Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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Zwei Kinder lesen stockend. Bei dem einen liegt es an der Schrift, bei dem anderen an der Sprache — und die Hilfe ist nicht dieselbe. Dieses Heft sagt, woran man den Unterschied erkennt, welcher Laut bei welcher Erstsprache tatsächlich fehlt und was daraus für den Unterricht folgt.
28 Seiten Handreichung für Klasse 1: eine Lautkontrast-Tabelle für zehn Erstsprachen, 24 Minimalpaar-Karten zum Ausschneiden, drei Arbeitsblätter für die Kinder, zwei Lesetexte in Silbenfärbung, zwei Aushänge, ein Laut-Screening, ein Lesebeobachtungsbogen und ein Elternbrief in kurzen Hauptsätzen.
Teil A — Verstehen
– Was Lautschulung bewirkt: belegt, uneinheitlich, nicht belegt
– Die deutschen Zahlen — und warum sie kleiner sind als die englischen
– DaZ ist nicht LRS: der wichtigste Unterschied, mit Entscheidungshilfe
– Die Lautkontrast-Tabelle: zehn Erstsprachen, fünf Kontraste
– Die Anlauttabelle: was dagegen spricht und was daraus folgt
Teil B — Machen
– Womit anfangen: sechs Stufen, Silbe vor Einzellaut
– Vom Laut zum Wort: vier Schritte, immer gleich
– Minimalpaare üben: wann, mit wem, vier Varianten
– Schreiben von Anfang an: die sechs Stufen und was daran bei DaZ anders ist
– Lesen üben: Silbenlesen und wiederholtes Lesen
– Fehler lesen: fünf typische Fehler und was sie bedeuten
Teil C — Für die Klasse
– 24 Minimalpaar-Karten zum Ausschneiden: Vokallänge sowie ü, ö und der ich-Laut
– Arbeitsblatt „Wie viele Silben?“ mit Bildern
– Arbeitsblatt „Kurz oder lang?“
– Arbeitsblatt „Mein Weg zum Wort“
– Zwei Lesetexte in Silbenfärbung, mit je einer Frage, die nicht im Text steht
– Zwei Aushänge: der Schreibweg in fünf Schritten und die Vokale lang und kurz
Teil D — Prüfen und mitgeben
– Laut-Screening für die fünf Kontraste: ein Kind, fünf Minuten
– Lesebeobachtungsbogen mit acht Beobachtungen
– Protokoll für wiederholtes Lesen
– Elternbrief: Lesen zu Hause
– Sechs Karten: Wenn es beim Lesen hakt
– Quellenseite
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WAS DIESES MATERIAL ANDERS MACHT
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Es korrigiert einen Satz, der in fast jeder Fortbildung fällt. Das ü gilt als Standardproblem türkischsprachiger Kinder — das ist falsch. Das Türkische hat sowohl /y/ als auch /ø/ im eigenen Lautsystem. Der Kontrast, der in allen zehn verglichenen Erstsprachen fehlt, ist ein ganz anderer: die Vokallänge. Und an der hängt im Deutschen die halbe Rechtschreibung.
Es rechnet mit deutschen Zahlen. Lautschulung wirkt im englischsprachigen Raum mit d = 0,86 auf die phonologische Bewusstheit und d = 0,53 aufs Lesen. In 33 deutschsprachigen Trainings sind es d = 0,36 und d = 0,21 — weniger als die Hälfte. Nach durchschnittlich elf Monaten ist von d = 0,37 noch d = 0,22 übrig. Das ist kein Argument gegen Lautschulung, aber eines gegen zwanzig Minuten am Tag.
Es trennt DaZ von LRS. Bei der phonologischen Bewusstheit unterscheiden sich mehrsprachige Kinder in einer Metaanalyse von 82 Studien nicht von einsprachigen; beim Dekodieren ist der Unterschied klein. Groß ist er beim Verstehen. Kontrolliert man den Wortschatz, verschwindet der Unterschied im Leseverstehen sogar vollständig. Das Heft enthält eine Tabelle mit drei Fällen und der jeweiligen Konsequenz — inklusive der Frage, wann eine LRS-Abklärung tatsächlich lohnt.
