#StandWithUkraine
Am 24.02.22 begann der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Was für viele Europäer*innen sehr lange unvorstellbar war, wurde wieder Realität: Krieg in Europa. Damit einhergehend unzählige Tote, Verletzte und Geflüchtete - und eine große Solidaritätswelle. Hier bei eduki haben Lehrer*innen sofort reagiert und sich bestmöglich gegenseitig unterstützt, um ihren Schüler*innen aller Altersstufen zu helfen, diesen Krieg zu verstehen und die Geflüchteten willkommen zu heißen und ihnen so viel Sicherheit und Normalität wie möglich zu bieten. Es wurden Materialien zum Einordnen und zur Geschichte des Kriegs erstellt und geteilt sowie auch so dringend benötigte Willkommensmaterialien, um geflüchteten Kindern und Jugendlichen das Ankommen zu erleichtern. All diese und aktuelle Materialien findet ihr weiterhin auf dieser Seite.
Ihr findet über die Suche nicht nur kostenloses Unterrichtsmaterial zum Ukraine-Krieg. Wir als eduki möchten mit dieser Krise kein Geld verdienen. Wir spenden sämtlichen Umsatz, den wir mit Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema machen, an humanitäre Hilfsprojekte. Diese Unterrichtsmaterialien sind als Spendenmaterial gekennzeichnet.
Update 02.2024: Seit dem Beginn des Krieges 2022 konnten wir wir mithilfe unserer Materialien über 20.000€ an das DRK - Nothilfe Ukraine, 6.000€ an Médecins Sans Frontières und 12.000€ an weitere Wohltätigkeitsstiftungen und Projekte, die in der Ukraine tätig sind oder sich in Deutschland für die Aufnahme von Flüchtlingen in Schulen engagieren, spenden.
Update 01.2023: Durch verkaufte Unterrichtsmaterialien konnten bisher 23.205 € als Spende an das DRK - Nothilfe Ukraine überwiesen werden. Mit 2.500 € unterstützen wir den Druck von ICOON-Büchern für ukrainische Geflüchtete, 6.300 € konnten an Médecins Sans Frontières gespendet werden, 1.300 € wurden an Plast Ukrainischer Pfadfinderbund in Deutschland e.V. gespendet, 1.300 € an The Kharkiv Peace NGO, 1282 € an Cap Anamur, 1.200 € an den Rubikus e.V., 800 € an die Charity Organisation Come Back Alive und 800 € an die Wohltätigkeitsstiftung Serhiy Prytula. Eine Übersicht, wie auch ihr spenden könnt, findet ihr hier oder im Absatz: Wie kann ich helfen?
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Info für Nutzer*innen aus der Ukraine, Belarus und Russland:
Falls es aufgrund der aktuellen Beschränkungen im Zahlungsverkehr Probleme gibt, übernehmen wir eure Rechnungen. Wenn du betroffen bist, schreib uns bitte an hallo@eduki.com.
"Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern."
Nelson Mandela
Der Angriffskrieg von Putin gegen die Ukraine hinterlässt uns nicht nur fassungslos, sondern auch mit Sorge vor der Zukunft. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sorgt die aktuelle Situation für Unsicherheiten. Ihr als Lehrer*innen steht nun vor der Aufgabe, Fragen eurer Schüler*innen zu beantworten, den Krieg gemeinsam mit ihnen einzuordnen und ihnen im besten Fall ihre Ängste etwas zu nehmen. Das ist eine riesige Herausforderung!
Wir möchten euch so gut es geht dabei unterstützen. Deshalb haben wir hier eine Auswahl an kostenlosen Materialien eurer Kolleg*innen für euch zusammengestellt. Gerade ist es wichtiger denn je, dass ihr euch gegenseitig helft. Wir möchten euch alle dazu ermutigen, auch eure Unterrichtsmaterialien zum Russland-Ukraine-Konflikt zu teilen - eure Kolleg*innen werden es euch in jedem Fall danken.
Unser Ziel ist es zu helfen! Wir möchten mit dieser Krise keinen Profit machen. Deshalb spenden wir alle Einnahmen, die durch den Verkauf von nicht-kostenlosem Unterrichtsmaterial zu diesem Thema entstehen, an humanitäre Hilfsorganisationen.
Viele Lehrer*innen sind gerade mit Fragen und Sorgen von ihren Schüler*innen zum Krieg in der Ukraine konfrontiert. Je nach Alter unterscheiden sich diese, deshalb ist es wichtig, altersgerecht auf die Kinder und Jugendlichen einzugehen.
Neben den Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema haben wir auch Informationen und Tipps gesammelt, die euch dabei unterstützen können.
Für jüngere Kinder ist die aktuelle Situation sehr abstrakt und schwer zu greifen. Wahrscheinlich gibt es Kinder in der Grundschulklasse, die viel von älteren Geschwistern mitbekommen, manche haben zu Hause schreckliche Bilder in den Nachrichten gesehen und andere sind noch kaum mit dem Thema in Kontakt gekommen sind. Deshalb ist es besonders wichtig eine gute Balance zu finden, wie in der Klasse damit umgegangen wird. Bitte achtet auch auf die Biografien eurer Kinder, einige Familien haben vielleicht schon selbst Krieg miterlebt.
