Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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Welche Wörter braucht ein Kind zuerst? Nicht die aus dem Wortfeld, das gerade dran ist — sondern die, mit denen es durch den Schultag kommt. Dieses Heft sortiert 120 Wörter nach Nutzen statt nach Thema, sagt, wie sie hängen bleiben, und zeigt, wie aus Wörtern Sätze werden.
28 Seiten Handreichung für Klasse 1: der Wortschatz-Zyklus in fünf Schritten, zwölf Sprechanlässe ohne Vorbereitung, Redemittel für die Wand, acht Spiele, 18 Bildkarten, Satzbaukasten, Domino und Memory zum Selberbauen, ein Sprechzeit-Protokoll und ein Elternbrief in kurzen Hauptsätzen.
Was Wortschatzarbeit bewirkt: belegt, uneinheitlich, nicht belegt
Wo die Lücke beim Schulanfang am größten ist — vier Zahlen aus deutschen Studien
Warum Auge, Nase, Ohr eine schlechte Idee ist: der Wortfeld-Befund
Welche Wörter zuerst: Auswahl nach Nutzen statt nach Thema
Der Wortschatz-Zyklus in fünf Schritten, immer gleich, vier Minuten pro Wort
Zwölf Sprechanlässe, die ohne Vorbereitung gehen
Redemittel, die sofort tragen: zwölf Bausteine
Korrigieren, ohne zu korrigieren
Acht Spiele zum Sichern — nicht zum Einführen
Wiederholen: der Plan für vier Wochen
18 Bildkarten zum Ausschneiden, thematisch gebündelt
Die Wortliste: 120 Wörter für Klasse 1
Wörterheft-Vorlage zum Kopieren
Sechs Sprechanlass-Karten für dein Pult
Satzbaukasten zum Ausschneiden, in drei Farben
Zwei Aushänge: „Das kann ich sagen“ und die sechs Fragewörter
Wörter-Domino mit acht Steinen, als geschlossener Kreis
Memory zum Selberbauen
Lernwörter-Woche als Schülerseite
Sprechzeit-Protokoll für eine Woche
Elternbrief: Wörter zu Hause
Vier Karten: Nachfragen statt verbessern
Quellenseite
Es sagt, was nicht belegt ist. Wortschatztrainings zeigen auf selbst entwickelten Tests eine Wirkung von d = 0,50 — auf standardisierten Verstehenstests nur d = 0,10. Das heißt: Die trainierten Wörter sitzen, der Transfer auf das allgemeine Leseverstehen ist klein. Das steht auf Seite 3, mit Quelle, und es steht dort absichtlich vorn.
Es stellt die übliche Wortfeldarbeit infrage. Wörter, die semantisch zusammengehören — Auge, Nase, Ohr, Mund — sind nachweislich schwerer zu lernen als thematisch verbundene: Frosch, grün, hüpfen, Teich. Der Befund geht auf Tinkham (1997) zurück und ist mehrfach repliziert worden; es gibt auch Gegenbefunde, und die stehen ebenfalls im Heft. Deshalb sind die Bildkarten bewusst nicht nach Oberbegriffen sortiert, sondern nach Situationen.
Es nennt die größte Einzellücke beim Schulanfang. In einer deutschen Längsschnittstudie (N = 212) ist es nicht der Wortschatz an Nomen, sondern das Verstehen von W-Fragen: d = 0,87. Danach kommen Negation (d = 0,79) und Verbbedeutungen (d = 0,48). Deshalb hängt in diesem Heft ein eigener Aushang mit den sechs Fragewörtern an der Wand.
Es macht Sprechzeit zählbar. Sprechgelegenheiten verteilen sich in Klassen von allein sehr ungleich — zuungunsten der Kinder, die sie am dringendsten brauchen. Gegen diesen Mechanismus hilft kein guter Vorsatz, sondern eine Strichliste. Die liegt bei.
Und es sagt, was beim Korrigieren wirkt. In der Metaanalyse von Lyster und Saito (15 Unterrichtsstudien, N = 827) wirken Prompts stärker als Recasts, und jüngere Lernende profitieren mehr. Die vier Nachfragen, die das Kind selbst noch einmal sprechen lassen, sind als Kartenset für dein Pult ausgearbeitet.
PDF, DIN A4 Hochformat, 28 Seiten, einseitig zu drucken. Zwei Dateien: eine farbige Fassung und eine eigene Schwarzweiß-Fassung für den Kopierer.
Drucke ohne Skalierung, also mit der Einstellung „tatsächliche Größe“. Bildkarten, Domino, Satzbaukasten und die Kartensets halten deutlich länger, wenn du sie laminierst. Die beiden Aushänge gehören auf Augenhöhe der Kinder an die Wand.
Teil A und B liest du einmal. Teil C und D druckst du so oft, wie du sie brauchst.
