Vorschau - Unterrichtsreihen - 6. Existenz vor Essenz - Wie der Mensch sich selbst erschafft - Deckblatt
Vorschau - Unterrichtsreihen - 6. Existenz vor Essenz - Wie der Mensch sich selbst erschafft - Seite 1
Vorschau - Unterrichtsreihen - 6. Existenz vor Essenz - Wie der Mensch sich selbst erschafft - Seite 2
Vorschau - Unterrichtsreihen - 6. Existenz vor Essenz - Wie der Mensch sich selbst erschafft - Seite 3
Unterrichtsreihen - 6. Existenz vor Essenz - Wie der Mensch sich selbst erschafft - Monddiamant - Deckblatt
arrow-rightarrow-right

Beschreibung

Was macht den Menschen zu dem, was er ist? Ist unser Lebensweg bereits vorgezeichnet oder erschaffen wir uns durch unsere Entscheidungen selbst? Dieses Unterrichtsmaterial führt Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in das Menschenbild Jean-Paul Sartres ein und erschließt den Existentialismus anhand zentraler philosophischer Fragestellungen auf lebensweltnahe und handlungsorientierte Weise.

Ausgangspunkt bildet die Analyse verschiedener Biografien, anhand derer die Lernenden den Zusammenhang von Freiheit, äußeren Bedingungen und persönlicher Verantwortung untersuchen. Anschließend setzen sie sich mit Sartres berühmter These auseinander, dass der Mensch nicht mit einem vorgegebenen Wesen geboren wird, sondern sich erst durch seine Entscheidungen selbst entwirft. Der originale Grundlagentext Der Existentialismus ist ein Humanismus wird dabei schrittweise erschlossen und auf seine zentralen Begriffe wie Existenz, Essenz, Hineingeworfensein, Autonomie der Wahl und „Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt“ untersucht.

Ein besonderes Highlight bildet ein interaktives digitales Lebensadventure. Die Schülerinnen und Schüler gestalten den Lebensweg einer Figur über zahlreiche miteinander verknüpfte Entscheidungssituationen hinweg. Jede Entscheidung verändert die weiteren Handlungsmöglichkeiten, Beziehungen und Verantwortlichkeiten der Figur. Der daraus entstehende Entscheidungsbaum macht sichtbar, wie sich aus einzelnen Entscheidungen eine individuelle Biografie entwickelt und welche Alternativen unwiederbringlich verloren gehen. Dadurch werden Sartres Gedanken nicht nur theoretisch verstanden, sondern unmittelbar erfahrbar.

Abschließend reflektieren die Lernenden Sartres Freiheitsverständnis und setzen sich kritisch mit der Frage auseinander, ob Verantwortung den eigentlichen Kern menschlicher Freiheit bildet.

Ausgebildete Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler…

Sachkompetenz

  • erläutern die zentralen Grundgedanken des Existentialismus nach Jean-Paul Sartre.

  • erklären die Begriffe Existenz, Essenz, Hineingeworfensein, Autonomie der Wahl, Determinismus und Verantwortung im philosophischen Kontext.

  • analysieren Sartres Argumentation zur These, dass die Existenz der Essenz vorausgeht.

  • erschließen das Menschenbild Sartres anhand eines philosophischen Originaltextes und ordnen dessen Aussagen in den Kontext moderner Freiheitskonzeptionen ein.

  • unterscheiden zwischen vorgegebenen Lebensbedingungen und frei verantworteten Entscheidungen.

Methodenkompetenz

  • erschließen philosophische Originaltexte mithilfe strukturierter Arbeitsaufträge.

  • identifizieren zentrale Begriffe, Argumentationsstrukturen und Kernaussagen komplexer philosophischer Texte.

  • analysieren Biografien hinsichtlich äußerer Einflüsse und individueller Entscheidungsprozesse.

  • nutzen einen digitalen Entscheidungsbaum, um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge innerhalb menschlicher Lebensverläufe systematisch nachzuvollziehen.

  • vergleichen unterschiedliche Lebensentwürfe und leiten daraus philosophische Erkenntnisse ab.

Urteilskompetenz

  • beurteilen Sartres Freiheitsverständnis unter Berücksichtigung der Spannung zwischen individuellen Voraussetzungen und persönlicher Verantwortung.

  • bewerten die Reichweite menschlicher Freiheit angesichts gesellschaftlicher, familiärer und historischer Bedingungen.

  • setzen sich kritisch mit der Frage auseinander, ob der Mensch sein Leben vollständig selbst bestimmt oder durch äußere Faktoren begrenzt wird.

  • prüfen die Tragfähigkeit von Sartres Aussage „Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.“ anhand philosophischer Argumente.

  • entwickeln begründete Urteile zur Bedeutung von Verantwortung als Konsequenz menschlicher Freiheit.

Handlungs- und Reflexionskompetenz

  • reflektieren die Auswirkungen individueller Entscheidungen auf den weiteren Lebensverlauf.

  • erkennen, dass jede Entscheidung zugleich neue Möglichkeiten eröffnet und andere dauerhaft ausschließt.

