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In einem Rollenspiel sollen sich die Schülerinnen und Schüler den Verhandlungen des Wiener Kongresses nähern.
Dabei wurden verschiedene Perspektiven gewählt: Zum einen natürlich die historisch belegten Akteure. Zum anderen jedoch auch Demokraten, Juden und Diplomaten aus verschiedenen Nationen. Diese Personen sind frei erfunden, schildern jedoch trotzdem,welche Verhältnisse in den entsprechenden Nationen herrschen und welche Haltung man gegenüber der napoleonischen Herrschaft hatte. Auch gibt es unabhängige Journalisten, die den Kongress nicht nur beobachten, sondern auch Interviews führen können und die Vorgänge kommentieren.
Ich habe in einem ersten Durchgang die einzelnen Personengruppen (Herrscher,Demokraten etc.) zusammenkommen lassen, um sich auszutauschen und ihre Lage europaweit zu vergleichen. In einer zweiten Runde kamen dann die entsprechenden Nationen zusammen, sodass auch hier die entsprechenden Ziele formuliert werden konnten.
In beiden Runden durften sich die Journalist*innen frei bewegen und an allen »Sitzungen« teilnehmen.
Im dritten Schritt wurde dann der tatsächliche Kongress nachgestellt. Dabei wurde schnell deutlich, dass ausschließlich die Herrschenden reden und verhandeln und auch eher eigene macht- und geopolitische Interessen vertraten. Eine »Volksvertretung« fand demnach nicht statt. Stattdessen versuchte man, das »Rad der Geschichte« zurückzudrehen.
In einem letzten Schritt wurde ein kurzes Stimmungsbild eingeholt, wer denn mit den Bestimmungen zufrieden sei. Hierbei wurden schon mögliche Konfliktpotenziale andiskutiert und die kommende Stunde, in der aus verschiedenen Perspektiven Maßnahmen zum Machterhalt oder zur Machtteilhabe formuliert werden sollten, inhaltlich vorbereitet.
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