Grundschule, Schwerpunkt Klasse 1. Die Wortliste ist auf den Schulanfang zugeschnitten; Sprechanlässe, Redemittel, Spiele, Satzbaukasten und das Korrektur-Kartenset passen für alle Jahrgangsstufen der Grundschule.
Geeignet für den Regelunterricht mit einzelnen DaZ-Kindern ebenso wie für Deutschfördergruppen, Willkommens- und Vorbereitungsklassen. Der Satzbaukasten und die Sprechanlässe funktionieren mit der ganzen Klasse und mit einem einzelnen Kind.
Auch geeignet für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, für Quereinsteigende, für Sprachförderkräfte und als Grundlage für eine schulinterne Fortbildung.
Arbeitshilfe, kein Programm mit nachgewiesener Wirkung. Die Metaanalysen zur Wortschatzarbeit stammen fast vollständig aus dem englischsprachigen Raum und überwiegend aus dem Vorschulbereich; die deutschen Evaluationen liegen entweder davor oder in Klasse 3. Das steht im Material auf Seite 3.
Das Material enthält keine Übersetzungen und keine mehrsprachigen Elternbriefe — der urheberrechtliche Grund dafür steht auf der Quellenseite, zusammen mit drei kostenlosen Bezugsquellen für mehrsprachige Vorlagen.
Illustrationen: lizenziertes Clipart mit Erlaubnis zur kommerziellen Nutzung. Symbole, Rahmen und Grafiken: eigene Zeichnungen. Schriften unter SIL Open Font License.
Der Kauf berechtigt zum Einsatz in der eigenen Klasse und an der eigenen Schule. Weitergabe außerhalb der Schule oder Veröffentlichung im Netz ist nicht gestattet.
Ein Kind kommt in deine Klasse und spricht kein Deutsch. Am ersten Tag geht es darum, dass es sich zurechtfindet. Nach ein paar Wochen darum, dass es Wörter bekommt und zu sprechen anfängt. Und irgendwann darum, dass es lesen und schreiben lernt wie alle anderen — nur mit anderen Voraussetzungen. Diese drei Hefte decken genau diese drei Phasen ab.84 Seiten Handreichung für Klasse 1: der erste Tag und die ersten vier Wochen, 120 Wörter nach Nutzen sortiert, der Weg vom Laut zum geschriebenen Wort. Dazu 60 Karten zum Ausschneiden, 16 Vorlagen, vier Aushänge, fünf Beobachtungsbögen und vier Elternbriefe in kurzen Hauptsätzen — jedes Heft als PDF farbig und schwarzweiß.Die drei HefteHeft 1 — Ankommen in Klasse 1Was in den ersten vier Wochen zu tun ist, wenn ein Kind ohne Deutsch in die Klasse kommt.Der erste Tag, minutiert, und die ersten vier Wochen Woche für WocheZwei Kommunikationstafeln zum Aufhängen: Bedürfnisse und Gefühle18 Bildkarten zum Ausschneiden, Steckbrief, Tagesplan, Klassenregeln in BildernZwölf Werkzeuge zur Verständigung ohne gemeinsame SpracheBeschulung in allen 16 Bundesländern: Regelklasse oder eigene Gruppe, mit FundstelleBeobachtungsbogen statt Test, Kartenset mit 16 Sätzen, zwei ElternbriefeHeft 2 — Wortschatz und SprechenWelche Wörter zuerst, wie sie hängen bleiben und wie aus Wörtern Sätze werden.120 Wörter für Klasse 1, nach Nutzen sortiert statt nach ThemaDer Wortschatz-Zyklus in fünf Schritten, vier Minuten pro WortZwölf Sprechanlässe ohne Vorbereitung, acht Spiele zum Sichern18 Bildkarten, Satzbaukasten, Domino und Memory zum SelberbauenKorrigieren, ohne zu korrigieren: vier Nachfragen als KartensetSprechzeit-Protokoll, Wörterheft-Vorlage, zwei Aushänge, ein ElternbriefHeft 3 — Lesen und Schreiben mit DaZWas der Schriftspracherwerb bei Kindern mit wenig Deutsch anders verlangt.Die Lautkontrast-Tabelle: zehn Erstsprachen, fünf Kontraste, eine Seite24 Minimalpaar-Karten zum Ausschneiden: Vokallänge sowie ü, ö und der ich-LautDrei Arbeitsblätter für die Kinder: Silben, Vokallänge, der Weg zum WortZwei Lesetexte in Silbenfärbung, mit je einer Frage, die nicht im Text stehtLaut-Screening, Lesebeobachtungsbogen, Protokoll für wiederholtes LesenZwei Aushänge, sechs Karten für die häufigsten Lesefehler, ein ElternbriefWas dieses Material anders machtJedes Heft beginnt mit einer Seite „belegt, uneinheitlich, nicht belegt“. Nicht am Ende im Kleingedruckten, sondern auf Seite 3 — mit Quelle, Studienzahl und Effektstärke. Was die Forschung nicht hergibt, wird auch nicht versprochen.Es korrigiert Sätze, die in fast jeder Fortbildung fallen. Die „stille Phase“: Ein Review von 40 Studien zeigt, dass Kinder darin