Es benennt eine Lücke, die selten benannt wird. Keine der deutschen Studien zum Vergleich von Leselernmethoden wertet Kinder mit wenig Deutsch gesondert aus. Sie sind in den Stichproben enthalten, aber nicht sichtbar. Wer behauptet, eine Methode sei für diese Kinder besser, hat dafür keine Grundlage — und das steht im Heft so.
Und es macht die Bögen ehrlich. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK hält 2025 fest, dass die verfügbaren Diagnostikverfahren „nicht für neu zugewanderte Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen entwickelt bzw. angepasst“ sind. Deshalb sind Screening und Beobachtungsbogen hier ausdrücklich Beobachtungshilfen und keine Testverfahren: kein Punktwert, keine Norm, keine Auswertungstabelle.
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FORMAT UND DRUCK
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PDF, DIN A4 Hochformat, 28 Seiten, einseitig zu drucken. Zwei Dateien: eine farbige Fassung und eine eigene Schwarzweiß-Fassung für den Kopierer.
Drucke ohne Skalierung, also mit der Einstellung „tatsächliche Größe“. Die 24 Minimalpaar-Karten und das Kartenset halten deutlich länger, wenn du sie laminierst; die beiden Aushänge gehören auf Augenhöhe der Kinder an die Wand.
Ein Hinweis zu den Lesetexten: Die Silbenfärbung ist in der farbigen Fassung zweifarbig. In der Schwarzweiß-Fassung bleibt der Wechsel als Hell-Dunkel-Kontrast erkennbar.
Teil A und B liest du einmal. Teil C und D druckst du so oft, wie du sie brauchst.
EINSATZ
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Grundschule, Schwerpunkt Klasse 1 und 2. Die Arbeitsblätter und Lesetexte sind auf den Anfangsunterricht zugeschnitten; Lautkontrast-Tabelle, Minimalpaar-Karten, Screening und Fehlerkarten passen für alle Jahrgangsstufen der Grundschule.
Geeignet für den Regelunterricht mit einzelnen DaZ-Kindern ebenso wie für Deutschfördergruppen, Willkommens- und Vorbereitungsklassen. Der Kontrast „kurz oder lang“ ist auch für einsprachige Kinder die Grundlage der halben Rechtschreibung — die Karten lassen sich mit der ganzen Klasse einsetzen.
Auch geeignet für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, für Quereinsteigende, für Sprachförderkräfte, für Förderlehrkräfte und als Grundlage für eine schulinterne Fortbildung.
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HINWEISE
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Arbeitshilfe, kein Testverfahren und keine Diagnostik. Screening und Beobachtungsbogen liefern keine Punktwerte und keine Normen, sondern eine Entscheidung darüber, welche Karten ein Kind braucht.
Die Lautkontrast-Tabelle vergleicht Lautsysteme, keine Kinder. Ein in Deutschland aufgewachsenes Kind hat die deutschen Laute meist längst gehört. Empirisch abgesichert ist vor allem der Vokalbefund.
Das Material enthält keine Übersetzungen und keine mehrsprachigen Elternbriefe — der urheberrechtliche Grund dafür steht auf der Quellenseite, zusammen mit drei kostenlosen Bezugsquellen für mehrsprachige Vorlagen.
Illustrationen: lizenziertes Clipart mit Erlaubnis zur kommerziellen Nutzung. Symbole, Rahmen und Grafiken: eigene Zeichnungen. Die Lesetexte sind eigene Texte. Schriften unter SIL Open Font License.
Der Kauf berechtigt zum Einsatz in der eigenen Klasse und an der eigenen Schule. Weitergabe außerhalb der Schule oder Veröffentlichung im Netz ist nicht gestattet.
