Die KOR-Methode ist ein entscheidender Teil der digitalen Unterrichtsvorlage „Soziales trifft Digitales Lernen“. Nachdem eine Kollegin diese Methode zum wiederholten Mal in ihrer Klasse umgesetzt hatte, ergab sich im Lehrer*innenzimmer zwischen ihr und einem Kollegen das folgende Gespräch.
K: Jetzt erzähle mir doch einmal deine Erfahrung mit dieser Methode, die du
uns gegenüber schon mehrfach erwähnt hast.
K`in: Gerne. Nach der Konfrontation mit der Aufgabe (K) und der Organisation
der Umsetzung (O) passiert soziales und digitales Lernen in der
Realisation (R). Und genau diese Phase motiviert mit Hilfe der
Gruppendynamik auch die Schüler*innen, die nichts machen wollen. Und
am Ende haben sie doch mitgemacht – manche haben es nicht einmal
gemerkt.
K: Ich hatte bisher immer den Eindruck, dass diese Methode kompliziert ist.
K`in: Ja – wie immer, wenn etwas neu ist und nach Arbeit aussieht! Inzwischen
erweist sich diese Methode als Erleichterung für meine Vorbereitung und
Arbeit.
K: Das ist interessant. Wie kommt es zu dieser Erleichterung?
K`in: Jedes Mitglied des dreiköpfigen Teams arbeitet an einem eigenen Inhalt.
Danach werden die einzelnen Inhalte abgestimmt und
zusammengeführt. Das wird dann auch in der Leistungsbeurteilung
berücksichtigt.
K: Gutes Stichwort: Leistungsbeurteilung ist bei uns ja ein Dauerthema. Wie
sieht das bei dieser Methode aus?
K´in: Die Beurteilung setzt sich aus drei Bereichen zusammen: Präsentation
als Gesamtleistung der Gruppe, Eigenleistung und die erbrachte Leistung
in der Gruppe wie z.B. Zusammenarbeit während des Abgleichs. Auf
Grund der differenzierten Beurteilung kann sich für jedes Teammitglied
am Ende eine andere Note ergeben.
K: Wir kennen doch alle das Phänomen, dass ein Teammitglied lediglich die
anderen arbeiten lässt. Wie gehst du damit um?
K´in: Diese Situation habe ich erlebt. Ein „Verweigerer“ hat auf Druck seines
Teams dann doch mitgemacht, weil er verstanden hatte, die Leistungen
der anderen nach unten zu ziehen. In einer anderen Gruppe wurde eine
egoistische Schülerin durch die Beurteilung bestraft, weil sie niemandem
helfen wollte. Sie hat das bei der anschließenden Analyse schweren
Herzens eingesehen.
K: Was passiert, wenn bei der Präsentation die Gruppe nicht vollständig ist
z.B. wegen Krankheit?
K´in: In der Phase der Organisation haben die Teams den Auftrag bekommen,
die Präsentation so vorzubereiten, dass jedes Teammitglied sie alleine
und selbstständig zeigen kann.
K: Danke für diese positive Rückmeldung. Du hast mich motiviert, diese
Methode ebenfalls umzusetzen!
https://eduki.com/de/material/735723/digitales-trifft-soziales-lernen-die-kor-methode

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