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Beschreibung

30 Hefte · 240 Seiten · farbig und in echter Graustufenfassung · Stand August 2026

Kurzbeschreibung Über Klassenführung wird viel gesagt und wenig belegt. In Fortbildungen laufen seit Jahren dieselben Zahlen um: viermal loben statt einmal tadeln, 93 Prozent der Kommunikation seien nonverbal, Störungen kosteten zehn bis fünfzehn Minuten pro Stunde. Für keine dieser drei Angaben ließ sich eine Primärquelle finden. Und die Zahlen, die wirklich vorliegen, sind kleiner, spezieller und interessanter als die, die weitergereicht werden.

Diese Reihe nimmt das Thema deshalb von der Belegseite her. Dreißig Hefte, jedes acht Seiten, jedes mit demselben Aufbau: eine Einordnung, eine Befundseite, ein Vorgehen in Schritten, ein Merkplakat, eine Arbeitsseite, ein Kartenblatt und eine Quellenseite.

Auf jeder Seite steht, woher eine Angabe kommt — und wo nichts kommt, steht das auch. Zusammen sind das 240 Seiten und ein Weg: vom ersten Schultag bis zu der Frage, ob das eigene Vorgehen eigentlich trägt. Die Reihe ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile. Sechs Blöcke, ein Weg Die dreißig Hefte stehen in sechs Blöcken zu je fünf. Sie sind so geordnet, wie ein Schuljahr läuft — und wie eine Lehrkraft in das Thema hineinwächst.

Block 1, Hefte 1 bis 5: Der Anfang. Die ersten zehn Minuten einer Stunde, die ersten zwei Wochen eines Schuljahres, der Unterschied zwischen Regeln, Routinen und Prozeduren, die Sitzordnung, Präsenz und Allgegenwärtigkeit.

Block 2, Hefte 6 bis 10: Der Ablauf. Übergänge, Materialwege, die Lautstärke, Gruppenarbeit organisieren, das Ende der Stunde.

Block 3, Hefte 11 bis 15: Störungen. Was eine Störung überhaupt ist, die leise Ebene, die Eskalationsleiter, der Einzelfall, Konsequenzen.

Block 4, Hefte 16 bis 20: Beziehung. Die Beziehung, Loben, Motivation, das Klassenklima, Mitbestimmung.

Block 5, Hefte 21 bis 25: Besondere Lagen. Vertretungsstunden, schwierige Zeitfenster, Inklusion und ADHS, digitale Geräte, Mobbing erkennen.

Block 6, Hefte 26 bis 30: Rahmen und Selbst. Der Rechtsrahmen, Elterngespräche, Dokumentation, die eigene Belastung, das eigene Klassenmanagement prüfen. Heft 1 fängt bei der Stunde an, die morgen früh beginnt.

Heft 30 endet mit einem Diagnosebogen, einem Kollegengespräch und einem Halbjahresplan — und mit einem Wegweiser, der jede auffällige Zeile des Bogens einem der neunundzwanzig anderen Hefte zuordnet.

Dazwischen liegt der Weg. Warum dieses Paket anders ist als ein Ratgeber Ein Ratgeber sagt, was zu tun ist. Diese Reihe sagt dazu, woher sie das weiß — und wie sicher.

Jede Zahl steht mit Jahr, Design und Bezugsgröße. Nicht „Beziehung wirkt 0,52“, sondern: β = 0,29 auf die Mitarbeit und 0,07 direkt auf die Leistung, aus 189 Studien mit 249 198 Personen, korrelativ, in der Sekundarstufe stärker als in der Grundschule (Roorda u. a. 2017). Effektstärken aus Einzelfalldesigns stehen nie neben solchen aus Gruppendesigns — dieselben Maßnahmen ergeben dort 2,20 und hier 0,18, und wer beides in eine Tabelle stellt, macht den Fehler, den man Hattie vorwirft. Nicht signifikante Befunde sind als solche markiert und werden nicht weggelassen. Das betrifft an mehreren Stellen genau die Werte, die eine Empfehlung tragen würden: Der Effekt verbalen Lobes auf die intrinsische Motivation liegt für Kinder bei d = 0,11 mit einem Intervall von −0,11 bis 0,34. Die soziale Eingebundenheit als Trainingsziel — das, was in Fortbildungen „Beziehung“ heißt — erreicht g = 0,44 aus acht Studien, nicht signifikant. Hyperaktivität und Impulsivität ließen sich in 22 randomisierten Studien nicht signifikant senken (d = −0,09 bei p = 0,22); die Autoren nennen das selbst eine „major gap“.

Jedes Heft endet mit derselben Ampel: was belegt ist, was uneinheitlich ist, was nicht belegt ist. Drei Spalten auf Seite 8, direkt über dem Quellenverzeichnis. Dreißigmal dieselbe Frage, dreißigmal eine Antwort, die auch Nein sein darf. Und verbreitete Behauptungen werden geprüft statt weitergereicht.