Ein Kind kommt in deine Klasse und spricht kein Deutsch. Am ersten Tag geht es darum, dass es sich zurechtfindet. Nach ein paar Wochen darum, dass es Wörter bekommt und zu sprechen anfängt. Und irgendwann darum, dass es lesen und schreiben lernt wie alle anderen — nur mit anderen Voraussetzungen. Diese drei Hefte decken genau diese drei Phasen ab.84 Seiten Handreichung für Klasse 1: der erste Tag und die ersten vier Wochen, 120 Wörter nach Nutzen sortiert, der Weg vom Laut zum geschriebenen Wort. Dazu 60 Karten zum Ausschneiden, 16 Vorlagen, vier Aushänge, fünf Beobachtungsbögen und vier Elternbriefe in kurzen Hauptsätzen — jedes Heft als PDF farbig und schwarzweiß.Die drei HefteHeft 1 — Ankommen in Klasse 1Was in den ersten vier Wochen zu tun ist, wenn ein Kind ohne Deutsch in die Klasse kommt.Der erste Tag, minutiert, und die ersten vier Wochen Woche für WocheZwei Kommunikationstafeln zum Aufhängen: Bedürfnisse und Gefühle18 Bildkarten zum Ausschneiden, Steckbrief, Tagesplan, Klassenregeln in BildernZwölf Werkzeuge zur Verständigung ohne gemeinsame SpracheBeschulung in allen 16 Bundesländern: Regelklasse oder eigene Gruppe, mit FundstelleBeobachtungsbogen statt Test, Kartenset mit 16 Sätzen, zwei ElternbriefeHeft 2 — Wortschatz und SprechenWelche Wörter zuerst, wie sie hängen bleiben und wie aus Wörtern Sätze werden.120 Wörter für Klasse 1, nach Nutzen sortiert statt nach ThemaDer Wortschatz-Zyklus in fünf Schritten, vier Minuten pro WortZwölf Sprechanlässe ohne Vorbereitung, acht Spiele zum Sichern18 Bildkarten, Satzbaukasten, Domino und Memory zum SelberbauenKorrigieren, ohne zu korrigieren: vier Nachfragen als KartensetSprechzeit-Protokoll, Wörterheft-Vorlage, zwei Aushänge, ein ElternbriefHeft 3 — Lesen und Schreiben mit DaZWas der Schriftspracherwerb bei Kindern mit wenig Deutsch anders verlangt.Die Lautkontrast-Tabelle: zehn Erstsprachen, fünf Kontraste, eine Seite24 Minimalpaar-Karten zum Ausschneiden: Vokallänge sowie ü, ö und der ich-LautDrei Arbeitsblätter für die Kinder: Silben, Vokallänge, der Weg zum WortZwei Lesetexte in Silbenfärbung, mit je einer Frage, die nicht im Text stehtLaut-Screening, Lesebeobachtungsbogen, Protokoll für wiederholtes LesenZwei Aushänge, sechs Karten für die häufigsten Lesefehler, ein ElternbriefWas dieses Material anders machtJedes Heft beginnt mit einer Seite „belegt, uneinheitlich, nicht belegt“. Nicht am Ende im Kleingedruckten, sondern auf Seite 3 — mit Quelle, Studienzahl und Effektstärke. Was die Forschung nicht hergibt, wird auch nicht versprochen.Es korrigiert Sätze, die in fast jeder Fortbildung fallen. Die „stille Phase“: Ein Review von 40 Studien zeigt, dass Kinder darin gar nicht stumm sind, und es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass Ansprechen schadet. „Kinder lernen schnell“: Im Barcelona Age Factor Project sind ältere Lernende schneller. Und das ü gilt als Standardproblem türkischsprachiger Kinder — dabei hat das Türkische sowohl ü als auch ö; der Kontrast, der in allen zehn verglichenen Erstsprachen fehlt, ist die Vokallänge.Es stellt die übliche Wortfeldarbeit infrage. Wörter, die semantisch zusammengehören — Auge, Nase, Ohr, Mund — sind nachweislich schwerer zu lernen als thematisch verbundene. Deshalb sind die Bildkarten bewusst nach Situationen sortiert und nicht nach Oberbegriffen. Die Gegenbefunde stehen ebenfalls im Heft.Es trennt DaZ von LRS. Bei der