






In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinander, ob an der schuleigenen Mensa eine Zuckersteuer eingeführt werden soll. Ausgangspunkt ist das beobachtete Problem eines hohen Zuckerkonsums an der Schule, dem mit einer Lenkungssteuer begegnet werden könnte. Die Lernenden schlüpfen in die Rollen verschiedener schulischer Akteure – etwa Mensaleitung, Gesundheitsbeauftragte, Schulsozialarbeit, Sportlehrer – und diskutieren in einer Podiumsdiskussion die Vor- und Nachteile einer solchen Maßnahme. Durch die Methode des Rollenspiels lernen sie unterschiedliche Perspektiven kennen und üben sich in konstruktiver Debatte. Dabei treten zentrale Konfliktpunkte zutage, zum Beispiel der Spannungsbereich zwischen persönlicher Freiheit und gesundheitlicher Verantwortung oder zwischen sozialer Gerechtigkeit und ökonomischen Interessen. Nach der Diskussion stimmen alle Schülerinnen und Schüler demokratisch darüber ab, ob die Schülervertretung (SV) die Einführung der Zuckersteuer empfehlen soll. Auf diese Weise fördert die Einheit nicht nur inhaltliches Verständnis über Lenkungssteuern als politisches Instrument, sondern auch die demokratische Bildung der Lernenden, indem sie Mitbestimmung erfahren und eine eigene werturteilsbasierte Entscheidung treffen.
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