Vertretungsstunden stellen oft eine Herausforderung dar, sowohl für Lehrer*innen als auch für Schüler*innen. Dennoch bieten sie großartige Möglichkeiten zur Förderung verschiedener Kompetenzen. So kann beispielsweise die improvisierende Bearbeitung unerwarteter Themen das logische Denken und die Problemlösungskompetenzen der Schüler*innen stärken. Ein Szenario könnte sein, dass Schüler*innen von einer Vertretungslehrkraft in Russisch beauftragt werden, die Grammatik bestimmter Verben zu analysieren oder ihren Wortschatz zum Thema 'Reisen' zu erweitern. Dies würde ihre Sprachkompetenzen trainieren und gleichzeitig wertvolle interkulturelle Kompetenzen fördern. Ebenso könnte eine Übungseinheit, die sich auf das Hör-/Hörsehverstehen konzentriert, die Schüler*innen herausfordern, audiovisuelle Quellen zu interpretieren und sich auf die Nuancen der russischen Sprache einzulassen. In ähnlicher Weise kann das Schreiben kleiner Texte oder das spontane Sprechen auf Russisch ihre Ausdrucksfähigkeit und Kreativität, aber auch ihre Selbstwahrnehmung und Reflexionsfähigkeit schärfen. Nicht zuletzt kann die notwendige Flexibilität und Offenheit, die in Vertretungsstunden gefordert wird, die Schüler*innen ermutigen, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen und ihre sozialen Kompetenzen zu entwickeln. Diese verschiedenen Lernanreize stellen vielfältige Kompetenzen dar, die im Unterricht gefördert und entwickelt werden können, und zeigen, dass jede Unterrichtsstunde, auch eine Vertretungsstunde, eine wertvolle Lerngelegenheit darstellt.