Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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Eudaimonia, Hedonismus, Stoa in sechs Stunden – mit Originaltexten, die Sie bedenkenlos abdrucken dürfen.
Das ist bei diesem Thema keine Selbstverständlichkeit. Antike Texte sind frei, ihre Übersetzungen sind es nicht: Sie sind nach § 3 UrhG eigenständig geschützt, siebzig Jahre über den Tod des Übersetzers hinaus.
Praktisch jede deutsche Fassung von Epikurs Brief an Menoikeus, die frei im Netz steht, ist die Übersetzung von Olof Gigon – geschützt bis 2068. In diesem Heft steht deshalb auf Seite 4 eine Tabelle mit Übersetzer, Todesjahr, Ausgabe und dem Datum, seit dem die Übersetzung frei ist. Aristoteles in der Übertragung von Eugen Rolfes (gestorben 1931, Meiner 1911), Epiktet in der von Carl Hilty (gestorben 1909).
Die Epikur-Texte sind eigens aus dem Griechischen übersetzt, mit den griechischen Schlüsselbegriffen daneben, damit die Übertragung nachprüfbar bleibt. Dazu sechs fertige Stunden zu je 45 Minuten, dreißig Aufgaben mit hessischen Operatoren und Lösungshinweisen, und ein Klausurvorschlag über 90 Minuten mit Erwartungshorizont und Punkteschlüssel.
Die sechs Stunden
1 · Was heißt hier „Glück“? Zwölf Alltagssätze werden nach drei Bedeutungen sortiert: Zufall, Gefühl, gelingendes Leben. Dazu Aristoteles über die Menschen, die im Namen einig sind und in der Sache nicht.
2 · Wozu ist der Mensch da? Das Ergon-Argument in fünf Schritten – einschließlich des Schwalbensatzes, der hier nicht als hübsches Zitat am Rand steht, sondern als das, was er ist: der letzte Schritt der Konklusion.
3 · Die Mitte, die keine Mitte ist. Die Klasse füllt ein Mesotes-Raster aus und stellt fest, dass drei Zeilen sich nicht ausfüllen lassen. Genau daran zerbricht die Rede von der „goldenen Mitte“.
4 · Lust – aber welche? Das Alltagsbild vom Genussmenschen trifft auf den Wortlaut. Die Begierdenlehre wird zum Werkzeug: zwölf Beispiele werden sortiert, eines davon lässt sich begründet in zwei Spalten setzen.
5 · Nicht die Dinge. Drei Sätze Epiktet und eine Begriffsklärung: Was ein pathos in der Stoa technisch bedeutet – und warum daraus keine Gefühllosigkeit folgt.
6 · Wer hat recht? Zwei belastbare Befunde der Glücksforschung treffen auf drei antike Positionen. Am Ende steht die Frage, die sich nicht messen lässt.
Die Streittafel trägt die Reihe
Ein Raster mit drei Spalten – Aristoteles, Epikur, die Stoa – und sechs Fragen: Was ist das Ziel? Was ist das höchste Gut? Wie viel Zeit braucht das Glück? Was ist mit den Gefühlen? Was ist der Feind des Glücks? Kann man das lernen?
Gefüllt wird spaltenweise: nach den beiden Aristoteles-Stunden die erste Spalte, nach Stunde 4 die zweite, nach Stunde 5 die dritte. Eine Zelle gilt erst als gefüllt, wenn dazu gesagt werden kann, aus welchem Material sie stammt. Nach der sechsten Stunde ist die Tafel vollständig – und zugleich der Lernzettel für die Klausur.
Die ausgefüllte Fassung liegt bei, mit der Materialangabe zu jeder der achtzehn Zellen.
Die Klausur
Ein Vorschlag über 90 Minuten und 60 Bewertungseinheiten, mit zwei Texten, die in der Reihe nicht vorgekommen sind: Aristoteles über Lernen, Fügung und Zufall (Nikomachische Ethik I,9) und Epiktet über das, was in unserer Macht steht (Handbüchlein 1).
Beide Autoren sind bekannt, beide Texte sind neu – geprüft wird der Umgang mit einem unbekannten Text.
Drei Aufgaben, aufsteigend nach Anforderungsbereich: wiedergeben (18 BE), vergleichen (26 BE), Stellung nehmen (16 BE). Der Erwartungshorizont weist jede Bewertungseinheit einzeln aus, insgesamt 22 Positionen. Dazu der in Hessen übliche Punkteschlüssel, umgerechnet auf 60 Bewertungseinheiten, mit einem Hinweis auf die Bruchstelle: Ausreichend beginnt bei 45 Prozent, nicht bei 50.
Das ist drin – 29 Seiten
– Deckblatt, Inhaltsübersicht mit Kopierplan, Verlaufsplan der Reihe (S. 1–3)
– Woher die Texte kommen: der Nachweis der Gemeinfreiheit (S. 4)
– Fünf Sätze, die so nicht stimmen: die häufigsten Fehler im Themenfeld (S. 5)
– Die Operatorenkarte für die Klasse (S. 6)
– Sechs Stunden zu je drei Seiten (S. 7–24): eine Lehrkraftseite mit Ablauf im Minutentakt, Hintergrundwissen, allen Lösungshinweisen, dem Punkt, an dem die Stunde kippt, und einer Reserveaufgabe
– dazu zwei Schülerseiten, ein Blatt pro Person
– Die ausgefüllte Streittafel als Lösung (S. 25)
– Klausurvorschlag, 90 Minuten (S. 26)
– Erwartungshorizont und Punkteschlüssel (S. 27–28)
– Quellen, Rechte, Nutzungshinweise (S. 29)
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