.Dasselbe gilt für die Wortschatzangaben am Rand. In einer Metaanalyse aus 42 Studien mit 359 Effektstärken und N = 3.802 ist die Auswahlglosse, also die Angabe zum Ankreuzen, die wirksamste der untersuchten Glossenformen — und die im Lateinunterricht übliche Randglosse die schwächste (Yanagisawa u. a. 2020). Deshalb steht der Wortschatz in diesen Heften zum Ankreuzen. Gemessen wurde allerdings an modernen Fremdsprachen und am Lesen, nicht am Übersetzen; auch das steht dabei. Ebenso, dass es einen Wirksamkeitsvergleich der Übersetzungsmethoden nicht gibt: Die Verfahren auf Seite 11 sind als Handwerk ausgewiesen, nicht als Beleg.Jedes Heft schließt deshalb mit derselben Ampel: belegt, uneinheitlich, nicht belegt. Jede Zahl trägt Fach, Stichprobe und Design. Wo eine Angabe nicht zu halten ist, steht das da, wo man es liest, und nicht im Kleingedruckten — bis hin zu Sätzen wie dem, dass die Merkformel zum Genitiv Plural in Einheit 3 nur drei Viertel der Fälle trägt.Für wen und wannFür Latein im ersten Lernjahr am Gymnasium: Klasse 6, wenn Latein die zweite Fremdsprache ist, Klasse 5, wenn es die erste ist. In Hessen setzt die zweite Fremdsprache in der Regel ab Jahrgangsstufe 6 ein (Paragraf 31 VOBGM); die Hefte tragen deshalb die Angabe Klasse 6/7 und nennen keine Wochenstundenzahl.Lehrwerksunabhängig. Die Reihenfolge der Grammatikthemen folgt der Progression der verbreiteten Lehrwerke, aber es wird kein Lehrwerk vorausgesetzt und keines zitiert: Alle Formen, die eine Aufgabe verlangt, stehen im selben Heft auf Seite 4, 5 oder 15. Was ein Heft an früherem Stoff voraussetzt und deshalb nicht abdruckt, steht auf seiner Quellenseite — Einheit 2 setzt die a-Deklination und die a-Konjugation voraus, Einheit 3 zusätzlich die o-Deklination, Einheit 4 den Präsens und den Wortschatz der Einheiten 1 bis 3.Im Unterricht: als Übungsblock nach der Einführung eines neuen Grammatikkapitels, als Wiederholung vor der Klassenarbeit, für Freiarbeit und Wochenplan, für eine Vertretungsstunde, weil die Lösungen im Heft liegen, und für die Nachhilfe zu Hause aus demselben Grund. Die Merkplakate gewinnen in A3, die Kartenblätter auf festem Papier oder laminiert.Was diese Hefte nicht leisten: Sie bereiten die Standards der Sprachkompetenz vor, sie erfüllen sie nicht. Die Bildungsstandards gelten für das Ende der Sekundarstufe I und sind auf Originaltexte bezogen; im ersten Lernjahr wird an selbst gebildeten Sätzen gearbeitet.Einordnung in die ReiheFünf Einheiten in fester Folge: 1 Wer tut was?, 2 Die übrigen Fälle, 3 Die dritte Deklination, 4 Das Adjektiv, 5 Die Vergangenheit. Der Weg geht vom Satzkern über die Fälle und die dritte Deklination bis zum Adjektiv und zur Vergangenheit.Der Wortschatz baut aufeinander auf: Eine Übung verwendet nur Wörter der eigenen und der früheren Einheiten. Auch die Kasusfarben sind reihenweit fest — ein Kasus hat in allen fünf Heften dieselbe Farbe, unabhängig von der Leitfarbe der Einheit.Jede Einheit ist trotzdem für sich einsetzbar, und die Reihenleiste auf Seite 16 zeigt jedes Mal, wo sie steht. Die Reihe ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile.

Klassenstufen: 5-7. Klasse

Latein
18,99 €24,95 €
Spare 5,96 €

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Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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