gar nicht stumm sind, und es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass Ansprechen schadet. „Kinder lernen schnell“: Im Barcelona Age Factor Project sind ältere Lernende schneller. Und das ü gilt als Standardproblem türkischsprachiger Kinder — dabei hat das Türkische sowohl ü als auch ö; der Kontrast, der in allen zehn verglichenen Erstsprachen fehlt, ist die Vokallänge.Es stellt die übliche Wortfeldarbeit infrage. Wörter, die semantisch zusammengehören — Auge, Nase, Ohr, Mund — sind nachweislich schwerer zu lernen als thematisch verbundene. Deshalb sind die Bildkarten bewusst nach Situationen sortiert und nicht nach Oberbegriffen. Die Gegenbefunde stehen ebenfalls im Heft.Es trennt DaZ von LRS. Bei der phonologischen Bewusstheit unterscheiden sich mehrsprachige Kinder in einer Metaanalyse von 82 Studien nicht von einsprachigen. Groß ist der Unterschied beim Verstehen — und kontrolliert man den Wortschatz, verschwindet er ganz. Heft 3 enthält dafür eine Tabelle mit drei Fällen und der jeweiligen Konsequenz.Es ist bundesweit brauchbar. Heft 1 enthält eine Übersicht für alle 16 Bundesländer: Regelklasse oder eigene Gruppe, mit Rechtsgrundlage und Abrufstand — und mit dem ausdrücklichen Hinweis, wo sich eine Angabe nicht am amtlichen Normtext belegen ließ.Und die drei Hefte sind einzeln vollständig. Kein Heft verweist auf ein anderes, keines ist Fortsetzung, keines wächst. Wer nur Heft 3 braucht, kommt damit vollständig zurecht.Format und DruckDrei PDF-Hefte, DIN A4 Hochformat, je 28 Seiten, einseitig zu drucken. Von jedem Heft gibt es zwei Dateien: eine farbige Fassung und eine eigene Schwarzweiß-Fassung für den Kopierer. Insgesamt sechs Dateien.Drucke ohne Skalierung, also mit der Einstellung „tatsächliche Größe“. Die Karten halten deutlich länger, wenn du sie laminierst; die Kommunikationstafeln, der Tagesplan und die vier Aushänge gehören auf Augenhöhe der Kinder an die Wand.Die Verstehensteile liest du einmal. Die Vorlagen druckst du so oft, wie du sie brauchst.EinsatzGrundschule, Schwerpunkt Klasse 1 und 2. Ablaufpläne, Wortliste, Arbeitsblätter und Lesetexte sind auf den Schulanfang zugeschnitten; Kommunikationstafeln, Bildkarten, Minimalpaar-Karten, Screening und Beobachtungsbögen passen für alle Jahrgangsstufen der Grundschule.Geeignet für den Regelunterricht mit einzelnen DaZ-Kindern ebenso wie für Deutschfördergruppen, Willkommens- und Vorbereitungsklassen. Vieles funktioniert mit der ganzen Klasse: Der Kontrast „kurz oder lang“ ist auch für einsprachige Kinder die Grundlage der halben Rechtschreibung.Auch geeignet für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, für Quereinsteigende, für Sprachförder- und Förderlehrkräfte und als Grundlage für eine schulinterne Fortbildung.HinweiseArbeitshilfe, kein Programm mit nachgewiesener Wirkung und keine Rechtsberatung. Für die Sprachförderung in Klasse 1 gibt es in Deutschland keine belastbare Wirksamkeitsstudie; die deutschen Evaluationen liegen entweder vorschulisch oder in Klasse 3. Das steht in jedem der drei Hefte auf Seite 3.Screening und Beobachtungsbögen liefern keine Punktwerte und keine Normen. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK hält 2025 fest, dass die verfügbaren Diagnostikverfahren „nicht für neu zugewanderte Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen entwickelt bzw. angepasst“ sind.Die Ländertabelle in Heft 1 hat Abrufstand August 2026 und weist die Lücken aus, die sich nicht schließen ließen.Das Material enthält keine Übersetzungen und keine mehrsprachigen Elternbriefe — der urheberrechtliche Grund dafür steht auf jeder Quellenseite, zusammen mit drei kostenlosen Bezugsquellen für mehrsprachige Vorlagen.Illustrationen: lizenziertes Clipart mit Erlaubnis zur kommerziellen Nutzung. Symbole, Rahmen und Grafiken: eigene Zeichnungen. Die Lesetexte sind eigene Texte. Schriften unter SIL Open Font License.Der Kauf berechtigt zum Einsatz in der eigenen Klasse und an der eigenen Schule. Weitergabe außerhalb der Schule oder Veröffentlichung im Netz ist nicht gestattet.
Klassenstufen: 1-2. Klasse
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