Das Blatt ist für die Mittelstufe (8. oder 9. Klasse) gedacht und wurde dort auch erprobt. Es ist folgendermaßen aufgebaut: Zunächst wird die mit der Industrialisierung neu aufkommende Klasse der Lohnarbeiter bzw. Proletarier definiert und ihre Lage grob umrissen. Der Begriff Soziale Frage wird eingeführt.
Nun sollen die Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Klasse genauer erabeitet werden. Der erste Punkt, ihre Abhängigkeit von den Unternehmern, wird anhand einer Quelle (Äußerung von Bischof Freiherr v. Ketteler) erarbeitet und festgehalten. Für die übrigen Punkte werden nur die Ergebnisse geliefert. Sie sollten aber von den Schülern ebenso anhand von Quellen, Bildern u. Ä. erarbeitet und dann - wie auf dem Arbeitsblatt vorgeschlagen - schriftlich zusammengefasst und festgehalten werden.
Abhängigkeit von Unternehmern (s. o.)
strikte Trennung von Wohnung (Privatleben) und Arbeit, stattdessen sachliche, unpersönliche, rigoros geregelte Fabrikarbeit
niedrige Löhne
deshalb Notwendigkeit von Frauen u. Kinderarbeit (u. deren Folgen)
hohes Unfallrisiko in den Fabriken
fehlende und deswegen primitive, unzulängliche Unterkünfte für die Arbeiter
Es folgt noch eine kurze historische Darstellung, die noch einmal die Brisanz der Sozialen Fragebetont. Welche Aufgabe die Gesellschaft zu leisten hat, um diese zu lösen, steht noch einmal zuammenfassend am Ende des Blattes. Das Blatt gibt es als Schülerblatt mit Lücken und als Lehrerblatt mit Lösungen.
Die Soziale Frage - Lebens- und Arbeitsbedingungen der Lohnarbeiter
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