Wichtig ist vor allem zuzuhören und das Gespräch anzubieten. Versucht ihnen kein Gespräch über den Krieg aufzuzwingen, wenn kein Bedarf besteht. Offene Fragen, wie „Was beschäftigt euch heute?” können euch helfen rauszufinden, ob Kinder darüber sprechen möchten.
Kinder nehmen die Emotionen von Eltern und Lehrer*innen meist sehr feinfühlig wahr, deshalb ist es wichtig ehrlich aber ruhig und unaufgeregt mit ihnen über das Thema zu sprechen. Versucht Antworten kurz und so einfach wie möglich zu halten. Auch kindgerechte Medienformate, wie logo! Kindernachrichten oder Die Maus können dabei unterstützen, Fragen von Kindern zu beantworten. Wichtig ist dabei, dass ihr den Kindern nach den Infos Raum gebt, darüber zu sprechen. Bleibt bei Gesprächen möglichst im Hier und Jetzt und spekuliert nicht, was zukünftig passieren könnte.
Bleibt dabei im gewohnten Umfeld und versucht Alltagsstrukturen beizubehalten. Wenn ihr ein Morgenritual in der Klasse habt, dann lasst das weiterhin stattfinden. Routinen geben Halt.
Versucht den Kindern auch schöne und leichte Momente zu schenken, um sie abzulenken. Kinder sollen und dürfen Freude empfinden und weiterhin Spaß am Lernen haben. Auch wenn die Welt gerade anstrengend und herausfordernd ist, sollen Kinder eine Kindheit haben.
Wichtig ist für euch alle, ihr seid nicht alleine! Und es ist auch okay, falls ihr euch derzeit überfordert, verängstigt oder hilflos fühlt. Tauscht euch dazu in eurem Kollegium aus und gebt euch gegenseitig Tipps und Halt. Es hilft den Kindern auch, wenn ihr alle an einem Strang zieht.
Die Journalistin Elisabeth Koblitz hat auf ihrem Instagramkanal einen Post mit Tipps der Kinder- und Jugendpsychaterin Kerstin Stellermann Strehlow veröffentlicht, in dem ihr kindgerechte Antworten auf die Fragen “Was ist eigentlich Krieg?” und “Wie können wir helfen?” findet.
Nach Nachrichten, wie denen zum Start des Angriffskriegs in der Ukraine, ist es egal, ob eigentlich Mathe, Bio, Englisch oder Geschichte ansteht. Die meisten Schüler*innen werden Fragen und Sorgen bezüglich der Situation haben, deshalb ist es wichtig diesen auch Raum zu geben. Unter anderem hat Nina Toller wichtige Tipps geteilt, wie ihr mit der Situation im Klassenzimmer umgehen könnt.
1. Stellt es euren Schüler*innen frei, ob sie mit dem geplanten Unterricht weitermachen möchten oder lieber über die Entwicklungen und Geschehnisse sprechen möchten. Beides ist absolut in Ordnung.
2. Sammelt gemeinsam Informationen, die eure Schüler*innen bereits aus den Nachrichten oder über Soziale Medien mitbekommen haben und helft ihnen dabei, sie einzuordnen. Achtet dabei vor allem auch darauf Begriffe zu erklären, die in diesem Zusammenhang häufig verwendet werden. Bei funk gibt es dazu für den Russland-Ukraine-Konflikt einen guten Beitrag.
3. Schlagt keine Fragen mit “Das versteht ihr noch nicht.” aus. Versucht stattdessen komplexe Zusammenhänge altersgerecht zu erklären.
4. Ihr müsst nicht auf alle Fragen sofort eine Antwort haben. Wenn ihr eine Frage nicht sofort beantworten könnt, dann dürft ihr das auch kommunizieren und die Frage auf die nächste Stunde verschieben. Oder ihr versucht gemeinsam eine Antwort zu finden.
5. Keine Angst ist unberechtigt. Vor allem ein dritter Weltkrieg / ein Krieg in Deutschland ist in der aktuellen Situation für viele Schüler*innen eine große Sorge. Nehmt sie ernst und versucht ihnen durch Informationen die Sorgen etwas zu nehmen.
6. Zwingt niemanden dazu sich aktiv zu beteiligen. Manche eurer Schüler*innen haben vielleicht selbst traumatische Kriegserfahrungen hinter sich. Gebt ihnen die Möglichkeit sich auszuklinken, wenn die Gespräche ihnen nicht gut tun.
7. Behandelt Schüler*innen, die aus den betroffenen Gebieten kommen, nicht wie Expert*innen für die Situation und bringt sie nicht in die Situation Fragen zu beantworten oder Stellung beziehen zu müssen.
8. Unterstützt euer Schüler*innen dabei einen gesunden Medienkonsum zu pflegen. Gebt ihnen Tipps auf welchen Kanälen sie sich gezielt informieren können. Aber stellt sicher, dass sie wissen, dass es auch okay ist abzuschalten oder sich mit anderen Themen abzulenken.
