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42 Materialien
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Bundle: Nachkriegsliteratur – Trümmer, Schuld und Erinnerung
Dieses Paket umfasst Gedichte, die sich mit den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, des Holocausts und der atomaren Bedrohung auseinandersetzen. Texte von Eich, Celan, Bachmann oder Kaschnitz zeigen die Sprachkrise, die Verarbeitung von Trauma und die Suche nach neuen Ausdrucksformen. Ein eindringlicher Zugang zur Literatur nach 1945. 🪖✡️☢️
Jedes Arbeitsblatt enthält diverse Fragen zu Inhalt, Reimschema, rhetorischen Mitteln und ähnlichem.
Es werden folgende Gedichte behandelt:
-Marie Luise Kaschnitz: Hiroshima
-Ingeborg Bachmann: Die gestundete Zeit
-Nelly Sachs: Chor der Geretteten
-Ingeborg Bachmann: Alle Tage
-Günter Eich: Inventur
-Marie Luise Kaschnitz: In diesem Land
-Hilde Domin: Nicht müde werden
Das 1953 erschienene Gedicht „Alle Tage“ von Ingeborg Bachmann thematisiert die Fortdauer von Gewalt und Unterdrückung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Es zeigt, dass Krieg, Herrschaft und Unrecht nicht verschwunden sind, sondern im Alltag und in der Sprache weiterwirken. Mit diesem Arbeitsblatt lernen Schülerinnen und Schüler, die politische Dimension des Gedichts zu erfassen, sprachliche Besonderheiten wie Wiederholungen und lakonische Sätze zu analysieren und die zentrale Botschaft über die Gefahr fortbestehender Gewalt zu deuten. Sie erkennen typische Merkmale der Nachkriegsliteratur: Sprachkritik, Auseinandersetzung mit Macht und Gewalt, Warnung und Mahnung durch poetische Verdichtung.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
Das 1953 erschienene Gedicht „Die gestundete Zeit“ von Ingeborg Bachmann gehört zu den Schlüsseltexten der Nachkriegsliteratur. Es thematisiert die Bedrohung durch Krieg, Tod und Vergänglichkeit in einer von existenzieller Unsicherheit geprägten Zeit. Mit eindringlichen Bildern beschreibt Bachmann das Leben „auf Zeit“ – die Erfahrung, dass jede Sicherheit fragil und jede Hoffnung gefährdet ist. Mit diesem Arbeitsblatt lernen Schülerinnen und Schüler, die Bildsprache und Stimmung des Gedichts zu erfassen, den Aufbau und die sprachliche Gestaltung zu analysieren und die zentrale Thematik von Vergänglichkeit, Bedrohung und existenzieller Unsicherheit zu deuten. Sie erkennen typische Merkmale der Nachkriegsliteratur: Auseinandersetzung mit den Folgen von Krieg und Zerstörung, existentielle Fragestellungen und eine verdichtete, symbolhafte Sprache.
Klassenstufen: 8. Klasse, 10. Klasse
Das 1951 veröffentlichte Gedicht „Nicht müde werden“ von Hilde Domin ist ein kurzes, eindringliches Ermutigungsgedicht. Es entstand im Exil und verbindet Hoffnung und Ausdauer mit der Erfahrung von Verlust und Neubeginn. In einfachen, klaren Worten ruft das lyrische Ich dazu auf, trotz aller Mühen weiterzugehen und auf die Zukunft zu vertrauen. Mit diesem Arbeitsblatt lernen Schülerinnen und Schüler, die Sprache und Kürze des Gedichts zu analysieren, die symbolische Bildwelt zu deuten und die zentrale Thematik von Hoffnung, Ausdauer und Neubeginn zu erfassen. Sie erkennen typische Merkmale der Exillyrik und Nachkriegsliteratur: existentielle Erfahrung, Reduktion der Sprache, Ermutigung und die Suche nach einem neuen Halt.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
Das 1947 veröffentlichte Gedicht „In diesem Land“ von Marie Luise Kaschnitz verarbeitet die Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit. In eindringlichen Bildern wird die Zerstörung, die Schuld und das Leid thematisiert, die das Land nach 1945 prägten. Das lyrische Ich reflektiert über die kollektive Verantwortung und die Schwierigkeit eines Neuanfangs. Mit diesem Arbeitsblatt lernen Schülerinnen und Schüler, die Sprache und Bildwelt des Gedichts zu analysieren, die Stimmung zwischen Trauer, Schuld und Hoffnung zu erfassen und die zentrale Thematik von Erinnerung und Verantwortung zu deuten. Sie erkennen typische Merkmale der Nachkriegsliteratur: Verarbeitung der Kriegsfolgen, existentielle Bildsprache, moralische Reflexion und Suche nach einer neuen Sprache für das Unsagbare.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
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