Fünf Beispiele, die jede Kollegin wiedererkennt. Erstens: „Loben Sie viermal so oft, wie Sie tadeln.“ Für die Schwellen 3:1, 4:1 oder 5:1 wurde keine Primärstudie gefunden, und die beste verfügbare Untersuchung widerlegt sie ausdrücklich — 19 Grundschulen, 151 Lehrkräfte, 2 536 Kinder, der quadratische Term nicht signifikant, wörtlich „no PRR threshold … was found“ (Caldarella u. a. 2020). Zweitens: „93 Prozent der Kommunikation sind nonverbal.“

Das beruht auf zwei Laborexperimenten von 1967 mit 30 beziehungsweise 37 Studentinnen, die einzelne Wörter beurteilten — Mehrabian selbst hat die Verallgemeinerung zurückgewiesen. Drittens: „Wenn du an ein Kind glaubst, wird es besser.“ Eine Synthese von 18 Experimenten hält fest, dass die Wirkung einer induzierten Erwartung „virtually zero“ ist, sobald die Lehrkraft ihre Klasse länger als zwei Wochen kennt (Raudenbush 1984); der Stand nach 35 Jahren heißt „modest rather than powerful“. Viertens: „Unterrichtsstörungen kosten zehn bis fünfzehn Minuten pro Stunde.“ Für diese Angabe wurde keine Quelle gefunden; gemessen sind in 428 beobachteten Stunden im Mittel 39 von 45 Minuten echte Lernzeit — rund vier Minuten gehen an Organisation, rund zwei an Verspätung und vorzeitiges Ende. Fünftens: „Studien zeigen, dass der Klassenrat wirkt.“

Im deutschsprachigen Raum wurde keine kontrollierte Wirksamkeitsstudie gefunden; die kursierenden Prozentwerte stammen aus einer Zufriedenheitsbefragung von 348 Personen, die ein Materialset bestellt hatten. Dazu kommen die Fälle, in denen zwei Lager mit Zahlen streiten.

Ob materielle Belohnungen der intrinsischen Motivation schaden, ist seit 1994 offen: −0,34 aus 128 Studien bei der einen Gruppe, −0,08 und nicht signifikant bei der anderen, die dieselbe Literatur neu rechnet. Beide Seiten stehen im Heft, mit ihren Zahlen.

Und wo eine Metaanalyse ihre eigene Auskunft geändert hat, stehen beide Stände nebeneinander: motivational 0,08 und nicht signifikant aus 54 Studien im Jahr 2016, rund 0,22 aus 76 Studien im Update von 2025 — dasselbe Team, dieselbe Frage, neun Jahre Abstand. In sieben Heften steht auf der Befundseite ausdrücklich kein Diagramm, und daneben steht, warum: Es gibt für dieses Thema keinen Balken, der es misst. Ein Diagramm, dessen Balken nicht das Thema der Seite messen, ist kein Beleg, sondern Dekoration.

Was rechtlich drinsteht Sechzehn der dreißig Hefte enthalten einen Rechtsteil, und zwar keinen allgemeinen: Land, Gesetz, Paragraf, Fassung und Abrufdatum stehen jedes Mal dabei. Es sind die Hefte 10 bis 15, 20, 21, 23 bis 30. Zitiert werden das Hessische Schulgesetz, die Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses, die Aufsichtsverordnung, die Schul-Datenschutzverordnung und die Dienstordnung — und zum Vergleich das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz sowie das Schulgesetz Nordrhein-Westfalen.

Die Länderunterschiede werden benannt und nicht eingeebnet: sieben Ordnungsmaßnahmen in Hessen, zehn in Bayern, sieben in Nordrhein-Westfalen; nur Bayern gibt der einzelnen Lehrkraft mit dem schriftlichen Verweis eine echte Ordnungsmaßnahme in die Hand, nur Nordrhein-Westfalen erlaubt ihr ausdrücklich den Ausschluss aus der laufenden Stunde, und in Hessen fehlt genau diese Zwischenstufe.

Abgedeckt sind die Fragen, die im Alltag wirklich kommen: die Aufsichtspflicht in der Pause und in einer fremden Klasse, die Wegnahme eines Handys und der Zeitpunkt seiner Rückgabe, der Weg einer Ordnungsmaßnahme von der Anhörung bis zum Widerspruch, der Meldeweg bei Verdacht auf eine Straftat, die Frage, wer die Strafanzeige erstattet, und die Fristen, nach denen eigene Notizen zu löschen sind.

Und wo die Quellenlage dünn ist, steht das im Heft und nicht im Kleingedruckten. Der Fassungsstand des hessischen Schulgesetzes ist amtlich belegt; sein Wortlaut ist es nicht, weil das amtliche Rechtsportal automatisierte Abrufe sperrt — die Absätze sind über ein nichtamtliches Portal erhoben, und Heft 26 führt drei Stellen auf, an denen zwei Abrufe derselben Quelle sich widersprachen. Jede Rechtsangabe trägt den Satz, dass sie Information ist und keine Rechtsberatung; in einem anderen Bundesland gelten andere Normen, und vor der Anwendung gehört der Wortlaut an der amtlichen Fassung geprüft.