phonologischen Bewusstheit unterscheiden sich mehrsprachige Kinder in einer Metaanalyse von 82 Studien nicht von einsprachigen. Groß ist der Unterschied beim Verstehen — und kontrolliert man den Wortschatz, verschwindet er ganz. Heft 3 enthält dafür eine Tabelle mit drei Fällen und der jeweiligen Konsequenz.Es ist bundesweit brauchbar. Heft 1 enthält eine Übersicht für alle 16 Bundesländer: Regelklasse oder eigene Gruppe, mit Rechtsgrundlage und Abrufstand — und mit dem ausdrücklichen Hinweis, wo sich eine Angabe nicht am amtlichen Normtext belegen ließ.Und die drei Hefte sind einzeln vollständig. Kein Heft verweist auf ein anderes, keines ist Fortsetzung, keines wächst. Wer nur Heft 3 braucht, kommt damit vollständig zurecht.Format und DruckDrei PDF-Hefte, DIN A4 Hochformat, je 28 Seiten, einseitig zu drucken. Von jedem Heft gibt es zwei Dateien: eine farbige Fassung und eine eigene Schwarzweiß-Fassung für den Kopierer. Insgesamt sechs Dateien.Drucke ohne Skalierung, also mit der Einstellung „tatsächliche Größe“. Die Karten halten deutlich länger, wenn du sie laminierst; die Kommunikationstafeln, der Tagesplan und die vier Aushänge gehören auf Augenhöhe der Kinder an die Wand.Die Verstehensteile liest du einmal. Die Vorlagen druckst du so oft, wie du sie brauchst.EinsatzGrundschule, Schwerpunkt Klasse 1 und 2. Ablaufpläne, Wortliste, Arbeitsblätter und Lesetexte sind auf den Schulanfang zugeschnitten; Kommunikationstafeln, Bildkarten, Minimalpaar-Karten, Screening und Beobachtungsbögen passen für alle Jahrgangsstufen der Grundschule.Geeignet für den Regelunterricht mit einzelnen DaZ-Kindern ebenso wie für Deutschfördergruppen, Willkommens- und Vorbereitungsklassen. Vieles funktioniert mit der ganzen Klasse: Der Kontrast „kurz oder lang“ ist auch für einsprachige Kinder die Grundlage der halben Rechtschreibung.Auch geeignet für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, für Quereinsteigende, für Sprachförder- und Förderlehrkräfte und als Grundlage für eine schulinterne Fortbildung.HinweiseArbeitshilfe, kein Programm mit nachgewiesener Wirkung und keine Rechtsberatung. Für die Sprachförderung in Klasse 1 gibt es in Deutschland keine belastbare Wirksamkeitsstudie; die deutschen Evaluationen liegen entweder vorschulisch oder in Klasse 3. Das steht in jedem der drei Hefte auf Seite 3.Screening und Beobachtungsbögen liefern keine Punktwerte und keine Normen. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK hält 2025 fest, dass die verfügbaren Diagnostikverfahren „nicht für neu zugewanderte Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen entwickelt bzw. angepasst“ sind.Die Ländertabelle in Heft 1 hat Abrufstand August 2026 und weist die Lücken aus, die sich nicht schließen ließen.Das Material enthält keine Übersetzungen und keine mehrsprachigen Elternbriefe — der urheberrechtliche Grund dafür steht auf jeder Quellenseite, zusammen mit drei kostenlosen Bezugsquellen für mehrsprachige Vorlagen.Illustrationen: lizenziertes Clipart mit Erlaubnis zur kommerziellen Nutzung. Symbole, Rahmen und Grafiken: eigene Zeichnungen. Die Lesetexte sind eigene Texte. Schriften unter SIL Open Font License.Der Kauf berechtigt zum Einsatz in der eigenen Klasse und an der eigenen Schule. Weitergabe außerhalb der Schule oder Veröffentlichung im Netz ist nicht gestattet.
Klassenstufen: 1-2. Klasse
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