  • analysieren die Entstehung von Verantwortung als Folge persönlicher Entscheidungen.

  • übertragen Sartres Freiheitsverständnis auf lebensweltliche Entscheidungssituationen.

  • reflektieren unterschiedliche Lebensentwürfe hinsichtlich ihrer ethischen Konsequenzen und ihrer Verantwortung gegenüber Mitmenschen und Gesellschaft.

Kommunikationskompetenz

  • formulieren philosophische Fragestellungen präzise und fachsprachlich angemessen.

  • begründen eigene Positionen argumentativ und beziehen sich dabei auf philosophische Fachbegriffe sowie Textbelege.

  • diskutieren unterschiedliche Auffassungen von Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortung respektvoll und argumentationsorientiert.

  • präsentieren Analyseergebnisse strukturiert und vergleichen diese mit den Positionen anderer Lernender.

Neu

6. Existenz vor Essenz - Wie der Mensch sich selbst erschafft

7,99 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
  • Umfang:
    14 Seiten
  • Materialtyp:
    Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter, Spiele, Präsentationen/Tafelbilder, Merkblätter, Aufgabenkarten, Text, Interaktives Material, Prüfungsvorbereitung
  • Format:
    PDF

In folgendem Paket enthalten

7 Materialien

Materialpaket: Frei denken – frei handeln? Philosophische Perspektiven zum Freiheitsbegriff