Was man in der Hand hat Dreißig PDF-Dateien, zusammen 240 Seiten DIN A4. Jedes Heft ist gleich gebaut, damit man sich beim zweiten nicht mehr zurechtfinden muss.

Dreißig Merkplakate, jedes auf Seite 5, in A3 kopierbar — für den Klassenraum, das Lehrerzimmer, den Vertretungsordner oder den eigenen Schreibtisch. Dreißig Arbeitsseiten zum Kopieren, jede auf Seite 6 und jede mit einer ausgefüllten Beispielspalte, damit sichtbar ist, was gemeint ist: Zählbögen, Planungsraster, Protokolle, Beschluss- und Vorfallbögen. Dreißig Kartenblätter auf Seite 7 mit je zwölf Karten zum Ausschneiden — zusammen 360 Karten, und auf jeder steht unten, worauf sie beruht: gemessen, abgeleitet oder gesetzt. Dreißig Quellenverzeichnisse auf Seite 8, mit Abrufdatum, Fassungsangabe und der Ampel darüber.

Die Merkplakate gewinnen in A3, die Kartenblätter auf 160-Gramm-Papier oder laminiert. Jedes Heft liegt farbig und in einer echten Graustufenfassung bei, konvertiert und nicht gerastert, damit es an jedem Schulkopierer sauber druckt. Alle Grafiken — Effektdiagramme, Zeitleisten, Sitzpläne, Stufengrafiken, Symbole und Rahmen — sind selbst erzeugt; die Textschriften stehen unter der SIL Open Font License. Die Lizenz gilt für eine Lehrkraft und deren eigene Lerngruppen.

Für wen und wann Für Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I. Kein Fach, keine Jahrgangsstufe, keine Technik: Die Bögen brauchen einen Stift, die Karten eine Schere, die Plakate einen Kopierer. Wer neu anfängt, liest der Reihe nach — Block 1 vor dem ersten Schultag, Block 2 in den ersten Wochen. Wer seit Jahren unterrichtet, fängt am besten hinten an: Der Diagnosebogen aus Heft 30 kostet zwanzig Minuten einer gewöhnlichen Stunde und zeigt, welches der anderen Hefte dran ist.

Für Fachkonferenzen und kollegiale Gruppen sind die Kartenblätter gebaut: Sie lassen sich nach Belegstufe sortieren, und der Stapel „abgeleitet“ ist fast immer der größte — das ist das ehrlichste Bild, das eine Fortbildung zu diesem Thema bekommen kann.

Für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und im Quereinstieg sind die Rechtshefte 26 und 28 der schnellste Weg zu der Frage, wer eigentlich was verhängen darf — und Heft 21 der schnellste Weg durch eine Vertretungsstunde in einer fremden Klasse.

Ein Vorbehalt gilt für die ganze Reihe und steht in jedem Heft: Nahezu alle Metaanalysen dieses Feldes stammen aus dem englischsprachigen Raum; eine mit substanziellem deutschem Studienanteil gibt es nicht. Die deutschsprachigen Befunde, auf die sich die Reihe stützt — die Videostudie zu Unterrichtsstörungen, die Zeitmessung in 428 Stunden, das Schulbarometer —, sind einzeln benannt, samt ihrer Stichprobe und ihrer Grenzen. Stand, Umfang und Abschluss Stand August 2026. Alle Fundstellen sind auf der Quellenseite jedes Hefts mit Abrufdatum angegeben, alle Rechtsangaben zusätzlich mit Fassung und Datum.

Die Reihe ist abgeschlossen. Es kommen keine weiteren Teile — und jedes Heft ist auch einzeln einsetzbar; die Reihenleiste auf Seite 8 zeigt jedes Mal, wo es steht. Wenn dir ein Fehler auffällt, bei einer Zahl, einer Fassung oder einem Datum: Schreib es. Korrekturen fließen in die nächste Fassung ein, und die bekommst du automatisch.

Classroom Management – Gesamtpaket, 30 Hefte

79,99 €
Gesamtwert des Pakets: 119,70 €
Produktdetails
  • Umfang:
    30 Materialien
  • Materialtyp:
    Stundenentwürfe, Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter, Poster, Merkblätter, Bildkarten, selbst erstellte Cliparts/Grafiken, Aufgabenkarten, Text, Quiz, Prüfungsvorbereitung

Materialien in diesem Paket (30)

