Der Film »Chocolat« (2000) von Lasse Hellström (geb. 1946) ist geeignet, bestes Unterhaltungskino mit märchenhaft-romantischen Elementen kritisch zu betrachten und die Trennlinie zwischen klischeehafter Romantisierung und inhaltlich relevanten Botschaften (Anpassungsdruck, Bigotterie, Doppelmoral, Umgang mit Außenseitern, Toleranz) auszuloten. In diesem Sinne ist der Film zur Geschmacksbildung und zur Entwicklung eines kritischen Urteils besonders geeignet. Der Film lädt zur Diskussion ein, inwieweit Kitsch-Elemente im Film zur Affektsteigerung eingesetzt werden dürfen: Steigern oder mindern sie den Unterhaltungswert? Sind sie gerechtfertigt, solange sie eine Botschaft transportieren?
Schülerinnen und Schüler mögen es meist nicht, wenn ein Film zu Analysezwecken zu oft unterbrochen wird, daher dient dieses Begleitmaterial der Analyse während der Betrachtung und in der Nachbesprechung. Die Schüler werden dabei aufgefordert, Fragen und Beobachtungsaufträge während des Anschauens in Stichwörtern zu beantworten.
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