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Das Ermächtigungsgesetz ist ein zentraler Schritt in Richtung der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur. Außer der SPD-Fraktion stimmten alle anderen Parteien für dieses Gesetz.
Die Materialien sollen einen Erklärungsansatz für dieses aus heutiger Sicht unverständliche Abstimmungsverhalten geben. Dazu soll ein Artikel aus dem »Völkischen Beobachter« deutlich machen, dass bereits zu dieser Zeit Konzentrationslager errichtet wurden und v.a. unliebsame politische Gegner, v.a. Kommunisten, bereits in sogenannte »Schutzhaft« genommen wurden. Hier kann ein inhaltlicher Zusammenhang für die sogenannte »Reichstagsbrandverordnung« geschlagen werden, denn in diesem werden die Kommunisten zur nationalen Gefahr erklärt.
Im nächsten Schritt sollen die Bedingungen erläutert werden, welche die anderenAbgeordneten im Zusammenhang mit der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz über sich ergehen lassen mussten. Dieses ordnet ihr Abstimmungsverhalten historisch ein.
Im dritten Schritt soll nun geklärt werden, was denn eigentlich im Ermächtigungsgesetzsteht. Dazu sollen die Schülerinnen und Schüler aus dem Text herausarbeiten, dass sich die Demokratie mit diesem Gesetz ganz legal selbst abschafft und der Weg in die Diktatur frei ist. Fakultativ kann nun noch ein Rollenspiel eingeführt werden, in dem die Schülerinnenund Schüler die Position einer Partei einnehmen und eine Rede zum Ermächtigungsgesetz halten sollen. Dazu sind die Redebeiträge bereits durch das Arbeitsblatt vorstrukturiert. Dabei bietet es sich an, entweder eine Rede ohne Angst vor den möglichen Konsequenzen halten zu lassen oder eben unter den gegebenen historischem Drohszenario der Nationalsozialisten.
Als Hausaufgabe soll eine Quellenanalyse zur Rede Otto Wels‘ angefertigt werden, in der die Stundenerkenntnisse eingearbeitet werden sollten.
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