17 Seiten

Das Ende der Stunde – Classroom Management, Heft 10

Für den Anfang einer Stunde hat fast jede Lehrkraft ein Verfahren. Für den Schluss hat es fast niemand. Die Klingel löst ihn aus — ein Signal für das Gebäude, nicht für die Klasse —, die Ansage geht im Stuhlrücken unter, und gesichert hat am Ende die Lehrkraft: Eine Person hat die Stunde wiederholt, dreißig haben zugehört.Dieses Heft macht aus den letzten fünf Minuten einen Ablauf mit vier Schritten: die Endzeit steht an der Tafel, gesichert wird schriftlich und von der Klasse, angesagt wird vor dem Aufräumen, und die Tür ist der Schluss. Dazu der Aufsichtsrahmen für den Übergang in die Pause, mit Paragraf und Fassung.Der Ablauf ist begründet und als Setzung gekennzeichnet. Der Satz „Ein festes Schlussritual spart Ihnen X Minuten“ steht nicht darin — und Seite 2 sagt, warum er nirgends stehen dürfte.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung: warum ausgerechnet der Schluss heikel ist, woran er im Alltag scheitert, und eine Tabelle, die die Forschungslage zu Anfang, Übergang und Ende nebeneinanderstellt. Seite 3 zeigt vier Quellen mit dem, was sie gemessen haben — und in einer dritten Spalte, was daraus gerade nicht folgt.Seite 4 ist der Ablauf in sechs Handgriffen, drei davon vor dem Aufräumen, dazu der hessische Aufsichtsrahmen im Wortlaut. Seite 5 ist das Merkplakat „Die letzten fünf Minuten“, in A3 kopierbar.Seite 6 ist ein Planungsbogen mit sieben Punkten und einem ausgefüllten Beispiel, dazu ein Zählbogen für eine Woche: fünf Stunden, fünf Zeilen, und die Frage, wer den Schluss ausgelöst hat — die Uhr, die Klingel oder die Klasse. Seite 7 bringt zwölf Karten: sechs Sicherungen, sechs Schlussformen. Seite 8 sind Quellen mit Abrufdatum und die Ampel.Zum Stundenschluss gibt es keine Forschung — und das steht so im HeftDer Negativbefund ist hier zugleich der tragende Befund. Gesucht wurde nach dem, was für den Stundenanfang vorliegt: eine Metaanalyse, eine kontrollierte Studie, wenigstens ein Vergleich „Schlussritual gegen kein Schlussritual“ in einer Regelklasse. Gefunden wurde nichts davon — während für den Anfang eine randomisierte Studie mit zehn Klassen und 203 Personen der Jahrgangsstufen 6 bis 8 existiert. Das ist kein Argument gegen einen geordneten Schluss, sondern eines gegen jede Zahl, die dazu genannt wird. Dazu eine zweite Fehlanzeige: Die rund zwei Minuten für „Verspätung und vorzeitiges Ende“ aus 428 beobachteten Stunden an 22 kaufmännischen Berufsschulen (Götzl u. a., Erhebung 2012) sind eine gemeinsame Größe; wie viel davon auf das Ende entfällt, steht in der Studie nicht.Was direkt einschlägig ist, kommt aus einer Settinganalyse: In 61,1 kodierten Stunden aus 18 Klassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe waren Wechselphasen und die Abwesenheit der Lehrperson die störungsdichtesten Settings, im Mittel 69,58 Störungen je Lektion (Scherzinger u. a. 2018). Der Stundenschluss ist beides auf einmal — eine Wechselphase, in der die Lehrkraft am Pult steht oder schon halb im Flur ist.Der belastbarste Teil des Hefts betrifft die Rückmeldung, weil am Ende einer Stunde meistens eine fällt. Zwei Metaanalysen, ein unbequemer Kern: Kluger & DeNisi 1996 werteten über 600 Studien aus, mittlere Wirkung 0,41 — und in einem Drittel der Studien sank die Leistung; aufgabenbezogenes Feedback wirkte positiv, personenbezogenes durchgehend negativ. Wisniewski, Zierer & Hattie 2020 kommen über 435 Studien und 994 Effektstärken bei mehr als 61 000 Personen auf d = 0,48 und sagen selbst, Feedback sei keine einzige, konsistente Behandlungsform. Die Vorbehalte stehen im Heft: Die Zahlen von 1996 sind über eine geprüfte Sekundärquelle referiert, und die Effektstärken nach Feedbacktyp — gerade der Wert, der eine Empfehlung trüge — waren aus der Arbeit von 2020 nicht zu ermitteln.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I. Die Rechtsangaben zur Pausenaufsicht gelten für Hessen und sind als Information gekennzeichnet, nicht als Rechtsberatung; andere Länder regeln die Aufsicht in eigenen Verordnungen, und der Aufsichtsplan der Schulleitung geht der Darstellung vor.Der Zählbogen lohnt sich in einer beliebigen Woche: fünf Stunden, fünf Zeilen, und danach weißt du, wie oft die Klingel entschieden hat. Besonders brauchbar ist das Heft für Fächer mit Aufbau und Abbau und für die Stunden vor einer Pause auf dem Hof.Einordnung in die ReiheHeft 10 schließt den zweiten Block, „Der Ablauf“ (Hefte 6 bis 10), ab. Es ist die Gegenstelle zu Heft 1 über die ersten zehn Minuten; Heft 6 behandelt alle fünf Übergänge einer Stunde, von denen hier der letzte ausgebaut wird. Jedes Heft ist für sich einsetzbar; die Reihe ist abgeschlossen und es kommen keine weiteren Teile.

