Ein Blick in den Alltag einer Grundschule: Lehrer*innen als wahre Held*innen des Klassenzimmers

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Wir wollen euch Lehrer*innen in eurem Alltag unterstützen - das ist unsere Mission! Unsere tägliche Arbeit kann man aber gar nicht mit dem vergleichen, was ihr jeden Tag an der Schule erlebt. Um eure Herausforderungen wirklich verstehen zu können, nehmen wir jede Gelegenheit wahr, an Schulen zu hospitieren und euch Lehrer*innen mal für einen Tag über die Schulter zu schauen. Zuletzt waren Robert & Anna (beide Business Development) an einer Grundschule in Berlin und haben für einen Tag eine Schuleingangsklasse begleitet. Heute schildern sie ihre Eindrücke.

Unser erster Gedanke, als wir morgens um 8 Uhr im Klassenzimmer saßen war: "Puh... ist das früh!" Normalerweise machen wir uns zu dieser Uhrzeit erst mal einen Kaffee in unserem Homeoffice. Von einem solch "sanften" Start können die Lehrer*innen nur träumen, die Kinder wirkten nämlich schon sehr ausgeschlafen. Aber nach dem Begrüßungsritual waren auch wir wach und die Kinder wie durch ein Wunder ruhig und voller Aufmerksamkeit. Wir merkten sofort, welch eingespieltes Team die Lehrer*innen und die Klasse sind und wie gut die Lehrer*innen einschätzen konnten, was die Kinder brauchten, um dabei zu bleiben. War der Begriff "Classroom-Management" für uns immer eher ein theoretischer Begriff, so haben wir jetzt begriffen, dass damit alles steht und fällt. Wie man es allerdings schafft, all diese Rituale und Regeln mit 30 kleinen Menschen einzuführen und dann auch noch so konsequent einzuhalten, wird uns aber wohl für immer ein Rätsel bleiben. Die meisten Schüler*innen waren sehr motiviert, aber oft auch übereifrig. Andere hielten sich sehr zurück und mussten aktiv angesprochen werden, damit sie sich beteiligen. Diese individuellen Bedürfnisse im Blick zu behalten, überforderte uns nur beim Zuschauen. Damit aber nicht genug: In der Klasse war auch ein verhaltensauffälliges Kind, das sehr viel Aufmerksamkeit einforderte und das auch wesentlich mehr Spielraum bei der Einhaltung von Klassenregeln hatte. Mit welcher Geduld die Lehrer*innen auch noch schafften, das Kind in den Unterricht einzubinden, hat uns tief beeindruckt.

Im Lehrer*innenzimmer hatten wir zwischendurch die Gelegenheit, mit ein paar Kolleg*innen über eduki zu sprechen. Wir haben sehr konstruktives Feedback bekommen - auch zu unserem neuen Tool eduki Interactive. Feedback aus erster Hand ist natürlich immer besonders wertvoll, an dem Tag hat es uns aber ganz besonders motiviert. Einfach deshalb, weil wir live erleben konnten, wie viel Beitrag wir leisten können, Lehrer*innen bei der Arbeit zu unterstützen. Eine Pause gab es zwar trotz Pausen nicht. In der Pause wurde kopiert, vorbereitet, aufgeräumt, Tränen getrocknet und mit dem Hausmeister die verstopfte Toilette besprochen. In dem Zusammenhang haben wir auch gelernt, lieber nichts zu trinken. Zeit, um auf Toilette zu gehen, gibt es eh nicht. Daran denken wir jetzt immer, wenn wir uns im Home Office gemütlich den nächsten Kaffee kochen. Und wir erinnern uns daran, dass wir den Lehrer*innen-Job niemals schaffen würden. Also einmal mehr: Die wahren Held*innen seid ihr Lehrer*innen!


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