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Viele Lernende sind unsicher, wenn sie mit offenen Aufgaben konfrontiert werden, da kein klarer Lösungsweg vorgegeben ist. Häufig wissen sie nicht, wie sie beginnen sollen.
Dieser Baustein setzt genau hier an: Die Lernenden arbeiten an drei ausgewählten Problemaufgaben, die so gestaltet sind, dass alle unmittelbar ins Tun kommen. Durch das Ausprobieren eigener Lösungsansätze erleben sie, dass sie auch ohne vorgegebene Verfahren zu mathematischen Ergebnissen gelangen können.
Im Mittelpunkt steht der Einstieg in das Problemlösen. Die Lernenden probieren aus, halten ihre Ideen fest und beginnen, ihre Lösungswege zu strukturieren. Unterstützt durch Hilfestellungen und die gemeinsame Reflexion entwickeln sie erste Strategien, die sie auch in weiteren Aufgaben nutzen können.
Was die Lernenden in diesem Baustein konkret lernen
Die drei Problemaufgaben sind so ausgewählt, dass alle Lernenden einen unmittelbaren Zugang finden und erste Strategien des Problemlösens aufbauen.
Zaubertrick – ins Handeln kommen durch Ausprobieren
Die Lernenden setzen eigene Zahlen ein und führen die Rechenschritte durch. Alle können sofort beginnen, da kein vorgegebener Lösungsweg erforderlich ist. Durch das Ausprobieren erkennen sie, dass immer dasselbe Ergebnis entsteht. In der anschließenden Reflexion werden erste Erklärungsansätze aufgegriffen und weiterentwickelt.
Münzen fürs Sparschwein – vom Ausprobieren zur Struktur
Die Lernenden arbeiten mit einer alltagsnahen Situation und beginnen zunächst, mögliche Geldbeträge auszuprobieren. Durch den vertrauten Kontext können alle eigene Lösungsversuche entwickeln. Im Verlauf der Bearbeitung wird deutlich, dass ungeordnetes Ausprobieren schnell unübersichtlich wird. Die Lernenden beginnen, ihre Ergebnisse zu ordnen, systematisch vorzugehen und nach Mustern zu suchen. Hilfestellungen unterstützen sie dabei, ihre Lösungswege zu strukturieren.
Schatzkiste – Bedingungen berücksichtigen und kombinieren
Die Lernenden suchen mögliche Zahlencodes und berücksichtigen dabei mehrere Bedingungen gleichzeitig. Sie probieren zunächst verschiedene Zahlen aus und überprüfen, ob diese zu den vorgegebenen Bedingungen passen. Dabei erkennen sie schrittweise, dass nicht alle Zahlen infrage kommen und Lösungen eingegrenzt werden können. Auch ohne formale Kenntnisse zu Teilbarkeitsregeln gelangen sie durch Ausprobieren und Überprüfen zu tragfähigen Lösungen.
Was das den Lernenden für den Mathematikunterricht bringt
Die Lernenden entwickeln grundlegende Strategien, die sie auch in anderen mathematischen Zusammenhängen nutzen können. Sie beginnen Aufgaben aktiv zu bearbeiten, statt auf einen vorgegebenen Lösungsweg zu warten, nutzen Ausprobieren bewusst als erste Strategie, erkennen, wann Struktur notwendig wird, und überprüfen ihre Ergebnisse zunehmend gezielt. Dadurch gewinnen sie Sicherheit im Umgang mit offenen Aufgabenstellungen und können Lösungswege eigenständig entwickeln.
Das Unterrichtsformat
Die Problemlöseaufgaben sind in ein klar strukturiertes Unterrichtsformat eingebettet.
Die Lernenden führen ein eigenes Problemlöseheft, in dem sie ihre Lösungswege dokumentieren und reflektieren. Dafür wird ein einfaches kariertes DIN-A4-Heft genutzt, das von den Lernenden selbst geführt wird.
In einem von der Lehrkraft festgelegten Turnus wird regelmäßig eine Problemlösestunde durchgeführt. Die wiederkehrende Struktur gibt Orientierung und macht die Entwicklung der Lösungsstrategien sichtbar.
Ein Strategiefächer und eine Strategienübersicht unterstützen die Lernenden während der Arbeitsphase. Zu jeder Aufgabe stehen optionale Hilfestellungen zur Verfügung, die bei Bedarf genutzt werden können.