9. Sprecht mit Schüler*innen über Fake News. Erklärt ihnen, wie man seriöse Quellen von unseriösen Quellen unterscheidet. Schaut euch gegebenenfalls gemeinsam Social Media Posts an, die eure Schüler*innen gesehen haben.
10. Schlagt vor gemeinsam etwas zu tun. Ihr könnt zum Beispiel Spendenpakete packen. Die dabei empfundene Selbstwirksamkeit kann euren Schüler*innen helfen sich weniger hilflos und der Situation ausgeliefert zu fühlen.
Mr. Wissen2go-Geschichte & funk YouTube Video: Der Ukraine-Konflikt - Die Geschichte dahinter
17-minütige kompakte Zusammenstellung der Vorgeschichte, gut für Schüler*innen geeignet. Auf dem YouTube Kanal von Mr. Wissen2go-Geschichte werden auch immer wieder aktuelle Videos gepostet.
zdf heute: Zeitstrahl zum Entdecken
Gut aufbereiteter, interaktiver Zeitstrahl zur Entstehung des Konflikts.
Aktuelle und engagierte Informationen: Katapult Magazin
Sehr gut recherchierte Informationen inklusive sehr guter Karten und Veranschaulichungen.
Hier werden gängige Fake News richtiggestellt und in einen Kontext gesetzt.
Der Krieg in den Sozialen Medien im Newsletter von Berit Glanz
Gute Beispiele dafür wie sich der Krieg in der Ukraine u.a. durch Memes in den Sozialen Netzwerken abgebildet wird.
eduki #StandWithUkraine
Das, was Menschen derzeit in der Ukraine erleben, ist erschreckend und unvorstellbar und macht uns sehr betroffen. Viele unserer eduki Kolleginnen und Kollegen kommen aus der Ukraine oder leben dort.
Unsere Gedanken sind bei ihnen, ihrer Familie, Freunden und allen betroffenen Menschen.
Unser Kollege Nik hat diese Übersichtsseite erstellt, damit seinen Mitmenschen in der Ukraine schnell und einfach geholfen werden kann und das Geld direkt ankommt.
Zur Spendenübersicht Save Ukraine
Weiter unter findet ihr weitere Möglichkeiten, zu helfen.
Das Gefühl von Hilflosigkeit kennen gerade die meisten von uns. Hier findet ihr einige Möglichkeiten, wie ihr und eure Schüler*innen Menschen aus der Ukraine aktuell unterstützen könnt. Wir möchten euch aber an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass es wichtig ist, dass ihr auf euch selbst Acht gebt.
Desinformationen sind gerade weit verbreitet und werden gezielt für Propaganda genutzt. Achtet deshalb darauf von welchen Quellen eine Information stammt und teilt nur Informationen bei denen ihr euch sicher seid, dass sie von seriösen Quellen stammen. Beim BR gibt es einen Guide, der dabei hilft seriöse Quellen von unseriösen zu unterscheiden. Unter anderem bei Correctiv oder der Deutschen Welle gibt es Faktenchecks zu häufig kursierenden Fake News.
In einer Demokratie sind Demonstrationen ein Mittel, um den Verantwortlichen in der Politik zu zeigen, was ihr euch wünscht. Sie zeigen aber vor allem unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Wo in eurer Nähe Demonstrationen stattfinden, seht ihr hier.
Finanzielle Unterstützung ist gerade sowohl für die Menschen in der Ukraine, als auch für geflohene Menschen wichtig.
Unser Kollege Nik hat diese Übersicht erstellt, damit schnell und direkt geholfen werden kann: Save Ukraine
Spenden könnt ihr außerdem anderem bei diesen Organisationen:
Auch Sachspenden werden gebraucht. Informiert euch am besten bei eurer Stadt oder lokalen Hilfsnetzwerken, wo was gebraucht wird.
Ihr habt ein Zimmer oder sogar eine Wohnung oder ein Ferienhaus frei? Dann tragt euch hier ein. In den nächsten Tagen werden immer mehr Menschen auch hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Unterkunft brauchen.
Auch über AirBNB kannst du eine Unterkunft kostenlos zur Verfügung stellen.
Es ist wichtig, dass ihr euch in der aktuellen Lage auch um euch selbst kümmert. Wenn es euch also schlecht geht und ihr das Gefühl habt, damit nicht alleine klarzukommen, zögert nicht, euch Hilfe zu suchen.
Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder via Chat
Muslimisches Sorgentelefon: 030-443509821
Jüdisches Sorgentelefon: 0211-9468520
Krisenchat: Chatberatung für Menschen unter 25 (https://krisenchat.de)
Aber auch für Menschen, die aus dem Krisengebiet geflohen sind, ist Seelsorge jetzt wichtig. Deshalb sucht Krisenchat (https://krisenchat.de) gerade nach Psycholog*innen, die ukrainisch oder russisch sprechen. Wenn ihr jemanden kennt, vermittelt sie gerne weiter.