Fachübergreifendes
3,99 €
17 Seiten

Was eine Störung ist – Classroom Management, Heft 11

Nichtbeteiligung, Regelverstoß, Gefährdung und die tatsächliche Unterbrechung des Unterrichts laufen unter einem einzigen Wort — und bekommen dieselbe Reaktion. Wer im Reflex antwortet, hat entschieden, bevor er wusste, worüber.Dieses Heft zieht die Trennlinie und macht sie benutzbar: vier Fragen vor jeder Reaktion, vier Kategorien, ein Sortierbogen und zwölf Vorfallkarten zum Legen. Die Probe ist immer dieselbe — wenn du nicht sagen kannst, wer gerade am Lernen gehindert wird, hast du keine Störung vor dir, sondern etwas anderes, das eine andere Antwort verlangt.Zwei der zwölf Karten beschreiben die eigene Störung. Das ist kein Zugeständnis an die Bescheidenheit, sondern der einzige Teil des Themas, zu dem eine Zahl vorliegt.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung: warum „Störung“ ein Urteil ist und keine Eigenschaft des Verhaltens, woran die Unterscheidung im Alltag scheitert — und ein Beweis an einem zweiten Gegenstand, dass die Definition die Zahl macht. Seite 3 ist die Befundlage mit der einzigen Studie, die Unterrichtsstörungen wirklich gezählt hat, aufgeschlüsselt nach Häufigkeit, Setting und Verursacher.Seite 4 stellt die vier Kategorien vor und daneben die drei Schwellen des Schulrechts mit Paragraf und Fassung; dazu die Unterscheidung in fünf Schritten. Seite 5 ist das Merkplakat „Vier Fragen, bevor du reagierst“, in A3 kopierbar.Seite 6 ist ein Sortierbogen mit sechs Vorfällen, von denen einer ausgefüllt vorgeführt wird, und Platz für drei eigene Fälle. Seite 7 bringt zwölf Vorfallkarten zum Sortieren — die Einordnung auf jeder Karte ist ausdrücklich ein Vorschlag und keine Lösung. Seite 8 sind Quellen mit Abrufdatum und die Ampel.Rund siebzig Störungen je Lektion — und keine Zahl dafür, was normal istDer tragende Befund kommt aus der einzigen gefundenen Arbeit, die Unterrichtsstörungen systematisch zählt statt sie zu erfragen: eine Videostudie mit Event-Sampling und zwei Kameras, Cohens Kappa = 0,85, 18 Klassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 in einem Schweizer Kanton, 82 Stunden Material, davon 61,1 Stunden kodiert. Im Mittel 69,58 Störungen je 45-Minuten-Lektion, 94,5 Prozent davon von Schülerinnen und Schülern — und 5,5 Prozent von Lehrpersonen (Scherzinger, Wettstein & Wyler 2018). Fachlehrpersonen unterbrachen Arbeitende doppelt so häufig wie Klassenlehrpersonen (1,9 gegen 0,9) und setzten steuerungsbezogene Kommunikation neunmal so oft ein (1,0 gegen 0,1). Wer nur die Klasse zählt, zählt die Hälfte der Ursachen nicht.Der Negativbefund ist dreifach. „Störungen kosten zehn bis 15 Minuten je Stunde“: ein Ratgeberbeitrag ohne Studie, Autor und Jahr. „Nach einer Ablenkung dauert es bis zu 20 Minuten“: eine Erläuterungsseite der UNESCO ohne Autor und Titel. „Der erste Eindruck entsteht in sieben Sekunden“: keine wissenschaftliche Fundstelle auffindbar. Alle drei wurden für dieses Heft am Original auf Quellenlosigkeit geprüft. Dazu die vierte Fehlstelle: Eine geprüfte Taxonomie von Unterrichtsstörungen gibt es nicht — die vier Kategorien des Hefts sind als Setzung gekennzeichnet.Und die unbequemste Zahl steht in derselben Studie: Die Selbsteinschätzung der Klassenlehrperson stimmte mit der Videobeobachtung nur zu r = 0,10 überein, die der Fachlehrperson zu 0,40 — die Schülerurteile dagegen zu 0,53 bis 0,59. Der eigene Eindruck ist das schlechteste verfügbare Messgerät. Deshalb steht im Heft auch keine Norm: Die Standardabweichung der Zählung ist mit 44,68 größer als ihr eigener Mittelwert, und die Zahlen stammen aus der Primarstufe eines Kantons — für die deutsche Sekundarstufe I ist keine davon nachgewiesen.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I, und besonders für Tandems, Fachkonferenzen und Ausbildungsgruppen: Der Wert des Sortierbogens liegt darin, dass zwei Lehrkräfte an derselben Zeile verschieden entscheiden — und darüber sprechen.Ab Jahrgang 7 lassen sich sechs der Karten auch mit der Klasse sortieren; wie das gemeint ist, steht als Einsatzidee auf Seite 7. Die Rechtsangaben gelten für Hessen, sind Information und keine Rechtsberatung; andere Länder regeln das eigenständig, und das Heft nennt die entsprechenden Vorschriften für Bayern und Nordrhein-Westfalen.Einordnung in die ReiheHeft 11 eröffnet den dritten Block, „Störungen“ (Hefte 11 bis 15). Es liefert die Unterscheidung, auf der Heft 12 (die leise Ebene), Heft 13 (die Eskalationsleiter) und Heft 15 (Konsequenzen) aufbauen; den vollständigen Rechtsrahmen entfaltet Heft 26. Jedes Heft ist für sich einsetzbar; die Reihe ist abgeschlossen und es kommen keine weiteren Teile.

