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In dem Material wird Bismarcks durchaus widersprüchliche Sicht auf Kolonien aufgegriffen. Dies wird einerseits durch Zitate Bismarcks belegt- andererseits hat er die ersten Kolonien gegründet.
SuS sollen herausfinden, warum Bismarck sich so widersprüchlich verhielt. Dafür sollten sie in dem davor liegenden Unterricht erfahren haben, wir schwer es im neu geründeten Reich war Einheit zu wahren und Identifikation zu stiften.
Noch dazu hatten die Nationalisten und auch viele Großunternehmer zwar einerseits ihr Ziel erreicht, brauchten aber nun eine neue Orientierung oder Ausrichtung und fanden diese im imperialien Wettstreit mit anderen Kolonialmächten. Da er politisch auf ihre Mitarbeit angewiesen war, folgte Bismarck widerwillig, obwohl seine Analyse des Kolonialbesitzes (siehe M1) sich als völlig richtig herausstellte.
Weiterhin können SuS die geostrategischen Ziele der am afrikanischen Imperialiemus beteiligten Großmächte durch die für sie zunächst oft ein wenig als irritierend empfundene Aufgabe erkennen, die Arfika-Karte entsprechend einzufärben. Dann zeigt sich sehr offensichtlich, dass die Engländer ein durchgehendes Kolonialreich von Ägypten bis nach Südafrika anstrebten (Kap-Kairo-Linie), während die Franzosen ein nordafrikanisches Großreich anstrebten. In beide Grundideen mischten sich die deutschen Kolonien störend jeweils seitlich ein.
SuS können feststellen, dass Bismarck gegen seine eigene Überzeugung einlenkte, da er die Nationalisten zu saturieren gedachte und weiterhin einen weiteren Stützpfeiler der nationalen Integration erschaffen wollte.
Das zeigt ihn einerseits als Realpolitiker, zeigt aber auch, dass seine Außenpolitik bereits die Brüche zuließ, die später zur Auflösung des bismarckschen Bündnissystems führte.
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