Die Schüler gewinnen einen Überblick über Thematik und Handlung des Dramas.
Sie erkennen anhand von zeitgenössischen Quellen (zu zentralen Themenaspekten des Dramas), dass es sich um ein zeitkritisches Theaterstück handelt, und lernen es einzuordnen in eine Epoche, in der sich aus der Ambivalenz von Absolutismus und Aufklärung zunehmend Unzufriedenheit, ja revolutionäres Potenzial entwickelte - zumindest in den mit dem Gedankengut der Aufklärung vertrauten Kreisen.
An Friedrich Schillers Biografie wird ihnen bewusst, wie sich die Spannung zwischen Geisteshaltung und politischem System im 18. Jahrhundert auswirkte bzw. auswirken konnte.
In der Auseinandersetzung mit einer einzelnen Figur des Dramas filtern bzw. bündeln sie die erworbenen Informationen und verarbeiten diese zu einem kreativen Produkt.
Indem sie wissenschaftliche Aussagen zur »Wirkung« Schillers bzw. Schiller’scher Dramen mit eigenen (Lese-)Erfahrungen vergleichen, sind sie zu einer ersten Stellungnahme aufgefordert (die im Verlauf der weiteren Dramenbehandlung hinterfragt wird) und erhalten einen Einblick in die wissenschaftliche Diskussion.
Über die Lernform Arbeitsplan werden darüber hinaus gefördert: Methoden-/Lesekompetenz (z.B. Sach- und dramatische Texte erschließen, wiedergeben bzw. interpretieren, Recherchieren, Bildquellen erschließen), Schreibkompetenz (z.B. Leseprotokoll anfertigen, Rezension schreiben, Rollenbiografie verfassen, fiktives Streitgespräch gestalten), kommunikative Kompetenz (z.B. zuhören, argumentieren, reflektieren in der Partnerarbeit, Medien- und Materialnutzung in der Gesamtgruppe abstimmen, Ergebnisse dem Plenum vorstellen und diskutieren), Medienkompetenz (z.B. selbstständige Internet-Recherche, Spielfilmanalyse, Nachschlagewerke effektiv nutzen), personale Kompetenz (z.B. Verantwortung übernehmen für das eigene Lernen, Interesse entwickeln, ein Drama des 18. Jahrhunderts als „historisches“ bzw. zeitgenössisches Drama erarbeiten und „überzeitliche“ Aussagen bzw. Relevanzen erschließen).
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