Fachübergreifendes
3,99 €
17 Seiten

Die eigene Belastung – Classroom Management, Heft 29

Zur Belastung von Lehrkräften gibt es viele Zahlen. Wenige halten einer Nachfrage nach der Stichprobe stand. Dieses Heft nennt die, die halten — und sagt bei dreien ausdrücklich, warum es sie nicht nennt.Es zeigt, was Programme für Lehrkräfte tatsächlich erreichen: kleine Effekte, und bei einer Dimension in zwei unabhängigen Metaanalysen gar keinen. Es beantwortet die Frage, ob gutes Klassenmanagement die Belastung senkt, mit drei Belegen in drei Belegqualitäten — und mit keinem Versprechen.Und es hört an der richtigen Stelle auf. Bleibt die Erschöpfung über Wochen, ist der nächste Schritt kein Arbeitsblatt. Das steht im Heft, auf dem Plakat und auf der Arbeitsseite.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung: die belastbarste deutsche Erhebung mit ihrer Methode und der Aufschlüsselung, woraus sich die meistgenannte Zahl zusammensetzt; woran es scheitert — an der Quelle, an der Übersetzung, an der Zuständigkeit —; drei Zahlen, die dieses Heft ausdrücklich nicht nennt; und warum die Prozente der größten deutschen Studie zum Thema hier fehlen. Seite 3 ist die Befundseite: sechs Werte aus drei Metaanalysen auf einer Achse mit vollständigen Konfidenzintervallen, die drei Arbeiten in einer Tabelle mit Umfang, Hauptergebnis und offener Stelle, die ehrliche Antwort auf die Klassenmanagementfrage und ein Kasten, was hier bewusst fehlt.Seite 4 ordnet vier Stufen — zählen, ansehen, ändern, Hilfe holen —, führt fünf Schritte aus und enthält den Rechtskasten zum Meldeweg, wenn dir etwas passiert, mit Paragraf, Fassung und Abrufdatum. Seite 5 ist das Merkplakat „Fünf Zahlen, die halten“ in A3, jede mit Stichprobe und Design; zwei davon sind klein, eine ist ein Nullbefund.Seite 6 ist die Arbeitsseite: oben ein Wochenbogen mit ausgefüllter Beispielzeile — was heute am meisten gekostet hat, wie viele Minuten, ob es beeinflussbar ist —, unten das Raster für die eine Sache über drei Monate und sechs Anzeichen dafür, dass es mehr braucht als diesen Bogen. Seite 7 bringt zwölf Karten: acht Befunde mit Belegstufe, vier Sackgassen mit einem Feld „Statt dessen“. Seite 8 sind Quellen mit Abrufdatum und die Ampel belegt, uneinheitlich, nicht belegt.0,18 ist klein — und 0,03 ist ein Nullbefund, zweimal bestätigtDer tragende Befund ist eine deutsche Erhebung mit ausgewiesener Methode: das Deutsche Schulbarometer 2024, N = 1 608 Lehrkräfte an allgemein- und berufsbildenden Schulen, Feldarbeit forsa vom 16.11. bis 3.12.2023, ± 3 Prozentpunkte, wissenschaftlich verantwortet und als Auftragsbefragung ausgewiesen. 35 Prozent nennen das Verhalten der Schülerinnen und Schüler als größte Herausforderung — an Berufsschulen 46 Prozent, an Haupt-, Real- und Gesamtschulen 42, an Grundschulen 25. 36 Prozent fühlen sich mehrmals in der Woche erschöpft, 12 Prozent täglich, 27 Prozent würden den Beruf wechseln, wenn sie könnten. Alle Angaben sind Selbstauskunft, und das steht dabei.Der zweite Befund ist die Wirkungsseite, und er ist unbequem klein. Interventionen gegen Lehrer-Burnout erreichen über 23 kontrollierte Studien im Mittel d = 0,18 (Iancu u. a. 2018); sozial-emotionale Programme über 13 Studien g = −0,37 [−0,70; −0,03] für emotionale Erschöpfung und +0,45 [0,12; 0,79] für persönliche