Das Material enthält
3 aufeinander abgestimmte Problemaufgaben für den Einstieg ins mathematische Problemlösen
strukturierte Hilfestellungen zur Unterstützung des Lösungsprozesses
Strategiefächer und Strategienübersicht
Kopiervorlagen zur Benennung der eingesetzten Strategien
Kopiervorlage zur schriftlichen Reflexion der Lösungswege
Begleitfolien zur Strukturierung der Problemlösestunden
ausführliche Lehrerhinweise
Lösungsseiten zur Unterstützung der Unterrichtsvorbereitung
Die Materialien sind vollständig ausgearbeitet und klar strukturiert. Der Strategiefächer wird einmalig vorbereitet und kann anschließend dauerhaft im Unterricht eingesetzt werden.
Problemlösen im Mathematikunterricht – vollständige Unterrichtsreihe (Bausteine 1–4)Diese Unterrichtsreihe bietet einen systematischen Zugang zum mathematischen Problemlösen in der Sekundarstufe I. Ziel ist es nicht, einzelne Aufgaben zu bearbeiten, sondern Lernende schrittweise dazu zu befähigen, unbekannte Probleme eigenständig zu erschließen, Lösungswege zu entwickeln und ihr Vorgehen bewusst zu steuern.Die Reihe ist in vier aufeinander aufbauende Bausteine gegliedert, die unterschiedliche Aspekte des Problemlösens gezielt in den Fokus nehmen und systematisch erweitern. Dabei entsteht eine klare Progression vom ersten Zugang über strukturierte Verfahren bis hin zur flexiblen und reflektierten Nutzung von Strategien.Aufbau der UnterrichtsreiheBaustein 1: Einstieg ins ProblemlösenDie Lernenden entwickeln erste Zugänge zu offenen Problemstellungen. Im Mittelpunkt stehen Ausprobieren, Strukturieren und das Erkennen erster Muster.Baustein 2: Systematisches VorgehenDie Lernenden arbeiten zunehmend planvoll, strukturieren ihre Lösungswege und nutzen Strategien wie Vorwärts- und Rückwärtsarbeiten bewusst.Baustein 3: Muster und Strukturen erkennenDie Lernenden vergleichen Zusammenhänge, beschreiben Regelmäßigkeiten und nutzen diese zur Lösung neuer Problemstellungen.Baustein 4: Strategien flexibel anwenden und kombinierenDie Lernenden wählen Strategien zunehmend selbstständig aus, kombinieren sie und passen sie an unterschiedliche Problemstellungen an. Lösungswege werden verglichen und hinsichtlich ihrer Angemessenheit reflektiert.Ziel der ReiheDie Lernenden entwickeln schrittweise die Fähigkeit,mathematische Probleme eigenständig zu erschließen,Lösungswege zu planen und strukturiert umzusetzen,Muster und Zusammenhänge zu erkennen und zu nutzen undStrategien bewusst auszuwählen, zu kombinieren und zu reflektieren.Damit verschiebt sich der Fokus vom reinen Ausprobieren hin zu einem zunehmend bewusst gesteuerten und reflektierten Problemlösen.Das UnterrichtsformatDie Problemlösestunden folgen einer klaren, wiederkehrenden Struktur:Die Aufgabe:Die Lernenden bearbeiten eine offene Problemstellung und dokumentieren ihren Lösungsweg im Problemlöseheft.Die Strategien:Ein Strategiefächer und eine Strategienübersicht unterstützen die Auswahl geeigneter Vorgehensweisen. Nach der Bearbeitung werden die verwendeten Strategien bewusst benannt.Die Reflexion:Die Lernenden reflektieren ihren Lösungsweg und vergleichen unterschiedliche Ansätze. Dadurch wird der Lernprozess sichtbar und weiterentwickelt.Die wiederkehrende Struktur schafft Orientierung und ermöglicht eine kontinuierliche Entwicklung über mehrere Stunden hinweg.Das Material enthältvier aufeinander abgestimmte Bausteine mit insgesamt 12 Problemlösestundenvielfältige Problemaufgaben aus unterschiedlichen mathematischen Kontextenstrukturierte Hilfestellungen zur Unterstützung des LösungsprozessesStrategiefächer (komplett) und StrategienübersichtKopiervorlagen zur StrategiebenennungReflexionskarten zur kontinuierlichen LernentwicklungBegleitfolien zur klaren UnterrichtsführungLösungsseiten für die Lehrkraftausführliche Lehrerhinweise zur Umsetzung der ReiheDie Materialien sind vollständig ausgearbeitet, praxiserprobt und können direkt im Unterricht eingesetzt werden.Diese Unterrichtsreihe eignet sich besonders für Lehrkräfte, die das mathematische Problemlösen nicht punktuell, sondern systematisch und nachhaltig im Unterricht verankern möchten.
Klassenstufen: 5-6. Klasse
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