Was bedeutet es, frei zu sein? Entstehen unsere Entscheidungen aus eigenem Willen oder werden sie von Erfahrungen, Genen, Erziehung und gesellschaftlichen Einflüssen bestimmt? Tragen wir Verantwortung für unser Handeln, wenn unser Leben von äußeren Bedingungen geprägt ist? Und welche Verantwortung erwächst aus wissenschaftlichem Fortschritt für die Zukunft der Menschheit?Dieses umfangreiche Lehrermaterialpaket führt Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe problemorientiert, lebensnah und wissenschaftspropädeutisch durch eine vollständige Unterrichtsreihe zu den zentralen Fragestellungen der philosophischen Anthropologie, Freiheitsphilosophie und Ethik. Die sieben aufeinander aufbauenden Unterrichtseinheiten verbinden klassische philosophische Positionen mit aktuellen gesellschaftlichen Kontroversen, digitalen Lernformaten und handlungsorientierten Unterrichtsmethoden.Den Einstieg bildet die grundlegende Frage nach dem Wesen menschlicher Freiheit. Ausgehend von Rousseau, Kant und Harry G. Frankfurt setzen sich die Lernenden mit Selbstbewusstsein, Reflexion und Selbstobjektivierung auseinander und erkennen, dass Freiheit weit mehr bedeutet als das Fehlen äußerer Zwänge. Aufbauend darauf untersuchen sie die vielfältigen Determinanten menschlicher Entscheidungen und analysieren mithilfe philosophischer Modelle von Peter Bieri und Harry Frankfurt, inwiefern Willensfreiheit trotz biologischer, sozialer und psychologischer Einflüsse möglich bleibt.Die anschließende Gerichtsverhandlung um den fiktiven Fall Jonas M. verbindet Philosophie mit Genetik, Neurobiologie und Psychologie. Die Schülerinnen und Schüler prüfen wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch, unterscheiden zwischen Erklärung und Verantwortung und entwickeln auf Grundlage der Positionen des Determinismus, Libertarismus und Kompatibilismus ein eigenes Urteil über Schuld und moralische Verantwortlichkeit.Mit der Unterrichtseinheit zur Wissenschaftsethik richtet sich der Blick schließlich auf gesellschaftliche Zukunftsfragen. Anhand aktueller Technologien wie Geoengineering, Brain-Computer-Interfaces oder künstlicher Organe setzen sich die Lernenden mit den Überlegungen Hans Jonas' und Nassim Nicholas Talebs auseinander und entwickeln Kriterien für verantwortungsvolles wissenschaftliches Handeln angesichts unsicherer Zukunftsfolgen.Die Frage nach Freiheit und Verantwortung wird anschließend anhand der aktuellen Debatte um die Wehrpflicht auf ein politisch-ethisches Dilemma übertragen. Philosophische Positionen von Hobbes, Kant, Mill, Arendt und Sartre ermöglichen den Schülerinnen und Schülern eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit individueller Freiheit, staatlicher Pflicht und moralischer Verantwortung.Den philosophischen Höhepunkt bildet die Beschäftigung mit Jean-Paul Sartres Existentialismus. Mithilfe eines interaktiven digitalen Entscheidungsabenteuers erleben die Lernenden unmittelbar, wie Entscheidungen Lebenswege formen, Verantwortung entstehen lassen und Freiheit immer zugleich Möglichkeit und Verpflichtung bedeutet.Den Abschluss der gesamten Unterrichtsreihe bildet eine essayorientierte Reflexionsstunde zur Parabel des angepflockten Elefanten. Hier führen die Schülerinnen und Schüler sämtliche philosophischen Positionen der Reihe zusammen, reflektieren unterschiedliche Freiheitsbegriffe und entwickeln in einem philosophischen Essay eine eigenständige Antwort auf die Leitfrage: „Wie frei ist der Mensch wirklich – und wie frei bin ich selbst?“Besonderes Kennzeichen des Materials ist die konsequente Verbindung philosophischer Originaltexte mit lebensweltlichen Problemstellungen, aktuellen gesellschaftlichen Debatten und interaktiven digitalen Lernformaten. Gedankenexperimente, Simulationen, Gerichtsverhandlungen, Rollenspiele, Filmanalysen, digitale Entscheidungsspiele sowie strukturierte Schreibaufgaben ermöglichen einen abwechslungsreichen und zugleich wissenschaftspropädeutischen Unterricht. Umfangreiche Erwartungsbilder, transparente Bewertungsraster, digitale Übungen mit unmittelbarem Feedback sowie zahlreiche kooperative Lernformen unterstützen sowohl die Unterrichtsvorbereitung als auch die eigenständige Kompetenzentwicklung der Lernenden.Die Unterrichtsreihe eignet sich ideal für den Ethikunterricht der gymnasialen Oberstufe und fördert nachhaltig philosophisches Denken, argumentatives Urteilen sowie die Fähigkeit, komplexe ethische Fragestellungen begründet auf die eigene Lebenswelt und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu übertragen.Ausgebildete KompetenzenSachkompetenzDie Schülerinnen und Schüler ...erläutern zentrale anthropologische und freiheitsphilosophische Positionen von Rousseau, Kant, Frankfurt, Bieri, Sartre, Hobbes, Mill, Arendt, Jonas und Taleb.erklären grundlegende Begriffe wie Freiheit, Willensfreiheit, Handlungsfreiheit, Determinismus, Kompatibilismus, Libertarismus, Selbstbewusstsein, Selbstobjektivierung, Verantwortung und Wissenschaftsfreiheit.analysieren philosophische Konzepte des Menschen sowie deren Bedeutung für Selbstbestimmung und moralisches Handeln.beschreiben biologische, psychologische, gesellschaftliche und philosophische Einflussfaktoren auf menschliche Entscheidungen.erläutern die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse für Fragen von Schuld, Verantwortung und Zukunftsethik.übertragen philosophische Theorien auf aktuelle gesellschaftliche, politische und persönliche Problemstellungen.MethodenkompetenzDie Schülerinnen und Schüler ...analysieren philosophische Originaltexte systematisch und erschließen deren Argumentationsstrukturen.interpretieren Parabeln, Bildimpulse, Gedankenexperimente und filmische Fallbeispiele unter philosophischen Fragestellungen.wenden philosophische Modelle auf lebensnahe Entscheidungssituationen an.vergleichen unterschiedliche philosophische Positionen strukturiert und argumentationsorientiert.analysieren wissenschaftliche Materialien kritisch und unterscheiden empirische Befunde von normativen Aussagen.nutzen digitale Lernformate, interaktive Entscheidungsspiele und Feedbacksysteme zur selbstständigen Vertiefung ihres Fachwissens.verfassen philosophische Essays sowie argumentativ fundierte Stellungnahmen unter wissenschaftspropädeutischen Gesichtspunkten.UrteilskompetenzDie Schülerinnen und Schüler ...beurteilen unterschiedliche Freiheitskonzeptionen hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit für gegenwärtige ethische Fragestellungen.reflektieren die Bedeutung biologischer, psychologischer, sozialer und kultureller Determinanten für menschliches Handeln.wägen konkurrierende Werte wie Freiheit, Sicherheit, Verantwortung und Gemeinwohl argumentativ gegeneinander ab.beurteilen die Reichweite wissenschaftlicher Erkenntnisse für moralische und rechtliche Verantwortung.entwickeln begründete Positionen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Kontroversen.gelangen zu eigenständigen philosophischen Urteilen und vertreten diese differenziert anhand nachvollziehbarer Argumente.Handlungs- und ReflexionskompetenzDie Schülerinnen und Schüler ...reflektieren eigene Denk-, Wert- und Handlungsmuster vor dem Hintergrund philosophischer Freiheitskonzeptionen.erkennen persönliche und gesellschaftliche Einflussfaktoren ihres Handelns und entwickeln Strategien bewusster Selbststeuerung.übernehmen Verantwortung für eigene Entscheidungen und deren Konsequenzen.diskutieren ethische Fragestellungen respektvoll, argumentativ fundiert und multiperspektivisch.entwickeln Handlungsmöglichkeiten für verantwortungsbewusstes individuelles und gesellschaftliches Handeln.übertragen philosophische Erkenntnisse auf ihre eigene Lebenswelt sowie auf aktuelle Herausforderungen einer demokratischen Gesellschaft.

Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)

Ethik & Werte und Normen, Philosophie
57,99 €72,93 €
Spare 14,94 €

Bewertungen und Kommentare

Dieses Material wurde noch nicht bewertet.
Bitte melde dich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.
Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen.
figure 1figure 2
Freund der Ästhetik
345 Materialien
3867 Follower
12 Following