Erfüllung (Oliveira u. a. 2021); Programme zum Wohlbefinden über 44 Studien mit 176 Effektstärken g = 0,35 (Li u. a. 2024). Und dann der konsistenteste Nullbefund des Themas: Die Depersonalisation — der distanzierte, abgestumpfte Blick auf die Klasse — bewegt sich nicht. d = 0,03 bei p > 0,05 in der einen Arbeit, g = −0,51 mit einem Intervall von −1,13 bis +0,11 in der anderen. Ein Punktschätzer von −0,51 sieht groß aus; sein Intervall schließt die Null ein. Zwei unabhängige Metaanalysen, derselbe Nullbefund. Dazu die einzige Dosisangabe des Feldes: Programme unter einem Monat haben die kleinsten Effekte — ein Fortbildungstag ist keine Intervention.Der Negativbefund sind drei Zahlen, die in diesem Heft ausdrücklich nicht vorkommen. Erstens keine Burnout-Quote: Die Metaanalyse über 45 Artikel, 49 Stichproben und 14 410 Lehrkräfte kommt zu einem „hohen Risiko“, nennt im zugänglichen Text aber keine Prävalenzwerte — und hält selbst fest, dass verschiedene Messinstrumente zu signifikant unterschiedlichen Ergebnissen führen (García-Carmona u. a. 2019). Zweitens keine Musterprozente: Die Potsdamer Lehrerstudie mit rund 16 000 Lehrkräften ist die größte deutsche Erhebung zum Thema, aber zwei abgerufene Darstellungen derselben Studie nennen verschiedene Verteilungen; belastbar ist nur die Größenordnung, und die Typologie ist eine Konstruktion — zwei der vier Muster sind über die Zeit signifikant instabil (p = 0,006 bzw. 0,025). „Ich bin ein B-Typ“ ist durch die Daten nicht gedeckt. Drittens keine Arbeitszeitzahl: In keinem der drei Dossiers ist eine erhoben. Und die Frage, ob gutes Klassenmanagement die Belastung senkt, beantwortet das Heft mit „mehr als plausibel, weniger als bewiesen“ — korrelativ ja über 16 Studien, experimentell ja bei 97 Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern, im Feld an 140 britischen Schulen mit 5 623 Kindern aber nur bei Lehrkräften mit mindestens vier von sechs besuchten Sitzungen; ohne diese Bedingung „no evidence of impact“.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I, für Fachschaften und für Personalräte. Der Wochenbogen kostet fünf Minuten am Tag und liefert am Freitag eine Zeile, über die sich reden lässt — mit einer vierten Spalte, die entscheidet, ob sie in den eigenen Plan gehört oder in ein Gespräch mit der Schulleitung.Das Heft ersetzt keine Behandlung und stellt keine Diagnose. Bleibt die Erschöpfung über Wochen, trägt der Schlaf nicht mehr oder wird der Weg zur Schule morgens zur Hürde, gehört das zu einer Ärztin oder einem Arzt, in eine psychotherapeutische Sprechstunde oder in die schulpsychologische Beratung. Der Meldeweg für den Fall, dass dir etwas passiert, steht mit Paragraf und Fassung im Heft. Information, keine Rechtsberatung.Einordnung in die ReiheHeft 29 steht im sechsten Block, „Rahmen und Selbst“ (Hefte 26 bis 30). Es zeigt auf die Hefte, in denen die Arbeit stattfindet: Übergänge in Heft 6, Lautstärke in Heft 8, die leise Ebene in Heft 12, Konsequenzen in Heft 15. Die Dokumentation eines Vorfalls, der dich selbst betrifft, steht in Heft 28. Heft 30 macht daraus einen Halbjahresplan.Jedes Heft ist für sich einsetzbar. Zusammen ergeben die dreißig einen Weg vom ersten Schultag bis zur Prüfung des eigenen Vorgehens. Die Reihe ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile.

