
Unterrichtseinstiege bieten zahlreiche Möglichkeiten, Schüler*innen auf ein neues Thema einzustimmen, bereits Zurückliegendes neu zu entdecken oder übend sowie wiederholend anzuknüpfen.
Im Fremdsprachen-Unterricht geschieht dies oftmals durch aktivierende Mingle-Aktivitäten und andere Methoden, die vornehmlich den Fokus auf eine mündliche Produktion legen. Zweifelsfrei ist die Ritualisierung solcher Aktivitäten gerade vor dem Hintergrund einer im Zentrum stehenden kommunikativen Kompetenz wichtig. Gibt es jedoch nicht auch Möglichkeiten, die schriftsprachliche Produktion innerhalb der gewünschten Zielsprache zu stärken resp. impulsartige Aktivierungen im Bereich des Schreibens zu setzen?
Es gibt sie! Bellringer!
Speziell im amerikanischen Kontext werden so genannte Bellringer als impulsartige Einstiege verwendet, die gerade durch ihre schnelle und flexible Anwendung eine hohe Schüler*aktivität zu Beginn einer Stunde schaffen.
Da ich Unterrichtseinstiege liebe, möchte ich euch Bellringer und ihre Chancen für den Fremdsprachen-Unterricht etwas näherbringen. Hierzu habe ich 60 Bellringer-Karten entwickelt (Mat.ID: 60030), die auf vier verschiedene Methoden / Instruktionen zurückgreifen.
Im Folgenden erläutere ich die Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten von Bellringer-Aktivitäten vor dem Hintergrund didaktisch-methodischer Überlegungen:
1 - Impulssetzung
kurze und unmittelbare Aktivierung im Bereich der schriftsprachlichen Produktion
die Schüler*innen lösen eine ihnen durch den jeweiligen Bellringer gestellte Aufgabe (bspw. das Schreiben eines Mini-Gedichts in einer bestimmten Form - Methode des “Elfchens”)
maximale Dauer von 5 Minuten
2 - Ergebnisse
generell gilt hier - ähnlich dem Mündlichen - fluency before accuracy; die Schüler*innen sollen aktiv die Chance bekommen, Text(e) kreativ zu produzieren oder mit gestellten Begriffen zu arbeiten
die jeweiligen Ergebnisse können nun im Unterricht weiter vertieft und zur zusätzlichen Produktion der Zielsprache verwendet werden (bspw. durch Methoden wie Think-Pair-Share, Answer-Swapping etc.)
die Ergebnisse können natürlich auch dazu dienen, einen Übergang in die nächste Phase der Stunde(n) zu bilden, sowie eine erste oder wiederholende Sensibilisierung eines bestimmten sprachlichen / inhaltlichen Phänomens darstellen
3 - Ritualisierung
Die Lehrperson kann bspw. eine Bellringer-Karte für die Schüler*innen ziehen oder durch eine*n Schüler*in ziehen lassen. Diese Aufgabe (Instruktion zu Beginn am besten visualisieren) wird dann von allen Schüler*innen gelöst. Hierbei ist egal, ob das genannte “Ziehen” digital geschieht (gemeint ist eine digitale Visualisierungsmöglichkeit) oder die Karten wirklich im physischen Sinne gezogen werden.
Differenzieren kann man bspw. mittels unterschiedlicher Bellringer für verschiedene Schüler*innen und deren Bedürfnisse.
Alles in allem bieten Bellringer die Chance, Lexik in spielerischen Kontexten zu wiederholen, festigen und in einem bestimmten Format anzuwenden.
Ich freue mich selbstverständlich über weitere Anregungen und ein Ausprobieren der Karten!
Weitere Ideen von mir findet Ihr hier sowie bei Insta --> https://www.instagram.com/mrinstab/?hl=de
Euer MrInstaB
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