10 Materialien
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Die Reihe verbindet das klassische Gedankenexperiment von Platon mit den digitalen Medien. Die Reihe beginnt bei einer Erfahrung, die alle Lernenden kennen:
Etwas wirkt eindeutig und erweist sich später als anders. Platons Höhlengleichnis liefert dafür ein starkes Denkmodell. Die Schülerinnen und Schüler erschließen zunächst die Unterscheidung zwischenWahrnehmung, Deutung, Behauptung undüberprüfbarer Tatsache.
Anschließend dient die Höhle als wiederkehrendes Modell, um moderne Formen medial konstruierter Wirklichkeit zu untersuchen. Der Transfer auf Social Media, Framing, Fake News, KI und Deepfakes führt schließlich zur ethischen Frage nach der eigenen Verantwortung im Umgang mit Wahrheit.
Für den Gemeinsamen Bildungsplan Sekundarstufe I lässt sich die Reihe besonders an„Medien und Wirklichkeiten“anbinden. Prozessbezogen werden Wahrnehmen und Perspektivwechsel, Analysieren und Interpretieren, Argumentieren und Reflektieren sowie Beurteilen und Entscheiden eingeübt. Für Klasse 10 ist die Verbindung zum Bereich „Werte und Normen in der medial vermittelten Welt“ besonders naheliegend.
Kompetenzziele
Die Lernenden unterscheiden Wahrnehmung, Meinung, Behauptung, Tatsache und Wahrheit.
Sie erklären zentrale Elemente des Höhlengleichnisses und deuten dessen Bildsprache.
Sie übertragen das Höhlengleichnis begründet auf moderne Medienwelten.
Sie erkennen Perspektivität, Auswahl, Framing und Manipulationsmöglichkeiten medialer Darstellungen.
Sie wenden Kriterien zur Prüfung von Informationen und Quellen an.
Sie erläutern Chancen und Risiken generativer KI für Erkenntnis und Wahrheit.
Sie argumentieren in Dilemmafällen zur Wahrhaftigkeit und unterscheiden Wahrheit von Wahrhaftigkeit.
Sie formulieren ein begründetes eigenes Urteil zur Leitfrage der Reihe.
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