Fachübergreifendes
3,99 €
17 Seiten

Gruppenarbeit organisieren – Classroom Management, Heft 9

Vier gleiche Arbeitsblätter an einem Tisch sind keine Gruppenarbeit. Könnte eine Person die Aufgabe allein in derselben Zeit erledigen, ist es Einzelarbeit mit Zuschauern — und übrig bleibt das Abschreiben. Der zweite Grund, warum es nicht läuft, ist ebenso einfach: Auf einem gemeinsamen Plakat ohne Namen ist kein Anteil zurechenbar.Dieses Heft macht daraus eine Prüfliste vor der Stunde. Sechs Fragen, von denen fünf vor der Stunde entschieden werden und keine Unterrichtszeit kostet — und ein Planungsbogen, der eine Doppelstunde durchgeplant vorführt.Und es räumt mit der einen Zahl auf, die überall zitiert wird. „Kooperatives Lernen hat eine Effektstärke von 0,71“ steht in diesem Heft nicht ohne den Zusatz, der in derselben Arbeit steht.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung: warum eine einzige Zahl hier nichts taugt, woran Gruppenarbeit im Alltag scheitert, und zwei Fehlstellen, die in jedem Methodenhandbuch überspielt werden. Seite 3 stellt drei Effektstärken zur selben Frage auf eine gemeinsame Achse und erklärt, was ihr Muster bedeutet — dazu die fünf Bedingungen, unter denen kooperatives Lernen beschrieben wird, mit dem Vermerk, dass sie eine Programmtheorie sind und keine Faktorenanalyse.Seite 4 ist die Prüfliste in sechs Schritten, beginnend mit der einen Frage, die alles entscheidet. Seite 5 ist ein Merkplakat mit fünf Regeln der Gruppenarbeit, in A3 kopierbar — zwei davon tragen den belegten Kern.Seite 6 ist ein Planungsbogen mit acht Punkten und einem vollständig ausgefüllten Beispiel, dazu vier Fragen für die Auswertung nach der Stunde. Seite 7 bringt zwölf Karten: sechs Rollen, sechs Abläufe — einschließlich einer Karte, die „keine Rolle“ heißt und ernst gemeint ist. Seite 8 sind Quellen mit Abrufdatum und die Ampel.Je strenger das Design, desto kleiner der EffektDer tragende Befund und sein Negativ stehen in derselben Arbeit. Eine Metaanalyse zweiter Ordnung über 15 Metaanalysen beziffert den Gesamteffekt kooperativen Lernens auf Lernergebnisse mit 0,71 (Konfidenzintervall 0,55 bis 0,87; Güngör u. a. 2026). Aufgeteilt nach Untersuchungsdesign sieht dieselbe Zahl so aus: quasi-experimentell 1,11, gemischte Designs 0,69 — und in vollexperimentellen Designs berichten die Autoren keinen Effekt. Je strenger geprüft wird, desto kleiner wird der Effekt, bis zum Verschwinden; das ist das Muster einer Literatur mit Erwartungs-, Publikations- und Umsetzungseffekten. Die Autoren nennen selbst dazu: geographische Konzentration auf Indonesien und die Türkei, englischsprachiger Publikationsbias, kein ausgewiesener deutscher Anteil.Zwei weitere Negativbefunde tragen das Heft. Erstens die Gruppengröße: Für „drei bis vier“ wurde keine Primärquelle gefunden — keine Metaanalyse zur Gruppengröße im Präsenzunterricht der Sekundarstufe, keine deutsche Studie. Zweitens die festen Rollen: Weder eine Metaanalyse noch eine kontrollierte Studie zur Wirkung von Zeitwächter, Materialwart oder Schriftführerin auf Leistung oder Beteiligung ließ sich finden. Rollen sind eine Operationalisierung der individuellen Verantwortlichkeit — eine Ableitung, kein Wirksamkeitsbeleg.Der Punkt mit der besten Beleglage ist deshalb ein anderer: die Zurechenbarkeit. Die Metaanalyse zum sozialen Faulenzen umfasst 78 Studien mit über 15 000 Teilnehmenden und findet d = minus 0,44 — in der Gruppe wird zuverlässig weniger geleistet als allein, und der stärkste Gegenfaktor ist nicht Motivation und nicht Gruppengröße, sondern Identifizierbarkeit (Karau & Williams 1993). Zwei Vorbehalte stehen im Heft daneben: Der Volltext war über drei Zugänge nicht erreichbar, die Zahlen sind über eine geprüfte Sekundärquelle referiert; und untersucht wurden Laboraufgaben mit Erwachsenen, nicht Gruppenarbeit in Klasse 8. Die älteren Werte runden das Bild: 0,17 für Kleingruppen gegen keine Gruppierung aus 145 Effektstärken und 0,12 zugunsten homogener Gruppen aus 20 Vergleichen (Lou u. a. 1996) — die Frage, die im Kollegium die meiste Energie bindet, ist empirisch die unwichtigste.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I, in jedem Fach, in dem kooperativ gearbeitet wird — und für Fachkonferenzen, die über Methoden streiten.Der beste Zeitpunkt ist die Planung der nächsten Gruppenstunde, nicht ihre Nachbereitung: Fünf der sechs Punkte werden vor der Stunde entschieden. Wer eine Gruppenarbeit hinter sich hat, die nicht funktioniert hat, findet auf Seite 6 die vier Fragen, mit denen sich die Aufgabe ändern lässt statt der Gruppe.Einordnung in die ReiheHeft 9 steht im zweiten Block, „Der Ablauf“ (Hefte 6 bis 10), zwischen Heft 8 über die Lautstärke und Heft 10 über das Stundenende. Der teure Teil einer Gruppenstunde ist der Übergang davor und danach — der steht in Heft 6. Jedes Heft ist für sich einsetzbar; die Reihe ist abgeschlossen und es kommen keine weiteren Teile.

Fachübergreifendes
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Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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